Equinix will verteilte KI-Infrastrukturen bündeln
Rechenzentrumsbetreiber Equinix hat einen "Distributed AI Hub" vorgestellt. Die Plattform soll es Unternehmen ermöglichen, über verschiedene Standorte verteilte KI-Infrastrukturen einfacher zu verbinden und zu verwalten. Eine Integration mit Palo Alto Networks soll KI-Interaktionen zudem in Echtzeit absichern.
Der US-amerikanische Rechenzentrumsbetreiber Equinix lanciert mit dem "Distributed AI Hub" eine neue Plattform. Sie soll Unternehmen einen zentralen Anlaufpunkt bieten, um ihre komplexen und oft fragmentierten KI-Infrastrukturen zu verbinden und abzusichern. Der Hub ist in den 280 Equinix-Rechenzentren verfügbar und ermöglicht es der Kundschaft, über private Verbindungen auf ein Ökosystem aus KI-Anbietern zuzugreifen, darunter GPU-Clouds, Datenplattformen und KI-Modellentwickler, wie Equinix mitteilt.
Mit dem Angebot will das Unternehmen ein Problem adressieren, mit dem viele Kunden bei der Einführung von KI konfrontiert sind: Ihre Daten und Rechenprozesse sind über öffentliche Clouds, private Rechenzentren und Edge-Standorte verteilt. Eine solche fragmentierte Landschaft erschwert nach Ansicht von Equinix die Steuerung und bremst Innovationen aus. Das Unternehmen verweist auf eine Prognose von IDC, wonach bis 2027 rund 80 Prozent der Unternehmen verteilte Edge-Infrastrukturen nutzen werden, um die Reaktionszeiten von KI-Anwendungen zu verbessern. Der neue Hub soll helfen, diese heterogenen Systeme zu vereinheitlichen.

So stellt Equinix die Funktionsweise seines neuen KI-Hubs dar: als Schnittstelle zwischen privater Infrastruktur und einem Partner-Ökosystem. (Source: zVg)
Equinix positioniert seine Lösung als offene und herstellerneutrale Alternative zu den Marktplätzen der grossen Hyperscaler. Während diese oft ihre eigenen Dienste bevorzugten, biete der Distributed AI Hub die Freiheit, sich einen KI-Stack aus den Lösungen verschiedener Anbieter zusammenzustellen. Man wolle es Unternehmen ermöglichen, KI dort zu entwickeln, wo ihre Daten und Partner bereits sind, heisst es in der Mitteilung weiter.
Sicherheitsversprechen von Palo Alto
Zentraler Bestandteil des Angebots ist ein Sicherheitsversprechen. Zum Start integriert Equinix die Prisma-AIRS-Technologie von Palo Alto Networks in den Hub. Diese soll die Interaktionen zwischen KI-Agenten und externen Datenquellen oder Tools in Echtzeit überwachen und absichern. Unternehmen erhalten dadurch laut den Anbietern eine zentrale Kontrolle über ihre KI-Anwendungen und -Daten, unabhängig vom Standort der Workloads. Die Sicherheitslösung wird zudem über Equinix Network Edge verfügbar sein, was die Verwaltung von Sicherheitsrichtlinien näher an Usern und Clouds ermöglichen soll.
Ziel der Architektur ist es laut Equinix, die drei zentralen Herausforderungen bei verteilter KI - die Platzierung der Daten, die Governance der Prozesse und eine vorhersagbare Performance - in einer Lösung zu vereinen.
Der Distributed AI Hub ist ab sofort weltweit verfügbar.
Übrigens: Gemäss einer Auswertung der kanadischen Agentur Visual Capitalist gehört die Schweiz inzwischen zu den weltweiten Top 20 der Datacenter-Standorte - mehr dazu lesen Sie hier.
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