Krypto-Corner

Mehr Transparenz für Kryptowährungen

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Die Redaktion bloggt über die Blockchain und alles, was dazu gehört.

Ticker

13.12.2019 - Mehr Transparenz für Kryptowährungen

Die Financial Action Task Force (FATF) will Geldwäscherei durch Kryptowährungen eindämmen, deshalb beschloss sie vor einem Jahr Krypto-Assets künftig zu regulieren. Die "Travel Rule" verlangt, dass Informationen wie Sender und Empfänger einer Transaktion gespeichert werden können, wie finews.ch berichtet.

Zur Umsetzung der Travel Rule haben sich vier Schweizer Virtual Asset Service Provider (VASP) zusammengeschlossen. Die Kryptobanken Seba und Sygnum sowie Bitcoin Suisse und Lykke wollen die OpenVASP-Initiative unterstützen, schreibt Lykke in einer Mitteilung. Zusammen wollen die Krypto-Player eine erste technische Version des Protokolls entwickeln, um die Travel Rule umzusetzen. Den Code wollen die Unternehmen mit anderen Anbietern teilen, wie es in dem entsprechenden White Paper heisst. Das Ziel ist der sichere Austausch von Informationen zwischen Kryptounternehmen.

12.12.2019 - Seba Bank expandiert ins Ausland

Die Zuger Krypto-Bank Seba wagt den Schritt ins Ausland. Sie will nun auch Kunden aus weiteren Jurisdiktionen in Europa und Asien adressieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Ab sofort akzeptiere die Seba Bank institutionelle und private Anleger aus Deutschland, Österreich, Singapur, Hongkong, Grossbritannien, Italien, Frankreich, Portugal und den Niederlanden.

 
Erst vor einem Monat startete die Seba Bank offiziell mit ihrem Onboarding, wie die "NZZ" berichtete. Seither wirbt die Krypto-Bank um Kunden, die Vermögensverwaltung, Handel sowie Finanzierungen von und mit digitalen Werten beziehen möchten. 


(jor)
 

11.12.2019 - Trust Square zügelt an den Paradeplatz

Der Zürcher Blockchain-Hub Trust Square hat ab Januar 2020 einen neuen Standort, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Zentrum für die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung vertrauensbildender Technologien zieht von der Bahnhofstrasse in die Poststrasse – direkt an den Paradeplatz. Der neue Standort bietet Raum für mehr als 200 Arbeitsplätze, eine Event-Lokal für 170 Gäste und einen Lounge-Bereich.


Zum Start werden 20 Unternehmen aus den Bereichen Blockchain, Cyber Security, Internet of Things und künstliche Intelligenz die neuen Räumlichkeiten beziehen. Zukünftig will Trust Square gezielter Start-ups fördern, speziell im Bereich Business Acceleration.
Der neue Slogan "Beyond Technology" soll den offenen Dialog mit der Gesellschaft repräsentieren.

(sma)
 

6.12.2019 - EU-Länder bremsen Libra aus

Die Finanzminister der Europäischen Union wollen Kryptowährungen wie die geplante Facebook-Währung Libra vorerst nicht erlauben. Bevor eine Digitalwährung in Europa starten könne, sollten erst alle möglichen Risiken abgeklärt sein, berichtet "Spiegel Online". 

Ferner hätten die EU-Minister in Brüssel mitgeteilt, sie könnten sich EU-Vorschriften zur Regulierung von Stablecoins und anderer Kryptowährungen als Teil eines globalen Vorgehens vorstellen. Die EU-Kommission arbeite bereits an einer Regulierung. 

(jor)
 

5.12.2019 - Krypto-Lehrgang für Banker lanciert

Financialmedia und Bravis lancieren eine Weiterbildung für das Krypto-Banking. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, soll er Bank- und Finanzfachleute für die aufkommende Welt des Krypto-Bankings fit machen. Der Lehrgang bildet zum "Certified Crypto Finance Expert" (CCFE) aus.

Nebst Grundwissen zu Blockchain, Krypto-Assets, Tokenisierung sowie Handel und Verwahrung dieser digitalen Vermögenswerte behandle der Kurs auch die Themen Regulierung & Compliance. Die Weiterbildung werde durch Firmenbesuche und Sessions mit Experten aus der Schweizer Krypto-Szene abgerundet.

Der Kurs umfasst laut Mitteilung einen Kompetenzausweis gemäss den Standards der Berufszertifizierung "Kundenberater Bank" der Swiss Association for Quality (SAQ). Er könne deshalb als Rezertifizierung für jede SAQ-Grundzertifizierung angerechnet werden.

Die erste Durchführung startet am 11. März 2020 und kostet 1950 Franken pro Teilnehmer. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es unter www.ccfe.ch.

(osc)

2.12.2019 - Crypto Valley auf Blockchain-Mission in Mauritius

Eine Delegation aus dem Zuger Crypto Valley ist nach Mauritius gereist – mit dem Ziel, "Tech-Diplomatie" zu betreiben, wie die "Handelszeitung" berichtet. Offiziell sollte die Delegation, angeführt von der Swiss Blockchain Federation, die die Bande zwischen der Schweiz und dem aufstrebenden Finanzzentrum Mauritius stärken und Afrika mittels Technologie voranbringen. Investoren sprechen auch von Geschäftsmöglichkeiten, wie es im Bericht weiter heisst.

Angedacht sei unter anderem die Zusammenarbeit mit einer mauritianischen Universität. Das Aussendepartement habe vorderhand noch wenig damit zu tun, die Federführung liege eindeutig bei der Swiss Blockchain Federation und bei Crypto Valley Venture Capital (CV VC). Die Zuger Investmentgesellschaft bietet Start-ups Infrastruktur, Geld sowie Betreuung an – und bekommt im Gegenzug Aktienanteile an den Jungfirmen. Nun möchte CV VC auch in Mauritius einen Inkubator für afrikanische Start-ups ins Leben rufen. Dahinter steht die Hoffnung, dass eines dieser Start-ups dereinst durchstartet.

(jor)

29.11.2019 - Inacta bringt Krypto in den Möbelhandel

Inacta bringt seine Krypto-Bezahllösung "Inapay" in den Möbelhandel. Das Luzerner Unternehmen Möbel Schaller akzeptiere von seinen Kunden Bitcoin als Zahlungsmittel, heisst es in einer Mitteilung. Möbel Schaller akzeptiere Bitcoin für sein gesamtes Sortiment; sowohl direkt im Geschäft als auch per Online-Invoice.

"Mit Inapay ermöglichen wir nun auch der immer wachsenden Zielgruppe der Bitcoiner, bei uns qualitativ hochwertige Möbel zu kaufen", lässt sich Inhaber Matthias Schaller in der Mitteilung zitieren. Das Unternehmen trage dabei kein Währungsrisiko. "Wir erhalten umgehend Schweizerfranken auf unser Bankkonto", schreibt Schaller.

28.11.2019 - Bundesrat will Blockchain-Regeln erneuern

Der Bundesrat schlägt neue Regeln vor, um den Einsatz von Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien (DLT) in der Finanzbranche zu erleichtern. Die entsprechende Vorlage soll die Rechtssicherheit erhöhen, Hürden für Anwendungen beseitigen und die Missbrauchsrisiken begrenzen, wie der Bundesrat mitteilt. 

Der Vorschlag sieht vor, neun Bundesgesetze punktuell anzupassen – sowohl im Zivilrecht als auch im Finanzmarktrecht. Das Parlament wird die Vorlage voraussichtlich Anfang 2020 erstmals diskutieren. 

Krypto-Branche begrüsst den Vorschlag

Der Interessenverband Swiss Blockchain Federation begrüsst den vom Bundesrat verabschiedeten Entwurf. Er trage dazu bei, vorteilhafte Rahmenbedingungen für Anwendungen der Technik verteilter elektronischer Register zu schaffen, heisst es in einer Mitteilung. 

Neu an der Vorlage sei die Erstreckung der Fintech-Lizenz auf Verwahrer von kryptobasierten Vermögenswerten. Damit unterstünde die Verwahrung von Kryptowerten nun einer direkten staatlichen Aufsicht. Dies trage den Risiken dieser Geschäftsmodelle Rechnung und entspreche dem Bedürfnis nach starkem Kundenschutz, teilt der Interessenverband weiter mit. 
(jor)

21.11.2019 - Onecoin-Betrug: Anleger verlieren mehr als 4 Milliarden US-Dollar

Die Kryptowährung Onecoin war ein einziger Betrug. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, haben hunderttausende Investoren insgesamt wohl mehr als 4 Milliarden US-Dollar verloren. Die Währung wurde von Ruja Ignatova erfunden und als "Bitcoin-Killer" beworben. Doch anders als Bitcoin war Onecoin nie eine
Kryptowährung, sondern ein Schneeballsystem, bei welchem lediglich die ersten Investoren Geld verdienten. Wo das investierte Geld jetzt ist, sei unklar, schreibt die "FAZ", und auch nach Ruja Ignatova sucht das FBI seit Herbst 2017 bislang erfolglos.

(rja)

20.11.2019 - Swisscom führt Wertpapiertransaktion mit Tokens durch

Swisscom, Deutsche Börse und weitere Unternehmen haben eine Wertpapiertransaktion mit Tokens durchgeführt. Laut Mitteilung handelte es sich bei der Transaktion um eine Machbarkeitsstudie; anhand von rechtlich verbindlichen Transaktionen sei aufgezeigt worden, wie eine unmittelbare Wertpapierabwicklung von Aktien von KMUs künftig aussehen könnte.

Tokenisierte Wertpapiere gegen tokenisierte Franken
Für die Studie seien das Aktienregister eines realen Schweizer Unternehmens mit Hilfe des Schweizer Start-ups Daura digitalisiert und die Aktien tokenisiert worden. Ausserdem hätten die beteiligten Banken Geld in Form von Cash-Tokens verfügbar gemacht. Dazu habe die Deutsche Börse über ihre Tochtergesellschaft Eurex Clearing die Cash-Tokens in Schweizer Franken ausgegeben. Die Einzahlungen der beteiligten Banken wurden auf dem Zentralbankkonto von Eurex Clearing bei der Schweizerischen Nationalbank hinterlegt, wie es weiter heisst. 

Bei den folgenden Wertpapiertransaktionen hätten die Banken als Gegenparteien agiert und Wertpapier-Token gegen Cash-Token mittels Distributed Ledger Technologie (DLT) ausgetauscht. Durch einen speziellen Prozess, das "cross-chain-secure-settlement", stellten die Beteiligten sicher, dass keine der Parteien bei der Abwicklung in Vorleistung treten musste, wie Swisscom schreibt.

"Mit DLT hat die Finanzdienstleistungsbranche das Potential, ein neues Niveau an Geschwindigkeit und Effizienz zu erreichen", lässt sich Johs Höhener, Head Fintech bei Swisscom zitieren. "Um die führende Position der Schweiz in Bezug auf Digital Assets wahren zu können, bedarf es Kooperationen und neuer Plattformen. Diese Machbarkeitsstudie ist ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Innovationskraft über Firmengrenzen hinweg."

Peter Schnürer, CEO von Daura, schreibt: "Die grössten Gewinner eines funktionierenden Digital Asset-Ökosystems sind am Ende die Anleger und Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen."

Auch Fluggesellschaften entdecken die Blockchain für sich, und China will seine Yuan digitalisieren: Mehr zum Thema Blockchain erfahren Sie im Krypto-Corner. 

(kfi)

19.11.2019 - Utrust verkauft Flüge gegen Kryptogeld

Das Zuger Krypto-Start-up Utrust hat eine Partnerschaft mit Alternative Airlines vereinbart. Kunden des britischen Flugticket-Brokers sollen nun auch in Form von Kryptowährungen bezahlen können. Akzeptiert würden die gängigen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, DASH, DigiByte sowie Utrusts hauseigene Kryptowährung UTK, wie das Unternehmen mitteilt.
Utrust wurde gemäss dem Zuger Handelsregister 2017 gegründet. Die Firma versteht sich als Finanzintermediär und verfolgt laut eigenen Angaben das Ziel, die Verbreitung von Kryptowährungen voranzutreiben. Alternative Airlines sitzt südlich von London, in der Nähe des Flughafens Gatwick. Das Unternehmen bietet Online-Flugtickets von über 600 Fluggesellschaften an, wie es auf der Unternehmenswebsite heisst. 

(jor)
 

14.11.2019 - China will Yuan durch Kryptowährung ersetzen

China soll schon bald eine staatliche Kryptowährung erhalten. Wie "finanzen.net" unter Berufung auf Präsentationen einer Branchenkonferenz schreibt, soll sie "Digitial Currency Electronic Payment" (DCEP) heissen und dereinst den Yuan ablösen. Die Zentralbank der Volksrepublik China wolle die Kryptowährung zunächst an Geschäftsbanken abgeben, die sie dann an die Bürger weiterreichen sollen, heisst es weiter. Die Krypto-Offensive sei vermutlich eine Antwort auf die im Sommer vorgestellte Facebook-Währung Libra, die in China keinen Anklang finde. Wann genau DCEP eingeführt werden soll, gab die Chinesische Volksbank nicht bekannt. 

(rja)

13.11.2019 - Bank Seba eröffnet Konten für Schweizer Blockchain-Unternehmen

Die Schweizer Bank Seba startet das operative Geschäft. Nachdem das Unternehmen im August eine Banklizenz von der Finma erhielt, können Schweizer Kunden nun digitale Assets und traditionelle Anlagen bei Seba hinterlegen. Das Angebot richtet sich laut Seba an Banken, Vermögensverwalter, Pensionskassen, Unternehmen und professionelle Privatinvestoren.

Weiter biete Seba ein limitiertes Angebot speziell für Schweizer Blockchain-Firmen und deren Mitarbeitende an. Besagten Firmen ermögliche die Kryptobank das Eröffnen eines Firmenkontos. Eine Angelegenheit, die für Blockchain-Unternehmen bisher in der Schweiz schwierig war und sie daher häufig nach Liechtenstein trieb.    

Auch die Tokenisierung von Anlageprodukten, realen Werten, Rechten und Primärfinanzierungen gehören laut Seba zum Angebot. Ab Dezember will die Bank auch Konten für Kunden aus dem Ausland verwalten. 

(lha)

 

12.11.2019 - Worldline und Bitcoin Suisse wollen Krypto an der Kasse

Der Zahlungsdienstleister Worldline und Bitcoin Suisse haben eine Partnerschaft geschlossen. Das Ziel: Die Akzeptanz von Zahlungen mit Kryptowährungen am Point of Sale und im Onlinehandel stärken. Die beiden Unternehmen wollen Schweizer Händlern und Konsumenten Dienstleistungen für die Zahlung mit Kryptowährungen in Geschäften und Onlineshops anbieten, heisst es in einer Mitteilung.

Die Zusammenarbeit basiere auf der Zahlungsinfrastruktur von Six Payment Services in der Schweiz. Bitcoin Suisse fungiere als Zahlungsabwickler und steuere Expertise im Umgang mit Kryptowährungen bei. Konkret soll das Zahlungs-System von Worldline durch die Möglichkeit der Bezahlung mit Kryptowährungen ergänzt werden. "Dank der Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse werden die Händler von einem vollständig neuen Angebot ohne jedes Währungsrisiko profitieren können", verspricht Marc Schluep, CEO von Worldline in der Schweiz.

8.11.2019 - Ueli Maurer kommen Zweifel an Libra

Die Unterstützung für Facebooks Kryptowährung Libra bröckelt - auch in der Schweiz. "Facebook-Währung ist in der Schweiz nicht mehr willkommen", schreibt "SRF.ch". Die anfängliche Euphorie in Wirtschafts- und Politkreisen sei Skepsis gewichen. Auch im Bundesrat drehe der Wind. In einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" habe sich Bundespräsident und Finanzminister Ueli Maurer kritisch über das Libra-Projekt geäussert. "In seiner ursprünglichen Form stösst Libra international auf zu viel politischen Widerstand", wird Maurer zitiert.

Noch schärfer urteilt laut SRF Maurers Parteigspänli Thomas Matter. Der SVP-Banker sieht in Libra eine Gefahr für den Schweizer Franken. Der Grund: Libra sei mit herkömmlichen Währungen hinterlegt und könne deshalb den Franken unter Aufwertungsdruck setzen. Der für 2020 geplante Start der Kryptowährung sei im aktuellen politischen Klima fraglich, so das SRF-Fazit.

28.10.2019 - China verabschiedet Blockchain-Gesetz

Das chinesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Weg für eine neue Kryptowährung freimachen soll. Das Gesetz werde per 1. Januar in Kraft treten, berichtet das Börsenportal "Cash" unter Berufung auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. 

Chinas Digitalgeld stehe kurz vor seiner Premiere, schreibt „Cash“ weiter. Mit der neuen Kryptowährung verfolge die chinesische Regierung ähnliche Pläne wie Facebook mit Libra. 

Die chinesische Notenbank PBOC möchte die neue Währung unter anderem über Zahlungsplattformen des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba sowie des ebenfalls einheimischen Internetgiganten Tencent verbreiten.

(jor)

16:07 Uhr

25.10.2019 - Razzia beim Ex-CEO von Envion

Das gestrauchelte Krypto-Start-up Envion macht weiter von sich reden. Wie "Gruenderszene.de" schreibt, liess die Berliner Staatsanwaltschaft die Räume des ehemaligen Envion-CEOs Matthias Woestmann und die Kanzlei seines Beraters Thomas van Aubel durchsuchen. Es seien Beweismittel gesichert worden. Konkreter habe sich die Behörde aber nicht geäussert.

Hintergrund der Durchsuchung sei ein Ermittlungsverfahren gegen Woestmann und van Aubel. Das Envion-Gründerteam um Michael Luckow habe Strafanzeige gegen die beiden gestellt. Sie beschuldigten sie, eine illegale Kapitalerhöhung durchgeführt und den Gründern ihr Unternehmen entrissen zu haben. In einer im Auftrag der Gründer versendeten Mitteilung bezeichneten sie Woestmann und van Aubel als "Firmenräuber".

Das in Zug ansässige Blockchain-Unternehmen Envion soll seine Anleger betrogen haben. Auf dem Spiel stehen 100 Millionen US-Dollar. Das Geld sammelte die Firma im Januar 2018 im Rahmen eines ICO ein, wie Sie hier lesen können.

20.09.2019 - Samsung bringt die Blockchain aufs Galaxy Note 10

Besitzer eines Samsung Galaxy Note 10 können künftig via Smartphone mit Kryptowährungen handeln. Möglich mache es die kostenlose Anwendung "Samsung Blockchain Keystore". In dieser könnten Nutzer ausserdem ihre privaten Informationen einfach verwalten. Wie Samsung schreibt, ist der Blockchain Keystore durch die hauseigene Sicherheitslösung Knox geschützt. Des Weitern würden die im Blockchain Keystore hinterlegten Daten nie in einer externen Cloud gespeichert. Auch das Android-Betriebssystem des Geräts könne sie nicht lesen. Laut Samsung kann der Blockchain Keystore alternativ als Cold Wallet genutzt werden.    

18.10.2019 - UBS bietet Zugang zu Blockchain-Handelsplattform

UBS bietet seinen Firmenkunden nun Zugang zur Blockchain-basierten Handelsplattform we-trade. Dort sei es möglich, Handelsgeschäfte digital abzuwickeln, abzusichern und zu finanzieren, teilt das Börsenportal "Cash" mit. Hinter we.trade steht ein internationales Banken-Konsortium, zu dem ausser der UBS 13 weitere europäische Banken gehören. Das Konsortium will sein Netzwerk in den kommenden Monaten um weitere Banken erweitern und ausserhalb Europas expandieren. 

Die UBS will mit dem Zugang zu we.trade insbesondere KMUs ansprechen, für die internationale Handelsgeschäfte einen hohen administrativen Aufwand darstellen, wie "Finews" berichtet. Der Prozess sei via we.trade deutlich günstiger, teilte die UBS bereits im vergangenen Jahr gegenüber „Finews“ mit. Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten künftig wegfallen, habe es damals geheissen. 

(jor)
 

16.10.

Energie Wasser Bern (EWB) und Postfinance haben ein Blockchain-Start-up für die Strombranche gegründet. "Ormera" biete eine Plattform für Energieversorger, Dienstleister, Hauseigentümer und Liegenschaftsverwaltungen, welche die Verrechnung von selbstproduzierter Energie automatisch für sie abwickle, heisst es in einer Mitteilung. Sie verknüpfe intelligente Stromzähler mit der Blockchain.

Mit der Lösung wollen die beiden Unternehmen dem Trend Rechnung tragen, dass immer mehr Strom in dezentralen Produktionsanlagen erzeugt und direkt vor Ort verbraucht wird. Die Plattform erleichtere es beispielsweise Besitzern von Solaranlagen, den selbst produzierten Strom direkt an die Bewohner einer Liegenschaft zu verkaufen.

Die Blockchain werde benötigt, um die Stromproduktions- und Verbrauchsdaten zu speichern, für die automatische Abrechnung aufzubereiten sowie zur Verrechnung zu nutzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Partner sind die Energiedienstleister Eniwa, Società Elettrica Sopracenerina und IB Langenthal sowie ABB mit an Bord.

EWB und Postfinance arbeiten seit 2018 an dem Projekt. Erfahren Sie hier, was es dabei für Herausforderungen gab.

(osc)

Libra startet offiziell und bestimmt Vorstand

Die Libra Association ist offiziell gestartet. Die in Genf ansässige, von Facebook gegründete Stiftung, hat ihre Struktur bestimmt und ihren Vorstand ernannt. Die Mitglieder unterzeichneten eine Charta, welche die Zusammenarbeit im Verein regeln soll. Libra gab denn auch seine 21 Gründungsmitglieder bekannt, darunter Unternehmen wie Spotify oder Uber, wie die "NZZ" berichtet. 

Der Vorstand besteht aus fünf Personen. Eine Schlüsselrolle dürfte wohl David Marcus zukommen, schreibt die "NZZ" weiter. Der ehemalige Paypal-Chef fungiert derzeit als Leiter des Libra-Projekts bei Facebook. Weitere Mitglieder des Vorstands sind gemäss "Handelsblatt": Vertreter des Zahlungsdienstleisters PayU, der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz, der Blockchain-Firma Xapo Holdings und der gemeinnützigen Organisation Kiva Microfunds. Kommissarischer Leiter der Association sei der ehemalige Paypal-Manager Bertrand Perez, der früher eng mit Marcus zusammenarbeitete.


Regulierer und Politiker aus den USA und Europa hatten das Libra-Projekt scharf kritisiert. Sie warnen davor, dass die Libra Association in die globale Geldpolitik eingreifen könnte und sensible Daten seiner Nutzer nicht ausreichend schützt, wie das „Handelsblatt“ weiter schreibt. 

(jor)
 

Facebook verliert weitere Libra-Partner

Eine weitere Schlappe für die von Facebook geplante Kryptowährung Libra: Nachdem der Bezahldienst Paypal seinen Rückzug aus dem Projekt angekündigt hat, verlassen nun weitere Unternehmen das Libra-Aufsichtsgremium. Die beiden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, der Onlinehändler Ebay und der US-Bezahldienstleister Stripe steigen aus dem Gremium aus, wie das Börsenportal "Cash" berichtet. 

Grund seien Bedenken wegen des regulatorischen Widerstands. Politiker und Zentralbanken befürchteten, dass Facebooks Digitalwährung in die Hoheit von Notenbanken eingreifen könnte, was der Social-Media-Konzern bestreitet. Facebook betont: Libra gebe kein neues Geld aus – dies bleibe den Staaten vorbehalten. 

Doch die Aufseher befürchten, dass Libra angesichts der enormen Zahl an Facebook-Nutzern zu Verwerfungen auf den Geldmärkten führen könnte. Als mögliche Gefahren bei der Einführung von Kryptowährungen wie Libra gelten gemäss "Cash" Lücken im Datenschutz, mangelnder Investorenschutz, Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll am 23. Oktober vor dem US-Repräsentantenhaus zur geplanten Einführung der Digitalwährung aussagen.

(jor)
 

Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht warnt vor Schweizer Kryptobörse

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat auf ihrer Website darauf hingewiesen, dass die Kryptobörse Smart Valor AG mit Sitz in Vaduz über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung der FMA verfüge. Das Fintech-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Cryptovalley in Zug hat, sei demnach "nicht berechtigt, bewilligungspflichtige Finanzdienstleistungen zu erbringen". Entgegen der Angabe auf der Website von Smart Valor sei das Unternehmen keine "Licensed Exchange". 

Die FMA "empfiehlt daher dringend, bewilligungspflichtige Finanzgeschäfte nur durch Finanzinstitute ausführen zu lassen, die von der FMA oder anderen Aufsichtsbehörden zugelassen sind". Sämtliche in Liechtenstein bewilligten Finanzdienstleister sind im offiziellen Register der FMA aufgeführt. 

Das Start-up Smart Valor um die umtriebige Gründerin und CEO Olga Feldmeier startete den Betrieb offiziell diesen Sommer und behauptete in einem Communiqué zum Launch, dass die Liechtensteiner Niederlassung von den lokalen Behörden die Bewilligung erhalten habe, eine Kryptobörse zu betreiben. Dem widerspricht die FMA nun offiziell.

(mla)

Die Blockchain rutscht ins "Tal der Enttäuschungen"

Die Blockchain-Revolution lässt auf sich warten. Gemäss dem neuen Hype-Cycle von Gartner rutscht die Blockchain geradewegs ins "Tal der Enttäuschungen". Das heisst, der "Gipfel der überhöhten Erwartungen" ist erreicht, sprich: der Hype ist vorbei. Und die bisherigen Anwendungen führten nicht zu den gewünschten Ergebnissen, wie der Marktforscher mitteilt. "Die meisten unternehmerischen Blockchain-Projekte sind im experimentellen Stadium steckengeblieben", lässt sich Gartner-Analyst Avivah Litan zitieren. 

Erst 2021 soll es wieder bergauf gehen, wenn die Technologie Fortschritte macht und die ersten sinnvollen Use Cases ausgerollt werden. Doch die vielversprochene "Business-Revolution" lässt noch länger auf sich warten. Die Blockchain könnte ihr disruptives Potenzial frühestens 2028 entfalten, schätzt Gartner. 
 

(Source: Gartner)
(Source: Gartner)

(jor)

07.10.2019 - Paypal steigt aus Libra-Projekt aus

Libra, die geplante Kryptowährung des sozialen Netzwerks Facebook, verliert einen namhaften Partner. Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf Unternehmensmitteilungen berichtet, beendet Paypal seine Beteiligung am Projekt. Man wolle sich auf die bisherigen Aufgaben und geschäftlichen Prioritäten fokussieren, begründete der Zahlungsdienstleister seinen Schritt und fügte an, man werde Libra trotz des Ausstieges weiter unterstützend begleiten. Wie "Spiegel Online" weiter berichtet, überdenken auch andere Libra-Partner ihr Engagement, darunter Visa, Mastercard oder Stripe. Grund für die Skepsis dürfte der politische Widerstand sein, der Libra von diversen Seiten entgegenschlägt. Was Libra für die Finanzbranche, die Krypto-Community und die Schweiz bedeutet, verrät Georges Grivas, Dozent und Studienleiter des CAS Blockchain an der Hochschule Luzern im Interview.

(rja)

 

11:12 Uhr

Das Liechtensteiner Blockchain-Gesetz ist Tatsache. Wie "Money Today" berichtet, stimmte der Landtag des Fürstentums dem sogenannten Token- und VT-Dienstleister-Gesetz (TVTG) am Donnerstag in zweiter Lesung zu. "VT" stehe für "auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme" - eine breite Formulierung für Blockchain-Netzwerke.

Mit dem Gesetz sollen die rechtlichen Grundlagen für die Token-Ökonomie sowie für VT-Systeme und VT-Dienstleister geschaffen werden. Es soll Rechtssicherheit für die Krypto-Branche schaffen. Besonders im Fokus stehen dabei Dienstleistungen auf dem Finanzmarkt. Der Landtag habe das Gesetz ohne Gegenstimme verabschiedet. Es soll voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft treten.

(osc)

11:24 Uhr

Die Bank Vontobel hat ein strukturiertes Produkt zum Handel auf der Blockchain lanciert. Es handelt sich um ein Tracker-Zertifikat, das in einem Smart Contract abgebildet wird, wie die Zürcher Privatbank mitteilt. Mit diesem Schritt reagiere Vontobel auf das "Marktbedürfnis, traditionelle Finanzprodukte auf der Blockchain zur Verfügung zu stellen."

Vontobels "Asset Token" basiert gemäss dem Börsen-Onlineportal "Cash" auf der Blockchain der Zuger Ethereum-Stiftung. Privatkunden könnten das Produkt über ihre Hausbank beziehen. Diese bestimmt schliesslich, welche Kosten beim Kunden anfallen, wie Marco Hegglin, Leiter Business Management bei Vontobel, gegenüber "Cash" sagte.

(jor)

10:34 Uhr

Der Bitcoin verbraucht viel Energie und ist damit auch für CO2-Emissionen verantwortlich. Forscher der ETH Lausanne arbeiten deshalb an einer Alternative, wie die "Werbewoche" berichtet. Ein Forschungsteam um Rachid Guerraoui schlage einen neuen Ansatz als Ersatz für das gebräuchliche Mining der Kryptowährung vor, der weniger Energie verbrauche.

"Wenn es nur um die Frage geht, ob Person A eine Bitcoin-Einheit an Person B überweisen darf, oder ob sie diese Einheit schon Person C, D und E gegeben hat, braucht man keine zentrale Autorität, die das komplette Netzwerk kontrolliert", zitiert die Werbewoche Guerraoui. Anstatt alle Akteure unter Generalverdacht zu stellen, setze der an der ETH Lausanne entwickelte Algorithmus namens "Byzantine Reliable Broadcast" auf die Unschuldsvermutung.

Die Idee dahinter: Die Sicherheit des Netzwerks lasse sich durch Kommunikation zwischen den Beteiligten sicherstellen. Anstatt sich als zentraler Kontrolleur mit allen zu verbinden, reiche der Austausch mit einer Stichprobe anderer Netzwerk-Teilnehmer. Der Energieverbrauch bei dieser Herangehensweise entspreche wenigen Gramm CO2. Zum Vergleich: Bei einer klassischen Bitcoin-Transaktion würden 300 Kilogramm CO2 produziert.

Was die Sicherheit der Transaktionen anbelangt, stehe das neue System dem klassischen Mining in nichts nach, schreibt die Werbewoche weiter. Allerdings sei es nicht für alle Anwendungen geeignet. So seien Transaktionen, wie es sie für Smart Contracts braucht, nicht möglich. Vergleichsweise einfache Use Cases wie etwa ein Bezahlsystem für Bike-Sharing-Angebote seien aber im Bereich des Möglichen. Guerraoui und seine Mitstreiter wollten den "Byzantine Reliable Broadcast" bis Ende 2020 als Open-Source-Code veröffentlichen.

(osc)

14:01 Uhr

Die Bürger Schaffhausens können im Rahmen eines Pilotprojekts den Betreibungsregisterauszug nun als PDF via Smartphone bestellen - auf Blockchain-Basis. Möglich macht dies laut einer Mitteilung die "eID+"-App des Start-ups Procivis auf Grundlage der Blockchain-Infrastruktur von Swisscom und der Schweizerischen Post.

Nach dem Download der App und der persönlichen Identifikation bei der Gemeinde, erhalten Nutzer Zugang zu Verwaltungsdiensten, beispielsweise denjenigen des Einwohneramtes. Um das Behörden-Zertifikat digital und fälschungssicher zu erstellen, komme eine Private-Blockchain-Infrastruktur – die sogenannte "Consensus as a Service"-Infrastruktur – zum Einsatz. Diese funktioniere wie ein digitales Geschäftsbuch: Die Transaktionen sind für alle Partner unter Wahrung der Vertraulichkeit in Echtzeit einseh- und überprüfbar. Die Daten blieben vollständig in der Schweiz, versprechen die Entwickler.

(osc)

14:27 Uhr

Die HSG will mit einer Blockchain-Lösung die Echtheit von Abschlüssen überprüfen. Die Universität reagiere damit auf die Zunahme gefälschter Zeugnisse in den vergangenen Jahren, sagte CIO Harald Rotter in einem Interview mit "CNN Money Switzerland". Ein entsprechendes Pilotprojekt soll die Überprüfung der Echtheit von Diplomen stark beschleunigen. Ein Vorgang, der zuvor mit einigem administrativem Aufwand verbunden war und mehrere Tage in Anspruch nahm. Die Umsetzung des Projekts geschieht in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Start-up Blockfactory.

Harald Rotter ist seit Oktober 2017 Herr über die IT an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht er über die ­Herausforderungen der ersten Monate, die Digitalisierung der Hochschulen und darüber, warum er als CIO manchmal hartnäckig sein muss.

(osc)

20.09.2019 - Österreicher sind gegenüber Kryptowährungen am kritischsten

Die meisten Konsumenten haben noch kein vertieftes Wissen über Kryptowährungen, sind den neuen Zahlungsmethoden gegenüber aber positiv eingestellt. Zu diesem Schluss kommt der niederländische Finanzdienstleister ING in einer Studie. Gemäss Umfrage sind die türkischen Konsumenten die grössten Krypto-Fans. 62 Prozent gaben an, dass sie an die Zukunftsfähigkeit von Kryptowährungen glauben. Mit 44 Prozent landet Rumänien hier auf Platz zwei. Dahinter folgt Polen mit 43 Prozent. Das Schlusslicht bildet Österreich. Hier glauben nur 13 Prozent, dass Kryptowährungen sich als Zahlungsmittel durchsetzen werden. Zur Schweiz macht ING keine Angaben.

Source: ING

Laut ING zeigten sich Personen, die ein weniger breites Wissen über Bitcoin und Co. hatten, positiver eingestellt, was die Zukunft von Kryptowährungen angeht, als jene mit vertieftem Wissen. Die meisten Studienteilnehmer (33 Prozent) informieren sich über die Nachrichten oder via Onlinerecherche über Kryptowährungen. 13 Prozent gaben an, ihr Krypto-Wissen von Social-Media-Plattformen zu beziehen. 12 Prozent wissen dank Familie und Freunden Bescheid und 8 Prozent gaben an, nicht zu wissen, wo sie ihre Infos über Kryptowährungen her haben.

Auf die Frage, ob Banken Konten für Kryptowährungen wie Bitcoin anbieten sollten, antworteten 40 Prozent der Teilnehmer mit Nein. 27 Prozent sprachen sich für Krypto-Konten aus und 33 Prozent waren unentschlossen. Ausserdem sprachen sich die meisten Konsumenten für die Existenz von Bargeld aus. 54 Prozent würden es bevorzugen, wenn Bargeld auch zukünftig existieren würde. 22 Prozent hingegen wären froh, wenn es nur noch bargeldlose Zahlungsmethoden gäbe. Die restlichen 24 Prozent enthielten sich.

(lha)      

17.09.2019 - Facebook wehrt sich gegen Kritik an Libra

Facebook hat sich zur Kritik an seiner Digitalwährung geäussert. Libra greife nicht in die Hoheit der Notenbanken ein, sagte David Marcus. Das soziale Netzwerk könne die Geldmenge nicht einfach erhöhen, so wie es die Notenbanken tun. Libra sei zudem mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen gedeckt, schreibt derstandard.at.

Marcus betonte, dass er die Verwaltung der Digitalwährung der in der Schweiz ansässigen Libra Association überlassen wolle. Da die Schweizer Finanzmarktaufsicht Libra reguliere, seien die Hürden für eine regulatorische Zulassung hoch, sagte Marcus.

(mur)

11.09.2019 - USA empfiehlt strenge Regulierung von Krypto-Währungen

Die Skepsis rund um die Regulierung von Krypto-Währungen wie Libra besteht nach wie vor. An einer Medienkonferenz der US-Botschaft in Bern äusserte sich die oberste Verantwortliche für Terror und Finanzaufklärung zu dem Thema, wie das SRF berichtet. Die Schweiz bewerbe sich als innovativer Platz im Finanzbereich, so Sigal Mandelker. Daher liege es auch in ihrem Interesse, strenge Regulierungen zur Vermeidung von Risiken wie Geldwäscherei einzuführen.

Sigal Mandelker
Bild: Screenshot von srf.ch


Die Vertreter der USA betonten, dass Facebook ein US-Konzern sei. Libra unterstehe somit nicht nur dem schweizerischen, sondern auch dem US-Recht. Daher müssten die Regulierungen für Krypto-Währungen diesen Umstand widerspiegeln.

Die Schweizer Regierung sehe den Libra-Standort Genf als positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort. Im Parlament äusserten sich vor allem linke Ratsmitglieder kritisch zu Libra, während die Ratsrechten die Entwicklung befürworteten.

(cwa)

27.08.2019 - US-Delegation besucht Bern, Libra-Skepsis bleibt

Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses haben am Freitag das Bundeshaus besucht, um mehr über Libra zu erfahren. Die Demokratin Maxine Waters führte die US-Delegation an. Sie sprach mit Vertretern des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma sowie mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Offenbar gelang es der Schweizer Seite nicht, die Skepsis der USA gegenüber Libra abzubauen. "Ich bin immer noch besorgt darüber, einem grossen Tech-Unternehmen zu erlauben, eine alternative und privat kontrollierte globale Währung zu schaffen", schreibt Maxine Waters auf financialservices.house.gov.

Der Bundesrat ist Libra gegenüber grundsätzlich offen. Er reagierte am 21. August auf eine Interpellation der SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo. Sie fragte, welche Bewilligungen die Libra Association braucht. Der Bundesrat verwies auf das Bankengesetz, das Finanzmarktinfrastrukturgesetz, das Geldwäschereigesetz und das Bundesgesetz über den Datenschutz. Noch sei aber nicht klar, welche Tätigkeiten Libra in der Schweiz ausüben wolle. Die Finma werde darüber entscheiden, sobald ein Gesuch vorliege. Der Bundesrat sagte zudem, dass es für Libra keine Revision der rechtlichen Leitplanken brauche.

(mur)

26.08.2019 - Finma lizenziert erstmals Schweizer Krypto-Banken

In der Schweiz gibt es neu zwei lizenzierte Krypto-Banken: Seba Crypto und Sygnum. Die Finma hat ihnen eine Bewilligung erteilt. Sie dürfen jetzt Finanzdienstleistungen rund um Kryptowährungen und digitale Assets starten, wie finews.ch schreibt.

Screenshot von seba.swiss

Bild: Screenshot von seba.swiss

Seba will Firmen in der Blockchain-Branche nicht nur Konten anbieten, sondern auch die Aufbewahrung von Kryptowährungen und deren Handel ermöglichen. Die Bank will zudem Kreditgeschäfte mit digitalen Vermögenswerten in ihr Angebot aufnehmen.

Bild: Screenshot von sygnum.com

Bild: Screenshot von sygnum.com

Sygnum hat ähnliche Pläne. Die Bank unterhält Partnerschaften mit Swisscom und der Deutschen Börse und will neue Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte lancieren.

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24.08.2019 - Das Interesse an der Blockchain-Branche steigt

Die Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. kämpft gemäss Swissinfo mit der verstärkten Regulierung des Bankensystems und dem erhöhten Margendruck. Laut CEO Stephan Zwahlen sucht das Unternehmen darum alternative Einkommensquellen - unter anderem in der Blockchain-Branche. Als die Öffentlichkeit von diesem Vorhaben erfahren habe, sei die Bank mit Anfragen überhäuft worden, so Zwahlen.

"Plötzlich wollten 400 Leute mit uns reden", sagte Zwahlen gegenüber Swissinfo. "Und es waren genau die Leute, um deren Aufmerksamkeit wir seit 10 Jahren kämpften, mit traditionellen Private-Banking-Angeboten." Die Interessenten seien typischerweise zwischen 30 und 40 Jahre alt, sehr gut gebildet und hätten eine unternehmerische Denkweise. Auch die Falcon Private Bank, Vontobel, Julius Bär, Zarattini, Swissquote und die Hypothekarbank Lenzburg buhlen vermehrt um Kunden aus der Blockchain-Branche.

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23.08.2019 - 10 Jahre Bitcoin im Zeitraffer

So entwickelte sich der Bitcoin-Kurs in den letzten zehn Jahren:

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22.08.2019 - EDÖB wartet auf Infos zu Libra

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat mit der Libra Association vereinbart, bis Ende August mehr Informationen zum geplanten Stablecoin von Facebook zu erhalten. Die Association habe versprochen, diese zu liefern, schreibt Inside-IT unter Berufung auf eine Sprecherin des EDÖB. Die Libra Association hat ihren Geschäftssitz in Genf. Sie will einen Stablecoin herausbringen, der an einen Korb von Währungen gebunden ist. Mehr über Libra erfahren Sie in diesem Artikel.

Facebook musste im Juli vor dem US-Kongress zu Libra aussagen. Der Konzern werde für die Einführung der Währung mit den Behörden und der Finma zusammenarbeiten, versprach Facebook damals. EDÖB Adrian Lobsiger hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch keine solche Anfrage erhalten, wie Sie in diesem Artikel lesen können.

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21.08.2019 - So klappt es mit dem Firmenkonto für Blockchain-Unternehmen

Die Schweizerische Bankiervereinigung veröffentlichte im September 2018 einen Leitfaden, der Banken helfen soll, Firmenkonten für Kryptofirmen zu eröffnen. Mehr dazu können sie hier lesen. Nun hat der Verband die Publikation aktualisiert. Die Crypto Valley Association habe zur Weiterentwicklung des Leitfadens beigetragen und unterstütze dessen Umsetzung in der Praxis, schreibt die Bankiervereinigung in einer Mitteilung.

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen. Der Verband will ihn in den nächsten Wochen auch in italienischer, französischer und englischer Sprache veröffentlichen.

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20.08.2019 - Binance will mehr Stablecoins

Binance hat das Projekt "Venus" angekündigt, um die Entwicklung von Stablecoins zu vereinfachen. Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Preis zum Beispiel an den Euro oder den US-Dollar gekoppelt ist. Venus basiert auf Binance Chain, einer öffentlichen Blockchain, die Binance im April startete. Das Projekt soll es Firmen ermöglichen, lokale Stablecoins und Anlagen, die an nationale Währungen gebunden sind, zu entwickeln.

Ist Venus eine Konkurrenz zu Facebooks Libra? Nein, sagt Changpeng Zhao, Gründer und CEO von Binance, auf Twitter. "Gerne beide gleichzeitig. Das Projekt sollte Libra sogar helfen, wenn man darüber nachdenkt. Dabei möchte ich es bewenden lassen."

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19.08.2019 - Wer ist Satoshi Nakamoto?

Die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto ist nach wie vor unbekannt. Laut einer Mitteilung der Agentur Ivy McLemore & Associates wird sich das bald ändern. Satoshi werde seine Identität in drei Blogartikeln enthüllen, und der erste ist bereits online.

Der Artikel ist in der Krypto-Community auf grosse Skepsis gestossen. Dass Satoshi seine Identität über eine PR-Agentur aufdeckt, scheint äusserst unwahrscheinlich. Stattdessen könnte er einfach eine Message auf der Bitcoin-Blockchain mit dem Genesis Key verifizieren, schreibt etwa Litecoin-Erfinder Charlie Lee auf Twitter.

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16.08.2019 - Chinas Kryptowährung

Die Chinesische Volksbank steht laut Bloomberg kurz davor, eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Angekündigt habe das Mu Changchun, der stellvertretende Direktor der Abteilung für Zahlungsverkehr. Wann es so weit sein wird, verriet Changchun nicht.

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15.08.2019 - Six verliert Chef seiner Kryptobörse

Martin Halblaub wollte bei Six als CEO die Kryptobörse SDX lancieren. Der Plan ist schiefgegangen. Halblaub wird das Unternehmen Ende August verlassen - nach nur 8 Monaten im Amt. Die Hintergründe zum Abgang lesen Sie in diesem Artikel.

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14.08.2019 - Samsung integriert Bitcoin in SDK

Samsung hat es für Entwickler vereinfacht, Bitcoin in seine Smartphones zu integrieren. Der südkoreanische Konzern ergänzte seinen "Blockchain Keystore" um Unterstützung für Bitcoin. So können Android-Anwendungen besser mit dem Keystore kommunizieren, den Samsung auf den Geräten Galaxy S10e, S10, S10+, S10 5G, Note10 und Note10+ einsetzt.

Quelle: Screenshot von developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Quelle: https://developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Der Samsung Blockchain SDK unterstützte bisher nur Ethereum und Klaytn. Er funktioniert in Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Spanien, Südkorea, den USA - und der Schweiz. Mehr über den Blockchain Keystore SDK erfahren Sie auf dieser Website von Samsung.

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13.08.2019 - IBM tüftelt an Blockchain-Browser

IBM hat ein neues Patent eingereicht. Es sieht laut coindesk.com vor, Webbrowser-Daten wie Bookmarks, Standortinfos und die Historie besuchter Websites in der Blockchain zu speichern. Unklar ist, wie IBM dabei die Privatsphäre der Nutzer schützen will.

Auch andere Firmen kombinieren die Distributed-Ledger-Technologie mit einem Webbrowser. Zum Beispiel das norwegische Unternehmen Opera, das in seinem Browser Opera Touch für Apples iOS eine Wallet für Kryptowährungen integriert hat.

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12.08.2019 - Binance.us ohne Tron?

Binance.com wird in einem Monat Nutzer aus den USA blockieren. Dafür soll noch dieses Jahr eine US-Version der Börse online gehen. Welche Kryptowährungen werden auf Binance.us handelbar sein? Laut einem Blogeintrag prüft das in Malta ansässige Unternehmen, folgende Coins anzubieten:

Diese Kryptowährungen könnten auf Binance.us handelbar sein (Quelle: medium.com/binance-us/exciting-developments-coming-soon-for-binance-us-f79f86bdd9c6)

Tron - laut Coinmarketcap die zwölftgrösste Kryptowährung der Welt - fehlt auf der Liste. Warum? Das ist unklar, aber Tron-Gründer Justin Sun versucht nun auf Twitter, besorgte Investoren zu beruhigen. Ob der Tweet reicht, um sie ruhig zu stellen? Wir werden wohl bald mehr wissen - Binance.us soll bereits diesen September starten.

(mur)

Webcode
5rLjPaf8

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