Proaktives Handeln im E-Health ist nötiger denn je
Die Schweiz belegt bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen die hinteren Plätze. Eine Studie der ZHAW zeigt auf, was sich im E-Health ändern soll. Die Studie fordert Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik dazu auf, proaktiv zu handeln.
Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen belegt die Schweiz im internationalen Vergleich die hinteren Plätze, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigte. Die ZHAW hat diese Befunde nun zum Anlass genommen, um aufzuzeigen, wie die Schweiz im Bereich Digital Health Boden gut machen kann. Gefordert seien vor allem die Entscheidungsträger. Diese sollten proaktiv handeln und den digitalen Wandeln im Gesundheitswesen aktiv steuern. Dies sei nötiger denn je, sagt ZHAW-Forscher Alfred Angerer, der ein rasantes Wachstum des Marktes im Bereich digitaler Gesundheit erwartet.
Nicht nur technische Entwickler seien in die Pflicht zu nehmen. "Der Wandel im Bereich Digital Health hängt nicht von der Technologie allein ab, sondern von der Politik und den Managemententscheidungen, die dahinterstehen", lautet eine der Einschätzungen der ZHAW-Studie.
Sie verweist auf zahlreiche Projekte, die im Digital-Health-Bereich getestet und eingeführt wurden. Sie reichen vom AR-Einsatz im Operationssaal bis zu digital ausgestellten Rezepten. Christian Russ, Co-Autor der Studie, fasst die Veränderungen in drei Punkten zusammen: "Erstens wird die universelle Verfügbarkeit von Gesundheitsinformationen und Krankheitsprävention verbessert. Zweitens werden die Kontaktpunkte und der Patientenfluss optimaler ausgestaltet. Schliesslich werden sich Diagnose und Therapie ebenso kontinuierlich weiterentwickeln." Die Frage sei nicht mehr ob, sondern wie schnell die Digitalisierung die Gesundheitswelt verändert.
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