Parkplatz per Smartphone bezahlen

Jeder zehnte Franken Parkgebühr fliesst in Zürich per App

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In der Stadt Zürich fliessen heute 10 Prozent der Parkgebühren über Apps. Der Anteil soll weiter wachsen. Wenn das klappt, könnten die Anbieter der Parking-Apps ebenso profitieren wie die Stadt Zürich.

(Source: chombosan / iStock.com)
(Source: chombosan / iStock.com)

Seit einem halben Jahr kann man Parkgebühren in der Stadt Zürich auch via Smartphone bezahlen. Das Angebot kommt an, wie die "NZZ" berichtet. Sie fragte bei Martin Guggi von der städtischen Dienstabteilung Verkehr nach und bekam die Antwort: „Die Parking-Apps werden rege genutzt.“ Derzeit komme zehn Prozent des Parkgebühren-Umsatzes von den Smartphone-Apps.

Seit dem Start habe die Stadt Zürich 505'000 Parkvorgänge per App verzeichnet. Der Umsatz belief sich auf 1,4 Millionen Franken.

Martin Guggi von der Stadtzürcher Dienstabteilung Verkehr zeigt sich zufrieden. Der Betrieb sei gut angelaufen, sagte er gegenüber der "NZZ". Verärgerte oder verwirrte Kunden hätten sich bei der Stadt kaum gemeldet. Die Dienstabteilung Verkehr erwarte, dass der App-Anteil am Gesamtumsatz mittelfristig auf 20 Prozent steigen werde.

3 Parking-Apps stehen zur Wahl

Wer seine Parkgebühren in Zürich mit dem Smartphone bezahlen will, muss zwischen drei privaten Anbietern wählen. Parkingpay, Easypark und Parknow. Diese hatten sich in einer Ausschreibung der Stadt durchgesetzt. Anders als etwa Basel habe Zürich auf die Entwicklung einer eigenen Lösung verzichtet.

Die Anbieter der jeweiligen Parking-Apps kassieren einen Teil der Gebühren. Parkingpay erhält beispielsweise 4,5 Prozent. Für die Anbieter ist der Stadtzürcher Markt begehrt. Denn es gibt hier über 10'000 öffentliche Parkfelder und die Gebühren sind hoch: Die "NZZ" rechnet mit 7 Franken 50 für zwei Stunden Parkieren in gewissen Zonen.

Doch für die Stadt kann sich das Digitalisierungsprojekt lohnen: Mit den Parking-Apps könnten die Behörden Kosten sparen. Heute bezahlt die Stadt Zürich jährlich 1,5 Millionen Franken fürs Leeren und Warten ihrer 1300 Parkuhren, wie es im Bericht weiter heisst. Und Anschaffung einer Parkuhr koste 13'000 Franken.

Die Stadt Luzern will im Rahmen einer Smart-City-Initiative noch in diesem Jahr ein Parkleitsystem mit Sensoren einführen. Eine App soll zeigen, wie stark die Car-Parkplätze Inseli, Brüelmoos und Landenberg ausgelastet sind. Lesen Sie hier mehr dazu.

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