Update: Smart Valor widerspricht Warnung der Liechtensteiner FMA
Smart Valor hat der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht widersprochen. Das Krypto-Unternehmen brauche als Börse für Zahlungs- und Utility-Token keine Lizenz der Behörden. Anpassungen auf der Website sollen das klar machen.
Update vom 14. Oktober 2019:
Smart Valor hat zur Warnung der FMA Stellung genommen. Smart Valor Liechtenstein betreibe eine Börse für Kryptowährungen, die auf Zahlungs- und Utility-Token beschränkt sei, heisst es in einer Mitteilung. Ihre aktuelle Tätigkeit falle in die Kategorie der Wechselstube. Diese sei nicht von der FMA bewilligungspflichtig, sondern unterliege dem liechtensteinischen Sorgfaltspflichtgesetz. Die FMA habe dies gegenüber Smart Valor im September 2018 bestätigt.
Smart Valor Schweiz sei aufgrund der Mitgliedschaft im VQF, einer von der Finma beaufsichtigten Selbstregulierungsorganisation der Finanzbranche, als Finanzintermediärin tätig. Das Unternehmen weist ausserdem darauf hin, dass es in seiner derzeitigen Struktur keine Dienstleistungen im Zusammenhang mit Sicherheits-Token erbringe, bis die erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt seien.
Aufgrund der FMA-Warnung habe Smart Valor auf seiner Website den Ausdruck "Licensed Exchange" durch "Exchange platform" ersetzt.
Ursprüngliche Meldung vom 10. Oktober 2019:
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat auf ihrer Website darauf hingewiesen, dass die Kryptobörse Smart Valor AG mit Sitz in Vaduz über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung der FMA verfüge. Das Fintech-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Cryptovalley in Zug hat, sei demnach "nicht berechtigt, bewilligungspflichtige Finanzdienstleistungen zu erbringen". Entgegen der Angabe auf der Website von Smart Valor sei das Unternehmen keine "Licensed Exchange".
Die FMA "empfiehlt daher dringend, bewilligungspflichtige Finanzgeschäfte nur durch Finanzinstitute ausführen zu lassen, die von der FMA oder anderen Aufsichtsbehörden zugelassen sind". Sämtliche in Liechtenstein bewilligten Finanzdienstleister sind im offiziellen Register der FMA aufgeführt.
Das Start-up Smart Valor um die umtriebige Gründerin und CEO Olga Feldmeier startete den Betrieb offiziell diesen Sommer und behauptete in einem Communiqué zum Launch, dass die Liechtensteiner Niederlassung von den lokalen Behörden die Bewilligung erhalten habe, eine Kryptobörse zu betreiben. Dem widerspricht die FMA nun offiziell.
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