Anbietervergleich

In den Ferien drohen teure Handy-Abo-Tarife

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Nutzer, die ihr Handy in den Ferien häufig brauchen, könnten mit hohen Gebühren überrascht werden. Denn bei einigen Abos greift nach Aufbrauchen des inklusiven Datenvolumens der hochpreisige Standardtarif. Der Vergleich zeigt, bei welchen Abos Vorsicht geboten ist.

Erholung und Ferienstimmung sind schnell verflogen, wenn einen daheim eine saftige Handy-Rechnung erwartet. Denn ohne Zusatz-Abo kann die Smartphone-Nutzung im Ausland teuer werden. Der Konsumentenschutz und der Vergleichsdienst dschungelkompass.ch haben die Roaming-Modelle der Abo-Anbieter miteinander verglichen.

Ist kein Datenroaming im Abo inbegriffen oder das Volumen aufgebraucht, sperren Swisscom, Wingo, M-Budget, Coop Mobile, Lidl oder Quickline das Datenroaming, gemäss Vergleich komplett. Ausser der User aktiviert eine Option wie beispielsweise zusätzliche Datenpakete. Diese Handhabung schütze vor teuren Überraschungen, da die Internetnutzung im Ausland nur mit einer (vergleichsweise günstigen) Option möglich sei.

Mit UPC, Yallo und Lebara kann es schnell teuer werden

Als "ebenfalls relativ kundenfreundlich" werden die neuen Abos von Sunrise bezeichnet. Dort sei die Option "Travel Day Pass Data" automatisch aktiviert, wodurch Sunrise in EU-Ländern für das Surfen bis 100 Megabyte täglich 1.90 Franken verrechne. Bei älteren Abos könne diese Option aktiviert werden.

Salt und TalkTalk sperren das Datenroaming ebenfalls, wenn das Volumen aufgebraucht ist. Anders ist das gemäss Vergleich bei den EU-Abos von UPC, Yallo und Lebara. Kauft der Nutzer nach Aufbrauchen des Datenvolumens kein Datenpaket, gilt der "sehr hohe" Standardtarif. Ohne Zutun des Kunden gilt der Standardtarif ausserdem nach wie vor bei den Swiss-Abos von UPC, Yallo, Lebara, Salt (ohne Inklusiv-Roaming), wie auch bei fast allen Prepaid-Angeboten mit Ausnahme von Coop Mobile und Lidl.

Weitere Details darüber wie sich die Abos innerhalb und ausserhalb der EU-verhalten, entnehmen Sie den beiden Tabellen:

(Source: Konsumentenschutz / dschungelkompass.ch)

Wie in den Tabellen zu sehen ist, gibt es bei den meisten Anbietern eine Kostenlimite. Ist diese erreicht, kann man nur weitersurfen, wenn man ein Datenpaket kauft. Die Limiten variieren je nach Anbieter stark: Während bei Yallo und Lebara ab 50 Franken Schluss ist, ist die Limite bei Salt und Talk Talk zehnmal höher. UPC und Sunrise limitieren das Datenroaming auf 100 Franken. Bei Swisscom sind es 200 Franken.

Ausserhalb der EU sperren Swisscom, Sunrise, Wingo, Coop Mobile, M-Budget, Lidl und Quickline den Datenverkehr. Enthält ein Abo kein Inklusivvolumen für das Aufenthaltsland, so gilt bei Lebara, Salt, Sunrise, Talk Talk, UPC und Yallo nach wie vor der teure Standardtarif.

Der Vergleich warnt ausserdem vor hohen Telefongebühren im Ausland. Vorsicht sei vor allem ausserhalb der EU geboten. Je nach Anbieter könne der Standardtarif bis zu 6 Franken pro Minute betragen. "Wer vorhat, viel zu telefonieren, sollte sich deshalb vorgängig über die Tarife informieren und gegebenenfalls eine Zusatzoption nicht nur für Daten, sondern auch für die Telefonie buchen", empfiehlt Oliver Zadori, von dschungelkompass.ch.

Für Konsumenten ist es manchmal schwierig, den Überblick über die vielen Abo-Angebote zu behalten. Lesen Sie hier, wie Sie das optimale Handy-Abo finden.

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