Franken als Stablecoin

Avenir Suisse will den E-Franken

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Avenir Suisse hat sich intensiv mit der Blockchain auseinandergesetzt. Nun fordert der Think Tank einen Stable Coin auf Basis des Schweizer Frankens. Auch Six will einen E-Franken lancieren.

(Source: Joey Kyber / Pexels.com)
(Source: Joey Kyber / Pexels.com)

Avenir Suisse hat das Paper Die Blockchain nach dem Hype (PDF) veröffentlicht. Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien (DLT) würden der Schweizer Finanzindustrie eine Gelegenheit bieten, alte Denk- und Organisationsmuster abzulegen und dem Transformations- und Kostendruck entgegenzuwirken. Die Blockchain biete zum Beispiel Chancen im Rohstoffhandel, etwa beim Management von Lieferketten oder bei der Handelsfinanzierung.

Laut dem Think Tank sank der Wertschöpfungsanteil der Schweizer Finanzindustrie am Bruttoinlandprodukt in der letzten Dekade um rund ein Drittel. Die Schweiz sei im Aussenhandel und in der Vermögensverwaltung stark, nicht aber im Kapitalmarkt. Avenir Suisse empfiehlt deswegen die Ausgabe von tokenisierten Wertschriften.

Ein internationaler Vergleich zeige, dass eine Technologieförderung wie in Singapur oder der Erlass eines DLT-Gesetzes wie in Liechtenstein keine Voraussetzungen für Erfolg seien, so Avenir Suisse. "Einzelne Gesetzesanpassungen sind ausreichend und entsprechen der marktwirtschaftlichen Rahmenordnung der Schweiz."

Da Geld ein durch den Staat zur Verfügung gestelltes öffentliches Gut darstelle, sei eine Integration des Schweizer Frankens in DLT notwendig. Denkbar sei dafür ein Stablecoin, der vollständig mit Zentralbankgeld hinterlegt ist.

An einer Kryptowährung auf Basis des Schweizer Frankens arbeitet auch der Finanzdienstleister Six. Mehr dazu lesen Sie hier. Auch Ueli Maurer sprach mit der Redaktion über den Krypto-Franken. Das Interview können Sie hier lesen.

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