Mit der Drohne ins Spital fliegen: Klingt nach Science Fiction – und wird in Genf Realität
Der Kanton Genf will Drohnen für den Patiententransport entwickeln lassen. Eine Drohnenambulanz soll bis zu 10'000 Patienten zwischen den Universitätskliniken Genf (HUG) und dem Spital Trois-Chênes transportieren. Bis 2025 könnte ein Prototyp durch die Lüfte gleiten.
Der Kanton Genf möchte Drohnen für den Patiententransport entwickeln lassen. Der Staatsrat hat am Mittwoch beschlossen, ein entsprechendes Projekt fortzusetzen.
Die Drohnenambulanz soll zwei Tonnen wiegen und für den "nicht dringenden Transport von Patientinnen und Patienten" bestimmt sein. Speziell die Route zwischen den Universitätskliniken Genf (HUG) und dem Spital Trois-Chênes soll damit bedient werden. Rund sechs Kilometer Luftlinie trennen die beiden Krankenhäuser.

(Source: Screenshot von https://www.argodesign.com/work/drone-ambulance-argodesign.html)
Bis zu 10'000 Transporte pro Jahr
Laut Chrystelle Charat, Direktorin der Entwicklungs- und Zukunftsabteilung des kantonalen Verkehrsamtes in Genf, könnte die Drohne bis zu 10'000 Patienten im Jahr zwischen den Spitälern transportieren. Das wäre ein Drittel der jährlichen Transporte. Ein Prototyp könnte gemäss Charat bereits im Jahr 2025 durch die Lüfte gleiten.
Das Projekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie zu Taxidrohnen im Rahmen der Europäischen Initiative für Stadtinnovation für intelligente Städte und Gemeinden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt wie auch Skyguide haben an dieser Studie mitgewirkt.
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