Krypto-Corner

Edelmetallhändler lanciert goldgedeckten Stablecoin Veraone

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Die Redaktion bloggt über die Blockchain und alles, was dazu gehört.

Ticker

03.07.2020 Edelmetallhändler lanciert goldgedeckten Stablecoin Veraone

Das dem Edelmetallhändler Aucoffre angehörige Unternehmen Veraone hat einen gleichnamigen Token herausgebracht. Laut Mitteilung handelt es sich dabei um einen mit Gold gedeckten Stablecoin, der auf der Ethereum-Blockchain basiert. Ein Veraone-Token (VRO) entspricht dabei einem Gramm Gold. So sei es einfacher, den Wert des Goldes aufzuteilen und zu transferieren.   

Die Goldbarren werden laut Veraone im Port Franc de Genève, dem grössten Zollfreilager der Welt, aufgehoben. Die Verwahrung des Goldes werde von unabhängigen Drittparteien überprüft.

Gründer und CEO von Aucoffre, Jean-François Faure, sagt zum Start: "Unser Ziel ist es, den Menschen einen sicheren und einfach Zugang zu Gold zu ermöglichen. Die Lancierung von Veraone in der Schweiz ist ein weiterer, wichtiger Schritt im Rahmen unserer internationalen Expansion." 

(lha)

25.6.2020 - Schweizer Studie prüft Chancen und Risiken der Blockchain

Vereinfacht gesagt, ist die Blockchain ein Register, das Einträge dezentral und fälschungssicher abspeichert. Das klingt verheissungsvoll. Doch es drohen Datenschutzkonflikte. Und auch aus ökologischer Sicht ist die Technologie umstritten. Denn um die Sicherheit zu garantieren, müssen zahlreiche Computer komplexe Rechnungen lösen – was viel Strom braucht, der längst nicht immer aus erneuerbaren Quellen stammt. Zu diesen und weiteren Befunden kommt eine Studie der Stiftung für Technologiefolgen-Abschätzung TA-Swiss. 

Die Studie untersuchte, in welchen Bereichen Blockchain-Anwendungen einen Vorteil bringen – und wo bislang noch nicht. Die zentralen Ergebnisse fassen die Studienautoren wie folgt zusammen:

Das sind die Chancen der Blockchain-Technologie:

  • ihre Unveränderbarkeit, die durch kryptographische Verfahren und Anreizsysteme sichergestellt wird. Letzteres sorgt dafür, dass alle, die am Netzwerk beteiligt sind, für die Rechtmässigkeit aller Transaktionen bürgen. 
  • ihre dezentrale Natur, die das ganze System manipuliersicher macht. 
  • ihre Fähigkeit, Vertrauen zwischen Akteuren zu schaffen, die sich nicht oder kaum kennen. 
  • die Möglichkeit, Eigentumsrechte oder Herkunftsnachweise auf digitalem Weg absolut glaubwürdig zu verbürgen. Dies verleiht der Blockchain das Potenzial, den Bereich der Finanzdienstleistungen grundlegend zu erneuern. 
  • die Aussicht, dass Transaktionen durch das Ausschalten von Intermediären rascher, günstiger und weniger fehleranfällig werden. 
  • die Transparenz und Unveränderbarkeit der gesicherten Information, welche die Rechtssicherheit erhöhen. Von Vorteil ist das insbesondere für Länder, denen eine vertrauenswürdige oder effiziente Zentralinstanz fehlt. 
  • der Umstand, dass die Blockchain – kombiniert mit Smart Contracts und mit dem Internet of Things – die Automatisierung von Überprüfungsprozessen und Gültigkeitsnachweisen ermöglicht.

Das sind die Risiken der Blockchain-Technologie:

  • dass manche der Konsensalgorithmen, die in der Blockchain eine zentrale Vertrauensinstanz ersetzen, eine enorme Rechenleistung erfordern und damit auch Unmengen an Energie verbrauchen. 
  • dass die Nutzer anonym beziehungsweise mit einem Pseudonym am Netzwerk teilnehmen, was für kriminelle Zwecke missbraucht werden kann. 
  • dass sämtliche, jemals von einer Person getätigte Transaktionen einsehbar werden, sobald die Identität eines Pseudonyms bekannt ist. 
  • dass die Unveränderbarkeit der Blockchain ein Recht auf Vergessen, wie es der Datenschutz vorsieht, vollständig ausschliesst. 
  • dass die Blockchain zwar mehr Transparenz und gemeinsames Entscheiden verspricht, gleichzeitig ihrer Komplexität wegen für Laien aber vollständig undurchsichtig bleibt. 
  • dass die Blockchain weitgehend eine „Lösung ohne Problem“ bleibt. Denn bislang fehlt eine „Killerapplikation“. Und die Blockchain kann ihrem Hype nicht gerecht werden.

Die Studie ist im Buchhandel erhältlich oder digital im Open Access. Ebenfalls online findet sich eine Kurzfassung der Ergebnisse (PDF).

(jor)

 

25.05.2020 - 92,5 Millionen US-Dollar für zwei Pizzas

Am 22. Mai war der "Bitcoin-Pizza-Tag". Was steckt hinter diesem Jubiläum? Vor 10 Jahren wurde mit 10'000 Bitcoin der allererste Zahlvorgang mit einer Kryptowährung überhaupt getätigt, wie "Cointelegraph" berichtet. Der Programmierer Laszlo Hanyecz kaufte damit zwei Pizzas. Damals hätten die Bitcoins einem Gegenwert von 41 US-Dollar entsprochen. Beim heutigen Umrechnungskurs hätte der Programmierer für das Mahl 92,5 Millionen US-Dollar bezahlt.

Alle jemals getätigten Bitcoin-Transaktionen lassen sich auf der Blockchain rückverfolgen. Es liegt also die Frage nahe: Was wurde aus den Pizza-Bitcoins? Im Laufe der Jahre seien die Gelder über viele verschiedene Adressen bewegt worden, sagte Grant Blaisdell, Mitgründer des Marktforschungsinstituts Coinfirm, gegenüber Cointelegraph. Ein Teil der Bitcoins sei bei einer Kryptobörse gelandet, die inzwischen ausser Betrieb sei. Andere Teile der Summe seien in der privaten Wallet eines Grossanlegers gelandet.

(osc)

18.5.2020 - Visa will eigene Kryptowährung patentieren lassen

Visa hat einen Patentantrag für eine blockchainbasierte Digitalwährung eingereicht. Der vom US-Patentamt veröffentlichte Antrag erwähnt das Ethereum-Netzwerk als mögliche Blockchain-Basis. Die vorgesehene Digitalwährung soll an eine Fiatwährung gekoppelt sein, um für Wertstabilität zu sorgen, wie "Cointelegraph" berichtet. 

Dies würde die Kryptowährung zu einem sogenannten Stablecoin machen. "Jedes Mal, wenn eine Einheit der Digitalwährung generiert wird, verpflichtet sich der Antragsteller, den entsprechenden Gegenwert in Form einer Fiatwährung aufzukaufen, um den Wert der Digitalwährung stabil zu halten", zitiert der Bericht aus dem Patentantrag. 

Als mögliche Währung zur Anbindung werde der US-Dollar genannt. Doch es könnten auch andere Landeswährungen wie das Britische Pfund, Yen oder Euro genutzt werden.

Visa war ursprünglich beim Krypto-Projekt Libra von Facebook mit an Bord, kehrte der Social-Media-Kryptowährung dann aber den Rücken. Hier erfahren Sie mehr dazu.

(jor)
 

28.04.2020 - Zug plant zusätzliche Kredite für das Crypto Valley

Der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler plant einen weiteren Unterstützungsfonds für Start-ups. Der Fonds soll 100 Millionen Franken umfassen und das Massnahmenpaket des Bundes ergänzen, berichtet "finews.ch" unter Berufung auf die "Sonntagszeitung".

"Wir möchten den Lösungsvorschlag des Bundes mit einem neu zu schaffenden Vehikel verbinden, an dem sich auch private Investoren beteiligen können", sagt Tännler im Interview mit der Sonntagszeitung.

20 bis 30 Millionen Franken sollen vom Kanton Zug und der Stadt kommen, weitere 10 bis 15 Millionen durch den Bund und die restlichen 55-70 Millionen durch private Investoren. Ausserdem sollen die Kredite in Aktienkapital umgewandelt werden können.

Am 22. April hat der Bundesrat beschlossen, Start-ups einen einfacheren Zugang zu Krediten in der Coronakrise zu ermöglichen. Der Umfang des Unterstützungspakets beträgt 154 Millionen Franken.

(sma)

27.04.2020 - Sony will mit Blockchain den Verkehr zum Fliessen bringen

Sony entwickelt eine Datenbankplattform für das Verkehrswesen. Die Blockchain Common Database (BCBD) soll unter Verwendung der Blockchain die Daten von mehr als sieben Millionen Nutzern am Tag verarbeiten, heisst es in einer Mitteilung des japanischen Konzerns. Unter Berücksichtigung aller Verkehrsangebote soll dem Nutzer die optimale Route inklusive Zeit und Kosten angezeigt werden. Die anonymisierten Reiseverläufe und Einnahmen werden aufgezeichnet und gemeinsam in der Datenbankplattform genutzt. 

Die Blockchain-Technologie sei ideal für die gemeinsame Nutzung und Verwaltung von sensiblen Informationen, heisst es weiter. Die dezentrale Plattform soll die Transporteffizienz steigern. Zudem sei sie nicht auf Mobility as a Service beschränkt und könnte in Zukunft ein Teil von Smart Citys werden.

Sonys BCBD ist das Resultat des Blockchain Challenge Program der niederländischen Regierung. Sony war der einzige Teilnehmer, der die Anforderungen der Regierung erfüllte. Im März 2020 verifizierte der Hersteller seine BCDB.

(sma)

24.04.2020 - ABB setzt auf Blockchain für die Stromabrechnung

ABB spannt mit dem Berner Start-up Ormera zusammen, um eine Smart-Meter-Lösung zu entwickeln. Die Applikation soll Energiedienstleistern und Hauseigentümern dazu dienen, selbstproduzierten Solarstrom automatisch zu messen, zu verwalten und zu verrechnen. Der Datenaustausch läuft über eine Blockchain-Applikation von Ormera. So erübrige sich das Ablesen und Übertragen der Daten, schreibt ABB in einer Mitteilung. Ferner soll die Blockchain-Lösung dazu beitragen, die Abrechnung von selbst produziertem Strom transparenter zu gestalten und den administrativen Aufwand für die Verrechnung zu verringern. 

(jor)

23.04.2020 - Genfer Handelskammer stimmt per Blockchain ab

Aufgrund der Gesundheitskrise wurde die 155. Generalversammlung der Genfer Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer (CCIG) online abgehalten. Die Mitglieder konnten teilnehmen, indem sie das Treffen per Live-Streaming verfolgten. Die Abstimmung erfolgte virtuell mit Hilfe eines Blockchain-Systems, das von der in Genf ansässigen Firma Cryptolex, einem Mitglied der CCIG, entwickelt wurde. "Die CCIG ist mit Sicherheit die erste Handelskammer der Welt, die eine Blockchain für ihr Online-Abstimmungssystem nutzt, und eine der ersten Institutionen in Genf und in der Schweiz, die dieses System einsetzt", schreibt der Interessenverband in einer Mitteilung. Rund 150 Personen nahmen an der Abstimmung teil, etwa für die Wahl von Laurence de la Serna zur Präsidentin der Institution. Der ersten Frau, die dieses Amt bekleidet.

Cryptolex bietet seit 2015 praktische, technische, rechtliche und regulatorische Beratung für Kryptowährungen und Blockchain an. Insbesondere hat die Firma die Lösung "Cryptolex Voix" entwickelt. Dabei handelt es sich um ein elektronisches Abstimmungssystem, das für die Digitalisierung von Hauptversammlungen konzipiert wurde. Um online abstimmen zu können, müssen die Teilnehmer einen im Voraus erhaltenen Code eingeben. Sie können dann für jeden Punkt der Traktandenliste antworten (ja, nein oder sich enthalten) und die Ergebnisse in Echtzeit sehen. Der Mitbegründer des Unternehmens, Vicken Bayramian, erklärt die Vorteile des Systems in einem Video auf Youtube. Ihm zufolge ist das Blockchain-System im Gegensatz zu einer elektronischen Abstimmungslösung, die auf einem zentralen Server läuft, nahezu unverwundbar gegen Hacking-Versuche, da seine Technologie auf einer dezentralisierten Architektur basiert.

(ych/osc)

14.04.2020 - Konsortium verheiratet Bitcoin und Tezos

Ein Zusammenschluss von Organisationen hat ein Bitcoin-Derivat auf der Tezos-Plattform lanciert. Federführend sind die Bitcoin Association Switzerland und die Tezos Foundation selbst. Der "TZBTC" soll die Liquidität der grössten und ältesten Kryptowährung mit der Effizienz einer Blockchain der neusten Generation paaren, versprechen die Macher in einer Mitteilung.

Die Krypto-Firmen Bitcoin Suisse, Bity, Sygnum und Taurus sollen als "Gatekeeper" die Umwandlung von Bitcoin in TZBTC sowie die Einhaltung der Finanzmarkt-Regulation übernehmen. Inacta, Lexr, Swiss Crypto Token, Taurus und Woorton sind als "Keyholder" zuständig für Custody und Supply Management. Das Netzwerk ist gemäss Mitteilung offen für weitere Akteure. Neu könne Bitcoin als Zahlungsmittel innerhalb des Tezos-Netzwerks eingesetzt werden, heisst es weiter.

(osc)

26.03.2020 - Sygnum lanciert digitalen Franken

Unter dem Namen "Sygnum Digital CHF" (DCHF) lanciert die Kryptobank Sygnum einen an den Schweizer Franken gebundenen Stablecoin. Wie "Finews" unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung schreibt, hält Sygnum für jeden ausgegebenen DCHF einen Franken bei der Schweizerischen Nationalbank (SNB). 

Der tokenisierte Franken soll "als Brücke zwischen Fiat-Währungen und digitalen Assets fungieren", heisst es weiter. Laut Markus Hartmann, Head of Tokenization der Sygnum Bank, soll der DCHF vor allem "die Abwicklung von Transaktionen und die Ausführung von Zahlungsströmen, die auf sogenannten Smart Contracts beruhen", erleichtern. 

Pläne für an den Franken gebundene Kryptowährungen werden immer wieder geschmiedet. Ende Mai letzten Jahres wurde bekannt, dass Six und die SNB sich darüber austauschten.

(rja)

13.03.2020 - Bitcoin crasht - und bei den Altcoins sieht es nicht besser aus

Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen am Kryptomarkt nicht spurlos vorüber. Der Kurs des Bitcoin hat sich gemäss "CoinMarketCap.com" seit Mitte Februar praktisch halbiert. Vergangene Nacht lag die Kryptowährung zeitweise nur noch knapp über 4000 US-Dollar. Heute Morgen um 10 Uhr hatte sich der Kurs auf rund 5400 Dollar etwas erholt.

Innert 24 Stunden hatte Bitcoin zeitweise einen Drittel seines Werts verloren. Auch bei den anderen Kryptowährungen geht es steil abwärts. Ethereum verlor 25 Prozent an Wert, Ripple 20 Prozent. Die Lage sei mittlerweile völlig unübersichtlich und ausser Kontrolle, zitiert das Börsenportal "Cash" den deutschen Analysten Timo Emden .

Viele Kryptoinvestoren stünden am Rande eines Totalverlusts. Die Anleger tauschten nun Kryptoanlagen gegen Bargeld, um Verluste aus anderen Assetklassen wie Aktien ausgleichen zu können. Dazu sei gekommen, dass die für den Derivatehandel genutzte Handelsplattform Bitmex zeitweise offline gewesen sei. "Die Nerven liegen sprichwörtlich blank", zitiert Cash Emden.

(osc)

10.03.2020 - Der Fussballclub St. Gallen bringt Fanartikel auf die Blockchain

Der FC St. Gallen will mit Blockchain die Echtheit seiner Fanartikel gewährleisten. Im Frühling will der Club die ersten limitierten Spielertrikots verkaufen, die mit einem NFC-Chip ausgestattet sind, wie Cointelegraph berichtet. Mit einer Smartphone-App könne so die Echtheit des Trikots überprüft werden. Das Schweizer Start-up CollectID habe die Blockchain-Anwendung entwickelt, die zum Einsatz kommt.

Der FC St. Gallen ist nicht der erste Verein im Fussballumfeld, der einen derartigen Blockchain-Token lanciert. So sind etwa der französische Fussballverein Paris Saint-Germain und der italienische Fussballclub Juventus auch bereits auf den Blockchain-Zug aufgesprungen.

(kfi)

06.03.2020 - Joint Venture von Inacta und Modum will Schweizer Produkte mit Blockchain schützen

ProofX, ein Joint-Venture von Inacta und Modum, hat seine gleichnamige Verifizierungs-Plattform vorgestellt und Partner an Bord geholt. Auf der Plattform sollen Schweizer Produzenten direkt mit ihren Kunden interagieren und ihre Produkte und Labels verifizieren können, heisst es in einer Mitteilung.

Die Macher von ProofX verwenden dazu Blockchain-Technologie. Mit ihr könne die Plattform die Rückverfolgbarkeit aller Produkte für Verbraucher und Unternehmen sicherstellen, Lieferketten überwachen und Fälschungen verhindern.

 

Die ProofX-Plattform als App und Website. (Source: proofx.com)

 

Zum Start setzt ProofX auf Schweizer Erzeugnisse und Partner. Am WEF in Davos holte das Start-up GS1 Switzerland, 3D AG, Agroscope, Vifor Pharma und die Kanzlei MLL Rechtsanwälte an Bord.

In den nächsten Monaten will ProofX nach Partnern suchen, die einen Proof of Concept der lückenlosen Rückverfolgung und Verifizierung von zertifizierten Schweizer Produkten auf der Plattform liefern können.

(osc)

04.03.2020 – Facebook ändert Libra-Pläne und holt Euro und Dollar ins Boot

Facebook ändert die Pläne seiner Kryptowährung. Libra sei nicht mehr das alleinige Kernstück der digitalen Zahlungsstrategie, schreibt "The Verge" unter Berufung auf "The Information". Stattdessen will der Konzern den Libra-Token parallel zu staatlich unterstützten Währungen wie Euro und US-Dollar anbieten.

Entsprechend soll "Calibra", Facebooks geplantes digitales Portemonnaie, sowohl Libra wie auch klassische Währungen aufbewahren und verwalten können. Der Start des Dienstes werde sich dadurch verzögern, heisst es weiter. Die Kursänderung folgt nach monatelangem Druck Seitens Regulierungsbehörden und nachdem diverse namhafte Partner das Libra-Projekt verlassen hatten.

(rja)

28.02.2020 - Schweizer Selbstregulierungsorganisationen wollen keine Krypto- oder Blockchain-Mitglieder!

Was mir gestern passiert ist bzw. ich gehört habe, habe ich in dieser Form noch nie so deutlich gesagt bekommen. Ich habe es schon lange vermutet, aber gestern - aus erster Hand - bestätigt bekommen:

Schweizer Selbstregulierungsorganisationen wollen grundsätzlich keine Krypto- oder Blockchain-Mitglieder!

In der Schweiz gibt es einige dieser sogenannten "SRO"’s. Alle Schweizer Gesellschaften, die "geldwäscherelevante Tätigkeiten" ausüben, müssen sich entweder direkt der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma unterstellen oder Mitglied in einer der SRO’s werden. Diese unterstehen der Aufsicht der Finma und werden auch von ihr regelmässig mit Audits überwacht.

Soweit also - für die Fachleute unter uns - nix neues.

Einer meiner Services beinhaltet die Erlangung dieser begehrten SRO-Mitgliedschaften. Ich kenne sie alle und mit den ein oder anderen arbeite ich sehr eng zusammen.

Gestern war es wieder mal soweit. Eine der Gesellschaften, die ich betreue, "kämpft" schon seit längerem an einer Mitgliedschaft. Ohne diese Lizenz kann sie nicht mit ihrer Tätigkeit starten. Grundsätzlich steht alles. Setup, IT, Tools, Kunden sind startklar, nur die Lizenz fehlt noch.

Seit mehr als einem halben Jahr sind wir nun bemüht, bei einer der Schweizer SRO’s ein anerkanntes Mitglied zu werden. Ja, auch Schweizer Mühlen sind bekanntlich nicht sooo schnell und das ist auch nicht das Thema. (Obwohl ich es natürlich gerne schneller hätte 😉 )

Nach mehrmaliger und nachdrücklicher Nachfrage, wann wir denn nun endlich mit einer Entscheidung rechnen können, haben wir ein Lebenszeichen erhalten: "Einladung zu einem persönlichen Gespräch".

Wie gesagt, gestern war es nun endlich so weit.

Voller Hoffnung und Zuversicht ist mein Kunde mit mir zu diesem Meeting gegangen. Was ich allerdings dort erfahren habe, lässt mich wirklich zweifeln, ob das international anerkannte und positive Standing der Schweiz in Sachen Krypto/Blockchain noch lange anhalten wird….

Die Gründe sind u.a.: Alle Kryptogesellschaften benötigen ein physisches 24/7-Office mit Mitarbeitern in der Schweiz. Ob und wie überhaupt das Business aussieht und wo grundsätzlich das Geld verdient wird, ist egal.

WIE BITTE?

Meistens arbeiten die Blockchain-Startups international. Eines der Kernmerkmale der Blockchain-Technologie ist doch die Dezentralität? Natürlich stehen die Server in der Schweiz und natürlich gibt es die Räumlichkeiten (für die meine Kunden auch bezahlen), um ihrer Tätigkeit nachzugehen, Kundenmeetings abzuhalten, usw.

Natürlich werden alle geldwäscherelevanten Tätigkeiten genauestens überwacht und alle Vorschriften der Finma eingehalten. Dazu bin ich meistens als Compliance-/AML-Officer im Verwaltungsrat eingetragen. Ich bin Schweizer, hab meinen Wohnsitz in der Schweiz und bin für jegliche Behörden jederzeit erreichbar.

Aber das genügt heute anscheinend nicht mehr. Heute muss – mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit – bereits für den ersten Kunden das volle Setup vorhanden sein: 100% eigene Büroräume, Mitarbeiter etc. (Gemäss Aussage von gestern wird das neu von der Finma so von SRO-Mitgliedern gefordert)

Ob sich das so ein Startup leisten kann? Egal. Wird so verlangt. Punkt. Ohne das gibt es keine Lizenz. Ok, dann stellen wir halt jemanden ein, der dafür sorgt, dass der Gummibaum im Eck nicht an Wassermangel elendig eingeht….

Ich verstehe und stimme dem absolut zu, dass es nicht sein kann und darf, dass Gesellschaften mit «leeren Firmenhüllen» lediglich den Namen/die Reputation der Kryptonation Schweiz nutzen, um ihre Geschäfte weltweit zu tätigen. Natürlich muss da – über kurz oder lang – Fleisch am Knochen sein. Aber doch nicht schon bereits das volle Setup, sobald sich das erste Geschäft anbahnt???

Liebe Finma, ich möchte nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Ich bin froh, dass es euch gibt und es ist wichtig und richtig, dass – besonders der neue Bereich Krypto/Blockchain – auch einer besonderen Überwachung unterliegt. Das zweifle ich überhaupt nicht an.

Aber dass ihr anscheinend mit einem Ratingverfahren die SRO’s up- oder downgraded, je nachdem in wievielen Betrugsfällen deren Mitglieder verstrickt sind, sorgt dafür, dass SRO’s überhaupt keine neuen Krypto-Members mehr aufnehmen!

Gestern Originalton: "Ja, wir sind aufgrund von Frauds von der Finma zurückgestuft worden und haben sie nun noch viel häufiger im Haus zwecks Prüfungen. Es ist sehr kostspielig und erzeugt für uns inzwischen höhere Kosten als Einnahmen aus unseren Mitgliederbeiträgen. Es gibt ja noch andere SRO’s und es wäre vielleicht eine Überlegung wert, sich dort zu bewerben".

Nach mehr als einem halben Jahr "Kampf um die Mitgliedschaft" höre ich solche Worte. Wow. Dass hier niemand zufrieden aus dem Meeting geht, ist wohl allen klar. Es geht nicht nur darum, dass anscheinend Krypto-Firmen nicht mehr gerne gesehen bzw. aufgenommen werden, sondern um viel mehr: Mit dieser Art der Behandlung neuer (und zukünftig vielleicht auch bestehender?) Mitglieder durch Schweizer SRO’s leidet die internationale Reputation als erfolgreicher Kryptohub!!!

Und ja, im Grunde kann ich die SRO’s verstehen: Ich vergleich das mal mit einem kleinen Kind. Wenn die Eltern dem Kind jedes Mal eins voll auf die Finger geben, wenn es etwas angestellt hat, dann wird es irgendwann gar nichts mehr machen…

Ok, die Finma haut vielleicht den SRO’s nicht mit dem Zollstock eines auf die Patscher, aber ein Ratingsystem mit steigenden Kosten tut mindestens genauso weh. (Würde ich sagen 😉 )

Nochmals zur Klarstellung: Ich zweifle zu keinem Zeitpunkt die Finma bzw. die SRO’s dieser Schweiz an. Es ist gut, dass es sie gibt. Ohne Aufsicht wäre der Finanz- und Kryptoplatz Schweiz nicht da, wo er heute (noch?) ist.

Aber schaue ich mir andere Länder an (und die sind mit Liechtenstein nicht mal weit weg), dann frage ich mich schon, wie wir für neue Gesellschaften den Standort Schweiz weiterhin attraktiv halten wollen.

Erst hatten wie die Challenge, für die Krypto-Firmen Schweizer Bankkonten zu eröffnen. Dafür gibt es inzwischen einige Anbieter, mit denen ich gerne und regelmässig zusammenarbeite.

Hier ein Dank an Bank Frick, Hypi Lenzburg, Falcon, Maerki Baumann, Banca Zarattini, SEBA, Sygnum, Volksbank Mittweida (und die -Asche auf mein Haupt- ich noch vergessen habe zu erwähnen)

Heute haben wir die Herausforderungen, eine SRO für diese Firmen zu finden. Vielleicht lässt sich der Finanzplatz Schweiz morgen ja noch was neues einfallen, um Startups aus der ganzen Welt abzuschrecken. Getreu dem weltweit bekannten Schweizer Motto: "Wer hat’s erfunden???"

Ich möchte auch abschliessend betonen, dass nicht alle SRO’s der Schweiz neue Krypto-Mitglieder abweisen bzw. solche Hürden in den Weg legen.

Ich hoffe sehr, dass wir auch die neuen Herausforderungen meistern werden, dass unsere Schweiz auch weiterhin in der ersten Krypto-Liga dieser Welt mitspielen kann. Es wäre schade, durch eine Überregulierung, einem Bestrafungssystem o.ä. die nächsten Amazons, Facebook oder Googles aus der Schweiz zu vertreiben….

Dieser Beitrag stammt von Blockchain-Berater Jürgen Kob und erschien erstmals auf Linkedin.

26.02.2020 - Studenten-Blockchain soll bei Novartis für Transparenz sorgen

Zwei Studenten der Universität Basel haben ein Konzept erarbeitet, das für mehr Transparenz in der Zulieferkette von Novartis sorgen soll. Drei Monate lang hätten Florian Gronde und Julius Lüttin im Rahmen einer "Blockchain-Challenge" an ihrem Projekt getüftelt, schreibt die Universität. Die beiden gewannen schliesslich im Finale der Challenge den mit 10'000 Franken dotierten ersten Preis.

Die Ausgangsfrage für die Studenten lautete: "Wie kann eine Blockchain-Lösung sicherstellen, dass die gesamte Lieferkette durch Zertifikate gesichert wird und dies auch funktioniert, wenn Firmen in der Lieferkette unbekannt sind?" Novartis habe vor der Challenge bereits eigene Ideen zur Lösung des Problems entwickelt. Diese Ansätze hätten Lüttin und Gronde als Grundlage für die Ausarbeitung des eigenen Konzepts gedient.

 

Freuen sich über den ersten Preis in der Blockchain-Challenge: Florian Gronde und Julius Lüttin. (Source: Universität Basel, Center for Innovative Finance)

 

Mit verschiedenen Demos hätten die beiden untersucht, wie ein Zertifikataustausch mit Unbekannten aussehen könnte. Daraus entwickelten sie ein eigenes Mock-up. Eine Beispiel-Applikation, welche die technischen Abläufe veranschaulicht, ohne dass dafür die eigentliche Programmierung vorhanden sein müsse. "Damit konnten wir ausprobieren und am Ende auch für Novartis illustrieren, wie die Lösung aussehen könnte", wird Julius Lüttin zitiert.

Bei Novartis werde das Konzept von Lüttin und Gronde nun geprüft und nach Möglichkeit in die weitere Entwicklungsarbeit einfliessen. Mit der Implementierung könnten die beiden allenfalls noch dieses Jahr rechnen.

20.02.2020 - Securosys und Valk kooperieren für Blockchain-Plattform

Das Zürcher Start-up Securosys partnert mit dem britischen Finanzdienstleister Valk.

Gemeinsam wollen sie eine End-to-End-Lösung für die Open-Source-Blockchain-Plattform Corda anbieten, heisst es in einer Mitteilung. Finanzinstitute können auf Corda digitale Wertpapiere handeln.

Valk stellt für die Kooperation eine Infrastrukturlösung zur Verfügung und Securosys liefert die Hardware-Sicherheitsmodule (HSM), welche auch beim Swiss Interbank Clearing (SIC) zum Einsatz kommen.

(sma)

19.02.2020 – Uefa setzt auf Blockchain beim Ticketsystem

Der europäische Fussballverband Uefa setzt zukünftig auf die Blockchain, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Verteilung der Tickets für die kommende Fussball-Europameisterschaft 2020 erfolgt über eine App. Das Blockchain-basierte Ticketsystem soll das Replizieren und Duplizieren von Tickets verhindern. Die entsprechenden QR-Codes werden erst erzeugt, wenn die Fans sich in unmittelbarer Nähe des Stadions befinden. Die Ortung erfolgt per Bluetooth.

Mit dem neuen System will die Uefa ein sicheres und einfacheres Kundenerlebnis bieten, heisst es weiter.

Die Ticket-App soll Ende Mai 2020 für Android und iOS erscheinen. Die mobilen Tickets werden dann spätestens sieben Tage vor dem Spiel freigeschaltet.

Insgesamt rechnet die Uefa damit, auf diesem Weg über eine Million Tickets für die Europameisterschaft auszuliefern.

(sma)

10.2.2020 - Finma senkt Schwellenwert für nicht identifizierte Krypto-Geschäfte

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) senkt den Schwellenwert für die Identifizierung bei Krypto-Handelsgeschäften von 5000 auf 1000 Franken. Mit diesen Massnahmen setze die Behörde internationale Standards bei der Bekämpfung von Geldwäscherei um und trage den erhöhten Risiken in diesem Bereich Rechnung, heisst es in einer Mitteilung.

Laut "Cointelegraph" müssen durch die neuen Regeln Finanzanbieter, die an Transaktionen mit Kryptowährungen beteiligt sind, Daten über jeden sammeln, der Geschäfte im Wert von mehr als 1000 Franken initiiert. Die Informationen müssten den Behörden regelmässig zur Überprüfung vorgelegt werden. Die Finma folge damit auf die Verabschiedung des neuen Finanzdienstleistungsgesetzes und des Finanzinstitutsgesetzes.

(osc)

7.2.2020 - Blockchain für die Stromversorgung im Quartier

In Walenstadt (SG) endet ein Pilotprojekt für den Einsatz von Blockchain in der Stromversorgung. 37 Haushalte der Gemeinde nahmen ein Jahr lang am Testlauf vom Bits to Energy Lab der ETH Zürich teil, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Haushalte konnten den Kauf und Verkauf des Solarstroms selbst steuern, der Handel fand automatisch über eine Blockchain statt. Die Ergebnisse der Feldphase waren 27 Prozent mehr lokal produzierter Solarstrom. Zudem versorgten sich ein Drittel der Haushalte selbst mit Solarstrom – eine Verdoppelung gegenüber den Vorjahren.

Laut Projektleiterin Verena Tiefenbeck ist "Quartierstrom" das erste Projekt dieser Art. "Wir leisteten an vielen Fronten Pionierarbeit", sagt sie.

So mussten die Wissenschaftler selbst einen Smart Meter entwickeln, um ihre Anwendungssoftware zu verwenden. Die Smart Meter und Blockchain-Knoten verbrauchten dabei 4 Prozent des gehandelten Stroms.

Mit dem Spin-off "Exnaton" will man im nächsten Schritt serienreife Geräte einsetzen und die Handelsplattform weiterentwickeln. Ausserdem sollen Nutzer gezielter auswählen können, von wem aus der Gemeinde sie ihren Strom beziehen.

(sma)

6.2.2020 - Drei Schweizer wegen Verdacht auf Krypto-Geldwäscherei verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich hat drei Schweizer wegen Verdacht auf Online-Anlagebetrug und Geldwäscherei in Millionenhöhe verhaftet. Die Ermittlungen hatten zu einem im Kanton Zürich wohnhaften Schweizer geführt. Dieser steht laut Mitteilung unter dringendem Verdacht, grössere illegal erlangte Geldbeträge von Online-Handelsplattformen für Binäre Optionen und Kryptowährungen über Konten im In- und Ausland weitergeleitet zu haben, um die kriminelle Herkunft der Gelder zu verschleiern. Die Behörden nahmen den Mann sowie zwei Personen aus seinem Umfeld am 4. Februar fest. 

Es kam zu elf Hausdurchsuchen in den Kantonen Graubünden, St.Gallen, Tessin, Zug und Zürich. Die Behörden beschlagnahmten drei Liegenschaften sowie acht Luxus-Fahrzeuge und sperrten Konten mit mehreren Millionen Franken. 

Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich führen weiterhin Ermittlungen durch. Alle drei festgenommenen Personen haben die Schweizer Staatsbürgerschaft.

(jor)

05.02.2020 - "Car Token": Jetzt kommt der Krypto-Token auf Oldtimer-Basis

Die Liechtensteiner Curioinvest will einen Krypto-Token lancieren, der an wertvolle Luxus-Oldtimer gebunden ist. Wie "Cointelegraph" unter Berufung auf Medienberichte schreibt, sollen Anleger dadurch die Möglichkeit erhalten, "Teilinvestitionen in diese Wagen zu tätigen". Wer sein Geld in einen der sogenannten "Car Tokens" steckt, erziele jeweils einen Gewinn, wenn das jeweilige Auto verkauft werde.

Jedes Fahrzeug, dessen Wert um mehr als 20 Prozent steigt, will Curioinvest automatisch verkaufen, damit jeder Anleger Gewinn erhalte, schreibt Cointelegraph weiter. Man dürfe die Autos, in die man investiere, zwar nicht fahren, sagt ein Mitarbeiter von MERJ Exhange, die den "Car Token" gemeinsam mit Curioinvest realisiert. Man könne dadurch aber in mehrere Wagen, gewissermassen "in die virtuelle Garage ihrer Träume" investieren. Immerhin sollen Anleger künftig ihre Wagen per Webcam anschauen, oder sogar vor Ort besichtigen dürfen.

(rja)

30.01.2020 - Am Matterhorn zahlt man jetzt mit Bitcoin, doch die Sache hat einen Haken

In Zermatt können Einwohner auf der Gemeinde neu auch mit Bitcoin bezahlen - allerdings nur für Gebühren und Abgaben. Die Walliser Ortschaft akzeptiere die Kryptowährung als Zahlungsmittel für lokale Steuern und Schaltergeschäfte, berichtet "Watson.ch". Zermatt sei nach Zug die zweite Schweizer Gemeinde, die Bitcoin annehme.

Abgewickelt werden die Zahlungen laut Bericht von Bitcoin Suisse. Der Krypto-Dienstleister habe dazu im Gemeindehaus ein Zahlungsterminal installiert, auf dem Einwohner mit Bitcoins bezahlen könnten. Bitcoin Suisse tausche die Kryptowährung anschliessend in Schweizer Franken und überweise den Betrag auf das Bankkonto der Gemeinde.

(osc)

29.1.2020 - WEF gründet ein Krypto-Konsortium

Das World Economic Forum hat ein Konsortium angekündigt, das einen internationalen Rahmen für die Verwaltung von Kryptowährungen, einschliesslich Stablecoins, schaffen soll. Das sogenannte Global Consortium for Digital Currency Governance soll Ansätze zur Regulierung von digitalen Währungen erarbeiten. 

Das neue Konsortium besteht aus einer Reihe von Zentralbanken aus Entwicklungsländern, wie das "Crypto Valley Journal" schreibt. Mit an Bord seien auch Mark Carney, Gouverneur der englischen Zentralbank sowie mehrere mehreren Nichtregierungsorganisationen.

Auch WEF-Gründer Klaus Schwab setzt sich für das Projekt ein. "Aufbauend auf unserer langen Geschichte der öffentlich-privaten Zusammenarbeit hoffen wir, dass die Ausrichtung dieses Konsortiums die Gespräche anstossen wird, die notwendig sind, um einen robusten Rahmen für die Verwaltung der globalen digitalen Währungen zu schaffen", lässt er sich zitieren. 

(jor)
 

10:43 Uhr

CV VC hat einmal mehr das Crypto Valley vermessen. Wie der Zuger Investor und Inkubator im Bericht zum zweiten Halbjahr 2019 verrät, entwickelte sich die Schweizer und Liechtensteiner Blockchain-Branche in den vergangenen 6 Monaten uneinheitlich.

Gewachsen sei die Zahl der Angestellten im Crypto Valley, auf 4400. Der Wert der 50 grössten Firmen habe sich dagegen von 42,6 auf 25,2 Milliarden US-Dollar verringert. Fünf Unicorns seien heute im Crypto Valley beheimatet: Ethereum, Dfinity, Polkadot, Bitmain und Libra.

842 Firmen umfasst die Branche laut CV VC. Für Innovation und Wachstum sorge aktuell vor allem der Sektor der Finanzdienstleister. Mit den Krypto-Banken Seba und Sygnum hätten hier vielversprechende Player den Markt betreten. Lesen Sie hier mehr dazu.

Gründungsjahr und Mitarbeiterzahl der 50 grössten Krypto-Firmen. (Source: CV VC)
Firmen nach Kanton. (Source: CV VC)
Die 50 grössten Blockchain-Unternehmen in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein. (Source: CV VC)

(osc)

23.1.2020 - Noch ein Korb für Libra: Vodafone steigt aus

Libra verliert einen weiteren Partner. Nun steigt auch Vodafone aus dem Projekt aus. Der britische Mobilfunkanbieter will sich eigenen Angaben zufolge auf das eigene Geldüberweisungssystem M-Pesa konzentrieren.

Die Libra Association, welche die von Facebook entwickelte Kryptowährung verwaltet, startete im Oktober. Zuvor sind bereits einige Partner aus dem Projekt ausgestiegen, darunter die Finanzdienstleister Mastercard, Visa, Paypal, Mercado Pago, Stripe sowie die Handelsplattform Ebay und das Reiseportal Booking Holdings. Weiterhin an Bord sind unter anderem der Musikstreaming-Anbieter Spotify und die Fahrdienstvermittler Uber und Lyft. 

Luzius Meisser, Mitgründer und Vorstandsmitglied der Bitcoin Association Switzerland, schätzt die Chancen von Libra als eher gering ein. Denn das Projekt habe sich in ein juristisches und politisches Minenfeld manövriert. Lesen Sie hier mehr dazu.

(jor)

23.01.2020 - Inacta und Incore locken Banken in die Krypto-Welt

Inacta und Incore haben eine Partnerschaft geschlossen. Zusammen wollen das IT-Beratungsunternehmen und die B2B-Transaktionsbank Finanzdienstleistern Zugang zu Krypto-Assets ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung.

Im Rahmen der Partnerschaft werde Incore seine Dienstleistungen auf Wertschöpfungsbereiche ausdehnen, die mit Krypto-Assets verbunden sind. Darunter fielen Token-Generierung, -Distribution, -Brokerage und -Storage sowie Brokerage und Storage von Kryptowährungen. So könnten Banken in den Markt für Krypto-Assets einsteigen, ohne eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

"Diese Partnerschaft wird die Einführung von Blockchain-Technologien im Bankensektor beschleunigen und neue Märkte schaffen, die mit der traditionellen Struktur im Finanzsektor nicht bedient werden konnten", lässt sich Ralf Glabischnig, Managing Partner von Inacta, in der Mitteilung zitieren.

(osc)

17.01.2020 - Bundesrat will Stablecoin-Herausforderungen in Kooperationen angehen

Der Bundesrat bleibt an globalen Stablecoin-Projekten interessiert. Dazu gehört auch das Libra-Projekt, wie es auf admin.ch heisst. Die Schweiz positioniere sich grundsätzlich offen für Projekte, "welche die Kosten im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr senken und die Finanzinklusion fördern wollen". Dabei lasse sie die Risiken nicht ausser Acht und anerkenne die Herausforderungen und Vorbehalte gegenüber Stablecoin-Projekten. Der Bundesrat engagiere sich dafür, "dass insbesondere die währungs- und stabilitätspolitischen Herausforderungen in einer internationalen Kooperation unter Regierungen, Notenbanken und Aufsichtsbehörden unter Einbezug der privaten Anbieter angegangen werden."

(kfi)

16.1.2020 - Betreibungsauskunft auf der Blockchain

Der Zürcher IT-Dienstleister Blockfactory lanciert heute ein blockchainbasiertes Zertifikat, mit dem Nutzer ihre Bonität nachweisen können. Das Unternehmen will das sogenannte Credittrust-Zertifikat als Alternative zur amtlichen Betreibungsauskunft anbieten. Das Zertifikat stützt sich auf Daten von den beiden Wirtschaftsauskunfteien Crif sowie Intrum und nutzt als Basis die Blockchain von Ethereum. Im Gegensatz zur amtlichen Betreibungsauskunft sei das Zertifikat fälschungssicher, die Einträge unveränderbar und das Dokument wiederverwendbar, verspricht der Anbieter. 

(jor)

15.01.2020 - Konsulenten steigen in die Blockchain-Beratung ein

Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten und Havas Blockchain haben ein Beratungsangebot für das Schweizer Blockchain-Ökosystem lanciert. "Blockchain Switzerland/AMO" soll Kunden in den Bereichen Blockchain und Krypto laut Mitteilung folgende Leistungen bieten:

  • Beratung zur Token-Ökonomie
  • Technische Beratung und Prototyping
  • Technische Entwicklung und Projektskalierung
  • Strategien zur Marktpositionierung
  • Identifikation und Analyse von Zielgruppen und Meinungsbildnern
  • Strategien zur Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern in Wirtschaft, Politik, Behörden, Medien und Investorenkreisen
  • Content-Strategien und Multi-Channel-Lösungen
  • Expertise und Ressourcen vor Ort, um Positionierungsstrategien und Kampagnen weltweit umzusetzen

10:06 Uhr

Die Swiss Blockchain Federation hat eine Wegleitung für Emittenten von digitalen Aktien veröffentlicht. Das Papier soll interessierten Unternehmen ein aufwändiges Bewilligungsverfahren und kostspielige Abklärungen ersparen, verspricht die Organisation in einer Mitteilung. Eine Expertengruppe des Branchenverbandes habe die Wegleitung (Download als PDF) entwickelt. Sie weise auf Fallstricke hin und enthalte eine Reihe von kompakten, auch für Laien nachvollziehbaren Empfehlungen.

Die Wegleitung fokussiere auf die Ausgabe von digitalen Aktien. Mittelfristig würden aber auch andere Eigen- und Fremdkapitalien tokensiert, schreibt Daniel Rutishauser von der Swiss Blockchain Federation. Damit eröffneten sich für KMUs und Start-ups niederschwellige Zugänge zum Kapitalmarkt. Die erste Schweizer Firma, die ihre Aktien als Token verfügbar gemacht habe, sei Servicehunter, die Betreiberin des Haushaltdienstes Quitt.ch.

 

08.01.2020 - Schweizer Start-up und IBM bringen Kaffee auf die Blockchain

Das Schweizer Start-up Farmer Connect und IBM haben auf der CES 2020 in Las Vegas eine Lösung für mehr Transparenz im Kaffeehandel vorgestellt. Die App "Thank My Farmer" soll es Kaffeetrinkern ermöglichen, die Herkunft ihres Getränks zurückzuverfolgen. Auch die Kaffeebauern profitieren von der neuen Lösung, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Thank My Farmer basiere auf der "IBM Food Trust Platform". Die App hole sich Informationen direkt aus der Blockchain, um die Reise des Kaffees in Form einer interaktiven Karte darzustellen. Ausserdem biete sie Daten über die Bauern, Röster und Marken. Den Bauern auf der anderen Seite stelle sie digitale Produktions- und Zahlungsdaten zur Verfügung.

Die App soll Anfang 2020 auf den Markt kommen. Konsumenten in Europa sollen sie mit einer neue Single-Origin-Marke von Beyers Koffie nutzen können. Weitere Unternehmen sollen folgen.

06.01.2020 - PwC Schweiz erwirbt Blockchain-Spin-off der ETH

PWC Schweiz hat ChainSecurity übernommen. Das Zürcher Start-up und ETH-spin-off bietet eine Lösung zur Erkennung von Schwachstellen in Smart Contracts an. Es wurde 2017 gegründet, wie das "ICTjournal" berichtet.

ChainSecurity hat "Securify" entwickelt. Ein Scanner, um Sicherheitslücken in Smart Contracts, die über Ethereum abgewickelt werden, aufzuspüren. Das Team bietet ausserdem "VerX" an. Dieses System ist in der Lage, die Funktionstüchtigkeit von Smart Contracts automatisch zu überprüfen.

Die Gründer des Spin-offs leiteten Sicherheitsarbeitsgruppen für die Crypto Valley Association, die Ethereum Enterprise Alliance und die Swiss Blockchain Federation. Darüber hinaus steht das Team auch hinter der Initiative "Swiss Blockchain Security", die Blockchain-Security-Anbieter in der Schweiz zusammenführt.

"Als Teil von PWC Schweiz wird sich das ChainSecurity-Team auf die Beschleunigung der Blockchain-Audits von PwC Schweiz konzentrieren, darunter technische Prüfungen von Smart Contracts und Blockchain-Plattformen sowie Risikoabsicherungsdienstleistungen für Kunden, die Kryptoanlagen besitzen", schreibt PWC in einer Mitteilung. ChainSecurity habe bereits Banken, Fintech-, IT- und Immobilienunternehmen als Kunden. Diese Tätigkeit könne nun mit der Kompetenz des Beratungsunternehmens ausgebaut werden.

(osc)

19.12.2019 - Swisscom, Six und Sygnum spannen für digitale Asset-Lösung zusammen

Gleich mehrere Schweizer Unternehmen erwerben Anteile des Fintech-Start-ups Daura. Laut einer Mitteilung wollen Swisscom, Daura, Sygnum, Custodigit, MME und Six gemeinsam "technische Standards und Arbeitsabläufe im Schweizer Ökosystem für digitale Vermögenswerte" voranbringen. Konkret beteiligen sich Six und Sygnum nun an Daura, wobei über die Höhe der Beteiligungen Stillschweigen vereinbart worden sei. Laut der Mitteilung bietet Daura Unternehmen, die nicht börsenkotiert sind, eine Plattform für das digitale Aktienbuch und die Emission von Wertschriften-Tokens. Dank der Beteiligung von Six und Sygnum solle längerfristig die Tokenisierung von Schweizer Vermögenswerten standardisiert werden. Nicht mehr von der Partie ist die Deutsche Börse: Nachdem sie den Aufbau des Schweizer Ökosystems unterstützt habe, werde sie sich fortan in Projekte in Deutschland und den EU-27-Ländern einbringen.

(rja)

18.12.2019 - Crowdlitoken bringt Immobilieninvestments aufs Handy

Das Liechtensteiner Fintech-Unternehmen Crowdlitoken optimiert seine Plattform für Smartphones und Tablets. 70 Prozent ihrer potenziellen Kundschaft seien ausschliesslich mit mobilen Geräten unterwegs, heisst es in einer Mitteilung. Um auf diese Entwicklung zu reagieren, lassen sich ab sofort alle Prozesse des Immobilieninvestments auch auf mobilen Geräten abwickeln. Als erstes europäisches Unternehmen bietet Crowdlitoken eine digitale Finanzanlage für ein Immobilien-Portfolio. Dabei will es die Vorteile direkter und indirekter Immobilienanlagen kombinieren. Beim "Crowdlitoken" handelt es sich um einen Blockchain-basierten Security Token, welcher eine digitale Anleihe repräsentiert.

(rja)

16.12.2019 - Bundesrat prüft Einführung von E-Franken

Der Bundesrat hat die Möglichkeiten und Risiken der Einführung eines Kryptofrankens (E-Frankens) untersucht. Aufgrund der steigenden Relevanz von Kryptowährungen hatte der Nationalrat den Bundesrat damit beauftragt, gemäss Mitteilung.

Der Bundesrat kam zu dem Schluss, dass "digitales Zentralbankgeld für die breite Bevölkerung gegenwärtig keinen Zusatznutzen bringt", heisst es im Bericht (PDF). Zur Erklärung nannte der Bundesrat gleich mehrere zentrale Punkte. So werde das Bedürfnis der Bevölkerung nach "sicherem Geld" durch die Verfügbarkeit von Bargeld gedeckt. Zudem biete das digitale Zentralbankgeld keinen Vorteil in Sachen Sicherheit im Zahlungsverkehr. Für die Schweizer Nationalbank (SNB) hätte der "E-Franken" sogar negative Auswirkungen, da der Aufwertungsdruck durch die ausländische Nachfrage stärker ausfallen könnte.

Mehr Potenzial sieht der Bericht im "Wholesale Token", eine auf Finanzmarktakteure beschränkte Variante des digitalen Zentralbankgelds. Projekte wie das vom BIZ Innovation Hub sollen zeigen, ob der Handel durch den Einsatz solcher Währungen wirklich effizienter wird.

(sma)

13.12.2019 - Mehr Transparenz für Kryptowährungen

Die Financial Action Task Force (FATF) will Geldwäscherei durch Kryptowährungen eindämmen, deshalb beschloss sie vor einem Jahr Krypto-Assets künftig zu regulieren. Die "Travel Rule" verlangt, dass Informationen wie Sender und Empfänger einer Transaktion gespeichert werden können, wie finews.ch berichtet.

Zur Umsetzung der Travel Rule haben sich vier Schweizer Virtual Asset Service Provider (VASP) zusammengeschlossen. Die Kryptobanken Seba und Sygnum sowie Bitcoin Suisse und Lykke wollen die OpenVASP-Initiative unterstützen, schreibt Lykke in einer Mitteilung. Zusammen wollen die Krypto-Player eine erste technische Version des Protokolls entwickeln, um die Travel Rule umzusetzen. Den Code wollen die Unternehmen mit anderen Anbietern teilen, wie es in dem entsprechenden White Paper heisst. Das Ziel ist der sichere Austausch von Informationen zwischen Kryptounternehmen.

(sma)

12.12.2019 - Seba Bank expandiert ins Ausland

Die Zuger Krypto-Bank Seba wagt den Schritt ins Ausland. Sie will nun auch Kunden aus weiteren Jurisdiktionen in Europa und Asien adressieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Ab sofort akzeptiere die Seba Bank institutionelle und private Anleger aus Deutschland, Österreich, Singapur, Hongkong, Grossbritannien, Italien, Frankreich, Portugal und den Niederlanden.

 
Erst vor einem Monat startete die Seba Bank offiziell mit ihrem Onboarding, wie die "NZZ" berichtete. Seither wirbt die Krypto-Bank um Kunden, die Vermögensverwaltung, Handel sowie Finanzierungen von und mit digitalen Werten beziehen möchten. 


(jor)
 

11.12.2019 - Trust Square zügelt an den Paradeplatz

Der Zürcher Blockchain-Hub Trust Square hat ab Januar 2020 einen neuen Standort, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Zentrum für die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung vertrauensbildender Technologien zieht von der Bahnhofstrasse in die Poststrasse – direkt an den Paradeplatz. Der neue Standort bietet Raum für mehr als 200 Arbeitsplätze, eine Event-Lokal für 170 Gäste und einen Lounge-Bereich.


Zum Start werden 20 Unternehmen aus den Bereichen Blockchain, Cyber Security, Internet of Things und künstliche Intelligenz die neuen Räumlichkeiten beziehen. Zukünftig will Trust Square gezielter Start-ups fördern, speziell im Bereich Business Acceleration.
Der neue Slogan "Beyond Technology" soll den offenen Dialog mit der Gesellschaft repräsentieren.

(sma)
 

6.12.2019 - EU-Länder bremsen Libra aus

Die Finanzminister der Europäischen Union wollen Kryptowährungen wie die geplante Facebook-Währung Libra vorerst nicht erlauben. Bevor eine Digitalwährung in Europa starten könne, sollten erst alle möglichen Risiken abgeklärt sein, berichtet "Spiegel Online". 

Ferner hätten die EU-Minister in Brüssel mitgeteilt, sie könnten sich EU-Vorschriften zur Regulierung von Stablecoins und anderer Kryptowährungen als Teil eines globalen Vorgehens vorstellen. Die EU-Kommission arbeite bereits an einer Regulierung. 

(jor)
 

5.12.2019 - Krypto-Lehrgang für Banker lanciert

Financialmedia und Bravis lancieren eine Weiterbildung für das Krypto-Banking. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, soll er Bank- und Finanzfachleute für die aufkommende Welt des Krypto-Bankings fit machen. Der Lehrgang bildet zum "Certified Crypto Finance Expert" (CCFE) aus.

Nebst Grundwissen zu Blockchain, Krypto-Assets, Tokenisierung sowie Handel und Verwahrung dieser digitalen Vermögenswerte behandle der Kurs auch die Themen Regulierung & Compliance. Die Weiterbildung werde durch Firmenbesuche und Sessions mit Experten aus der Schweizer Krypto-Szene abgerundet.

Der Kurs umfasst laut Mitteilung einen Kompetenzausweis gemäss den Standards der Berufszertifizierung "Kundenberater Bank" der Swiss Association for Quality (SAQ). Er könne deshalb als Rezertifizierung für jede SAQ-Grundzertifizierung angerechnet werden.

Die erste Durchführung startet am 11. März 2020 und kostet 1950 Franken pro Teilnehmer. Weitere Informationen und Anmeldung gibt es unter www.ccfe.ch.

(osc)

2.12.2019 - Crypto Valley auf Blockchain-Mission in Mauritius

Eine Delegation aus dem Zuger Crypto Valley ist nach Mauritius gereist – mit dem Ziel, "Tech-Diplomatie" zu betreiben, wie die "Handelszeitung" berichtet. Offiziell sollte die Delegation, angeführt von der Swiss Blockchain Federation, die die Bande zwischen der Schweiz und dem aufstrebenden Finanzzentrum Mauritius stärken und Afrika mittels Technologie voranbringen. Investoren sprechen auch von Geschäftsmöglichkeiten, wie es im Bericht weiter heisst.

Angedacht sei unter anderem die Zusammenarbeit mit einer mauritianischen Universität. Das Aussendepartement habe vorderhand noch wenig damit zu tun, die Federführung liege eindeutig bei der Swiss Blockchain Federation und bei Crypto Valley Venture Capital (CV VC). Die Zuger Investmentgesellschaft bietet Start-ups Infrastruktur, Geld sowie Betreuung an – und bekommt im Gegenzug Aktienanteile an den Jungfirmen. Nun möchte CV VC auch in Mauritius einen Inkubator für afrikanische Start-ups ins Leben rufen. Dahinter steht die Hoffnung, dass eines dieser Start-ups dereinst durchstartet.

(jor)

29.11.2019 - Inacta bringt Krypto in den Möbelhandel

Inacta bringt seine Krypto-Bezahllösung "Inapay" in den Möbelhandel. Das Luzerner Unternehmen Möbel Schaller akzeptiere von seinen Kunden Bitcoin als Zahlungsmittel, heisst es in einer Mitteilung. Möbel Schaller akzeptiere Bitcoin für sein gesamtes Sortiment; sowohl direkt im Geschäft als auch per Online-Invoice.

"Mit Inapay ermöglichen wir nun auch der immer wachsenden Zielgruppe der Bitcoiner, bei uns qualitativ hochwertige Möbel zu kaufen", lässt sich Inhaber Matthias Schaller in der Mitteilung zitieren. Das Unternehmen trage dabei kein Währungsrisiko. "Wir erhalten umgehend Schweizerfranken auf unser Bankkonto", schreibt Schaller.

28.11.2019 - Bundesrat will Blockchain-Regeln erneuern

Der Bundesrat schlägt neue Regeln vor, um den Einsatz von Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien (DLT) in der Finanzbranche zu erleichtern. Die entsprechende Vorlage soll die Rechtssicherheit erhöhen, Hürden für Anwendungen beseitigen und die Missbrauchsrisiken begrenzen, wie der Bundesrat mitteilt. 

Der Vorschlag sieht vor, neun Bundesgesetze punktuell anzupassen – sowohl im Zivilrecht als auch im Finanzmarktrecht. Das Parlament wird die Vorlage voraussichtlich Anfang 2020 erstmals diskutieren. 

Krypto-Branche begrüsst den Vorschlag

Der Interessenverband Swiss Blockchain Federation begrüsst den vom Bundesrat verabschiedeten Entwurf. Er trage dazu bei, vorteilhafte Rahmenbedingungen für Anwendungen der Technik verteilter elektronischer Register zu schaffen, heisst es in einer Mitteilung. 

Neu an der Vorlage sei die Erstreckung der Fintech-Lizenz auf Verwahrer von kryptobasierten Vermögenswerten. Damit unterstünde die Verwahrung von Kryptowerten nun einer direkten staatlichen Aufsicht. Dies trage den Risiken dieser Geschäftsmodelle Rechnung und entspreche dem Bedürfnis nach starkem Kundenschutz, teilt der Interessenverband weiter mit. 
(jor)

21.11.2019 - Onecoin-Betrug: Anleger verlieren mehr als 4 Milliarden US-Dollar

Die Kryptowährung Onecoin war ein einziger Betrug. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, haben hunderttausende Investoren insgesamt wohl mehr als 4 Milliarden US-Dollar verloren. Die Währung wurde von Ruja Ignatova erfunden und als "Bitcoin-Killer" beworben. Doch anders als Bitcoin war Onecoin nie eine
Kryptowährung, sondern ein Schneeballsystem, bei welchem lediglich die ersten Investoren Geld verdienten. Wo das investierte Geld jetzt ist, sei unklar, schreibt die "FAZ", und auch nach Ruja Ignatova sucht das FBI seit Herbst 2017 bislang erfolglos.

(rja)

20.11.2019 - Swisscom führt Wertpapiertransaktion mit Tokens durch

Swisscom, Deutsche Börse und weitere Unternehmen haben eine Wertpapiertransaktion mit Tokens durchgeführt. Laut Mitteilung handelte es sich bei der Transaktion um eine Machbarkeitsstudie; anhand von rechtlich verbindlichen Transaktionen sei aufgezeigt worden, wie eine unmittelbare Wertpapierabwicklung von Aktien von KMUs künftig aussehen könnte.

Tokenisierte Wertpapiere gegen tokenisierte Franken
Für die Studie seien das Aktienregister eines realen Schweizer Unternehmens mit Hilfe des Schweizer Start-ups Daura digitalisiert und die Aktien tokenisiert worden. Ausserdem hätten die beteiligten Banken Geld in Form von Cash-Tokens verfügbar gemacht. Dazu habe die Deutsche Börse über ihre Tochtergesellschaft Eurex Clearing die Cash-Tokens in Schweizer Franken ausgegeben. Die Einzahlungen der beteiligten Banken wurden auf dem Zentralbankkonto von Eurex Clearing bei der Schweizerischen Nationalbank hinterlegt, wie es weiter heisst. 

Bei den folgenden Wertpapiertransaktionen hätten die Banken als Gegenparteien agiert und Wertpapier-Token gegen Cash-Token mittels Distributed Ledger Technologie (DLT) ausgetauscht. Durch einen speziellen Prozess, das "cross-chain-secure-settlement", stellten die Beteiligten sicher, dass keine der Parteien bei der Abwicklung in Vorleistung treten musste, wie Swisscom schreibt.

"Mit DLT hat die Finanzdienstleistungsbranche das Potential, ein neues Niveau an Geschwindigkeit und Effizienz zu erreichen", lässt sich Johs Höhener, Head Fintech bei Swisscom zitieren. "Um die führende Position der Schweiz in Bezug auf Digital Assets wahren zu können, bedarf es Kooperationen und neuer Plattformen. Diese Machbarkeitsstudie ist ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Innovationskraft über Firmengrenzen hinweg."

Peter Schnürer, CEO von Daura, schreibt: "Die grössten Gewinner eines funktionierenden Digital Asset-Ökosystems sind am Ende die Anleger und Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen."

Auch Fluggesellschaften entdecken die Blockchain für sich, und China will seine Yuan digitalisieren: Mehr zum Thema Blockchain erfahren Sie im Krypto-Corner. 

(kfi)

19.11.2019 - Utrust verkauft Flüge gegen Kryptogeld

Das Zuger Krypto-Start-up Utrust hat eine Partnerschaft mit Alternative Airlines vereinbart. Kunden des britischen Flugticket-Brokers sollen nun auch in Form von Kryptowährungen bezahlen können. Akzeptiert würden die gängigen Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, DASH, DigiByte sowie Utrusts hauseigene Kryptowährung UTK, wie das Unternehmen mitteilt.
Utrust wurde gemäss dem Zuger Handelsregister 2017 gegründet. Die Firma versteht sich als Finanzintermediär und verfolgt laut eigenen Angaben das Ziel, die Verbreitung von Kryptowährungen voranzutreiben. Alternative Airlines sitzt südlich von London, in der Nähe des Flughafens Gatwick. Das Unternehmen bietet Online-Flugtickets von über 600 Fluggesellschaften an, wie es auf der Unternehmenswebsite heisst. 

(jor)
 

14.11.2019 - China will Yuan durch Kryptowährung ersetzen

China soll schon bald eine staatliche Kryptowährung erhalten. Wie "finanzen.net" unter Berufung auf Präsentationen einer Branchenkonferenz schreibt, soll sie "Digitial Currency Electronic Payment" (DCEP) heissen und dereinst den Yuan ablösen. Die Zentralbank der Volksrepublik China wolle die Kryptowährung zunächst an Geschäftsbanken abgeben, die sie dann an die Bürger weiterreichen sollen, heisst es weiter. Die Krypto-Offensive sei vermutlich eine Antwort auf die im Sommer vorgestellte Facebook-Währung Libra, die in China keinen Anklang finde. Wann genau DCEP eingeführt werden soll, gab die Chinesische Volksbank nicht bekannt. 

(rja)

13.11.2019 - Bank Seba eröffnet Konten für Schweizer Blockchain-Unternehmen

Die Schweizer Bank Seba startet das operative Geschäft. Nachdem das Unternehmen im August eine Banklizenz von der Finma erhielt, können Schweizer Kunden nun digitale Assets und traditionelle Anlagen bei Seba hinterlegen. Das Angebot richtet sich laut Seba an Banken, Vermögensverwalter, Pensionskassen, Unternehmen und professionelle Privatinvestoren.

Weiter biete Seba ein limitiertes Angebot speziell für Schweizer Blockchain-Firmen und deren Mitarbeitende an. Besagten Firmen ermögliche die Kryptobank das Eröffnen eines Firmenkontos. Eine Angelegenheit, die für Blockchain-Unternehmen bisher in der Schweiz schwierig war und sie daher häufig nach Liechtenstein trieb.    

Auch die Tokenisierung von Anlageprodukten, realen Werten, Rechten und Primärfinanzierungen gehören laut Seba zum Angebot. Ab Dezember will die Bank auch Konten für Kunden aus dem Ausland verwalten. 

(lha)

 

12.11.2019 - Worldline und Bitcoin Suisse wollen Krypto an der Kasse

Der Zahlungsdienstleister Worldline und Bitcoin Suisse haben eine Partnerschaft geschlossen. Das Ziel: Die Akzeptanz von Zahlungen mit Kryptowährungen am Point of Sale und im Onlinehandel stärken. Die beiden Unternehmen wollen Schweizer Händlern und Konsumenten Dienstleistungen für die Zahlung mit Kryptowährungen in Geschäften und Onlineshops anbieten, heisst es in einer Mitteilung.

Die Zusammenarbeit basiere auf der Zahlungsinfrastruktur von Six Payment Services in der Schweiz. Bitcoin Suisse fungiere als Zahlungsabwickler und steuere Expertise im Umgang mit Kryptowährungen bei. Konkret soll das Zahlungs-System von Worldline durch die Möglichkeit der Bezahlung mit Kryptowährungen ergänzt werden. "Dank der Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse werden die Händler von einem vollständig neuen Angebot ohne jedes Währungsrisiko profitieren können", verspricht Marc Schluep, CEO von Worldline in der Schweiz.

8.11.2019 - Ueli Maurer kommen Zweifel an Libra

Die Unterstützung für Facebooks Kryptowährung Libra bröckelt - auch in der Schweiz. "Facebook-Währung ist in der Schweiz nicht mehr willkommen", schreibt "SRF.ch". Die anfängliche Euphorie in Wirtschafts- und Politkreisen sei Skepsis gewichen. Auch im Bundesrat drehe der Wind. In einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" habe sich Bundespräsident und Finanzminister Ueli Maurer kritisch über das Libra-Projekt geäussert. "In seiner ursprünglichen Form stösst Libra international auf zu viel politischen Widerstand", wird Maurer zitiert.

Noch schärfer urteilt laut SRF Maurers Parteigspänli Thomas Matter. Der SVP-Banker sieht in Libra eine Gefahr für den Schweizer Franken. Der Grund: Libra sei mit herkömmlichen Währungen hinterlegt und könne deshalb den Franken unter Aufwertungsdruck setzen. Der für 2020 geplante Start der Kryptowährung sei im aktuellen politischen Klima fraglich, so das SRF-Fazit.

28.10.2019 - China verabschiedet Blockchain-Gesetz

Das chinesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Weg für eine neue Kryptowährung freimachen soll. Das Gesetz werde per 1. Januar in Kraft treten, berichtet das Börsenportal "Cash" unter Berufung auf die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. 

Chinas Digitalgeld stehe kurz vor seiner Premiere, schreibt „Cash“ weiter. Mit der neuen Kryptowährung verfolge die chinesische Regierung ähnliche Pläne wie Facebook mit Libra. 

Die chinesische Notenbank PBOC möchte die neue Währung unter anderem über Zahlungsplattformen des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba sowie des ebenfalls einheimischen Internetgiganten Tencent verbreiten.

(jor)

16:07 Uhr

25.10.2019 - Razzia beim Ex-CEO von Envion

Das gestrauchelte Krypto-Start-up Envion macht weiter von sich reden. Wie "Gruenderszene.de" schreibt, liess die Berliner Staatsanwaltschaft die Räume des ehemaligen Envion-CEOs Matthias Woestmann und die Kanzlei seines Beraters Thomas van Aubel durchsuchen. Es seien Beweismittel gesichert worden. Konkreter habe sich die Behörde aber nicht geäussert.

Hintergrund der Durchsuchung sei ein Ermittlungsverfahren gegen Woestmann und van Aubel. Das Envion-Gründerteam um Michael Luckow habe Strafanzeige gegen die beiden gestellt. Sie beschuldigten sie, eine illegale Kapitalerhöhung durchgeführt und den Gründern ihr Unternehmen entrissen zu haben. In einer im Auftrag der Gründer versendeten Mitteilung bezeichneten sie Woestmann und van Aubel als "Firmenräuber".

Das in Zug ansässige Blockchain-Unternehmen Envion soll seine Anleger betrogen haben. Auf dem Spiel stehen 100 Millionen US-Dollar. Das Geld sammelte die Firma im Januar 2018 im Rahmen eines ICO ein, wie Sie hier lesen können.

20.09.2019 - Samsung bringt die Blockchain aufs Galaxy Note 10

Besitzer eines Samsung Galaxy Note 10 können künftig via Smartphone mit Kryptowährungen handeln. Möglich mache es die kostenlose Anwendung "Samsung Blockchain Keystore". In dieser könnten Nutzer ausserdem ihre privaten Informationen einfach verwalten. Wie Samsung schreibt, ist der Blockchain Keystore durch die hauseigene Sicherheitslösung Knox geschützt. Des Weitern würden die im Blockchain Keystore hinterlegten Daten nie in einer externen Cloud gespeichert. Auch das Android-Betriebssystem des Geräts könne sie nicht lesen. Laut Samsung kann der Blockchain Keystore alternativ als Cold Wallet genutzt werden.    

18.10.2019 - UBS bietet Zugang zu Blockchain-Handelsplattform

UBS bietet seinen Firmenkunden nun Zugang zur Blockchain-basierten Handelsplattform we-trade. Dort sei es möglich, Handelsgeschäfte digital abzuwickeln, abzusichern und zu finanzieren, teilt das Börsenportal "Cash" mit. Hinter we.trade steht ein internationales Banken-Konsortium, zu dem ausser der UBS 13 weitere europäische Banken gehören. Das Konsortium will sein Netzwerk in den kommenden Monaten um weitere Banken erweitern und ausserhalb Europas expandieren. 

Die UBS will mit dem Zugang zu we.trade insbesondere KMUs ansprechen, für die internationale Handelsgeschäfte einen hohen administrativen Aufwand darstellen, wie "Finews" berichtet. Der Prozess sei via we.trade deutlich günstiger, teilte die UBS bereits im vergangenen Jahr gegenüber „Finews“ mit. Bis zu 90 Prozent der Kosten könnten künftig wegfallen, habe es damals geheissen. 

(jor)
 

16.10.

Energie Wasser Bern (EWB) und Postfinance haben ein Blockchain-Start-up für die Strombranche gegründet. "Ormera" biete eine Plattform für Energieversorger, Dienstleister, Hauseigentümer und Liegenschaftsverwaltungen, welche die Verrechnung von selbstproduzierter Energie automatisch für sie abwickle, heisst es in einer Mitteilung. Sie verknüpfe intelligente Stromzähler mit der Blockchain.

Mit der Lösung wollen die beiden Unternehmen dem Trend Rechnung tragen, dass immer mehr Strom in dezentralen Produktionsanlagen erzeugt und direkt vor Ort verbraucht wird. Die Plattform erleichtere es beispielsweise Besitzern von Solaranlagen, den selbst produzierten Strom direkt an die Bewohner einer Liegenschaft zu verkaufen.

Die Blockchain werde benötigt, um die Stromproduktions- und Verbrauchsdaten zu speichern, für die automatische Abrechnung aufzubereiten sowie zur Verrechnung zu nutzen, heisst es in der Mitteilung weiter. Als Partner sind die Energiedienstleister Eniwa, Società Elettrica Sopracenerina und IB Langenthal sowie ABB mit an Bord.

EWB und Postfinance arbeiten seit 2018 an dem Projekt. Erfahren Sie hier, was es dabei für Herausforderungen gab.

(osc)

Libra startet offiziell und bestimmt Vorstand

Die Libra Association ist offiziell gestartet. Die in Genf ansässige, von Facebook gegründete Stiftung, hat ihre Struktur bestimmt und ihren Vorstand ernannt. Die Mitglieder unterzeichneten eine Charta, welche die Zusammenarbeit im Verein regeln soll. Libra gab denn auch seine 21 Gründungsmitglieder bekannt, darunter Unternehmen wie Spotify oder Uber, wie die "NZZ" berichtet. 

Der Vorstand besteht aus fünf Personen. Eine Schlüsselrolle dürfte wohl David Marcus zukommen, schreibt die "NZZ" weiter. Der ehemalige Paypal-Chef fungiert derzeit als Leiter des Libra-Projekts bei Facebook. Weitere Mitglieder des Vorstands sind gemäss "Handelsblatt": Vertreter des Zahlungsdienstleisters PayU, der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz, der Blockchain-Firma Xapo Holdings und der gemeinnützigen Organisation Kiva Microfunds. Kommissarischer Leiter der Association sei der ehemalige Paypal-Manager Bertrand Perez, der früher eng mit Marcus zusammenarbeitete.


Regulierer und Politiker aus den USA und Europa hatten das Libra-Projekt scharf kritisiert. Sie warnen davor, dass die Libra Association in die globale Geldpolitik eingreifen könnte und sensible Daten seiner Nutzer nicht ausreichend schützt, wie das „Handelsblatt“ weiter schreibt. 

(jor)
 

Facebook verliert weitere Libra-Partner

Eine weitere Schlappe für die von Facebook geplante Kryptowährung Libra: Nachdem der Bezahldienst Paypal seinen Rückzug aus dem Projekt angekündigt hat, verlassen nun weitere Unternehmen das Libra-Aufsichtsgremium. Die beiden Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard, der Onlinehändler Ebay und der US-Bezahldienstleister Stripe steigen aus dem Gremium aus, wie das Börsenportal "Cash" berichtet. 

Grund seien Bedenken wegen des regulatorischen Widerstands. Politiker und Zentralbanken befürchteten, dass Facebooks Digitalwährung in die Hoheit von Notenbanken eingreifen könnte, was der Social-Media-Konzern bestreitet. Facebook betont: Libra gebe kein neues Geld aus – dies bleibe den Staaten vorbehalten. 

Doch die Aufseher befürchten, dass Libra angesichts der enormen Zahl an Facebook-Nutzern zu Verwerfungen auf den Geldmärkten führen könnte. Als mögliche Gefahren bei der Einführung von Kryptowährungen wie Libra gelten gemäss "Cash" Lücken im Datenschutz, mangelnder Investorenschutz, Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll am 23. Oktober vor dem US-Repräsentantenhaus zur geplanten Einführung der Digitalwährung aussagen.

(jor)
 

Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht warnt vor Schweizer Kryptobörse

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein hat auf ihrer Website darauf hingewiesen, dass die Kryptobörse Smart Valor AG mit Sitz in Vaduz über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung der FMA verfüge. Das Fintech-Unternehmen, das seinen Hauptsitz im Cryptovalley in Zug hat, sei demnach "nicht berechtigt, bewilligungspflichtige Finanzdienstleistungen zu erbringen". Entgegen der Angabe auf der Website von Smart Valor sei das Unternehmen keine "Licensed Exchange". 

Die FMA "empfiehlt daher dringend, bewilligungspflichtige Finanzgeschäfte nur durch Finanzinstitute ausführen zu lassen, die von der FMA oder anderen Aufsichtsbehörden zugelassen sind". Sämtliche in Liechtenstein bewilligten Finanzdienstleister sind im offiziellen Register der FMA aufgeführt. 

Das Start-up Smart Valor um die umtriebige Gründerin und CEO Olga Feldmeier startete den Betrieb offiziell diesen Sommer und behauptete in einem Communiqué zum Launch, dass die Liechtensteiner Niederlassung von den lokalen Behörden die Bewilligung erhalten habe, eine Kryptobörse zu betreiben. Dem widerspricht die FMA nun offiziell.

(mla)

Die Blockchain rutscht ins "Tal der Enttäuschungen"

Die Blockchain-Revolution lässt auf sich warten. Gemäss dem neuen Hype-Cycle von Gartner rutscht die Blockchain geradewegs ins "Tal der Enttäuschungen". Das heisst, der "Gipfel der überhöhten Erwartungen" ist erreicht, sprich: der Hype ist vorbei. Und die bisherigen Anwendungen führten nicht zu den gewünschten Ergebnissen, wie der Marktforscher mitteilt. "Die meisten unternehmerischen Blockchain-Projekte sind im experimentellen Stadium steckengeblieben", lässt sich Gartner-Analyst Avivah Litan zitieren. 

Erst 2021 soll es wieder bergauf gehen, wenn die Technologie Fortschritte macht und die ersten sinnvollen Use Cases ausgerollt werden. Doch die vielversprochene "Business-Revolution" lässt noch länger auf sich warten. Die Blockchain könnte ihr disruptives Potenzial frühestens 2028 entfalten, schätzt Gartner. 
 

(Source: Gartner)
(Source: Gartner)

(jor)

07.10.2019 - Paypal steigt aus Libra-Projekt aus

Libra, die geplante Kryptowährung des sozialen Netzwerks Facebook, verliert einen namhaften Partner. Wie "Spiegel Online" unter Berufung auf Unternehmensmitteilungen berichtet, beendet Paypal seine Beteiligung am Projekt. Man wolle sich auf die bisherigen Aufgaben und geschäftlichen Prioritäten fokussieren, begründete der Zahlungsdienstleister seinen Schritt und fügte an, man werde Libra trotz des Ausstieges weiter unterstützend begleiten. Wie "Spiegel Online" weiter berichtet, überdenken auch andere Libra-Partner ihr Engagement, darunter Visa, Mastercard oder Stripe. Grund für die Skepsis dürfte der politische Widerstand sein, der Libra von diversen Seiten entgegenschlägt. Was Libra für die Finanzbranche, die Krypto-Community und die Schweiz bedeutet, verrät Georges Grivas, Dozent und Studienleiter des CAS Blockchain an der Hochschule Luzern im Interview.

(rja)

 

11:12 Uhr

Das Liechtensteiner Blockchain-Gesetz ist Tatsache. Wie "Money Today" berichtet, stimmte der Landtag des Fürstentums dem sogenannten Token- und VT-Dienstleister-Gesetz (TVTG) am Donnerstag in zweiter Lesung zu. "VT" stehe für "auf vertrauenswürdigen Technologien beruhende Transaktionssysteme" - eine breite Formulierung für Blockchain-Netzwerke.

Mit dem Gesetz sollen die rechtlichen Grundlagen für die Token-Ökonomie sowie für VT-Systeme und VT-Dienstleister geschaffen werden. Es soll Rechtssicherheit für die Krypto-Branche schaffen. Besonders im Fokus stehen dabei Dienstleistungen auf dem Finanzmarkt. Der Landtag habe das Gesetz ohne Gegenstimme verabschiedet. Es soll voraussichtlich Anfang 2020 in Kraft treten.

(osc)

11:24 Uhr

Die Bank Vontobel hat ein strukturiertes Produkt zum Handel auf der Blockchain lanciert. Es handelt sich um ein Tracker-Zertifikat, das in einem Smart Contract abgebildet wird, wie die Zürcher Privatbank mitteilt. Mit diesem Schritt reagiere Vontobel auf das "Marktbedürfnis, traditionelle Finanzprodukte auf der Blockchain zur Verfügung zu stellen."

Vontobels "Asset Token" basiert gemäss dem Börsen-Onlineportal "Cash" auf der Blockchain der Zuger Ethereum-Stiftung. Privatkunden könnten das Produkt über ihre Hausbank beziehen. Diese bestimmt schliesslich, welche Kosten beim Kunden anfallen, wie Marco Hegglin, Leiter Business Management bei Vontobel, gegenüber "Cash" sagte.

(jor)

10:34 Uhr

Der Bitcoin verbraucht viel Energie und ist damit auch für CO2-Emissionen verantwortlich. Forscher der ETH Lausanne arbeiten deshalb an einer Alternative, wie die "Werbewoche" berichtet. Ein Forschungsteam um Rachid Guerraoui schlage einen neuen Ansatz als Ersatz für das gebräuchliche Mining der Kryptowährung vor, der weniger Energie verbrauche.

"Wenn es nur um die Frage geht, ob Person A eine Bitcoin-Einheit an Person B überweisen darf, oder ob sie diese Einheit schon Person C, D und E gegeben hat, braucht man keine zentrale Autorität, die das komplette Netzwerk kontrolliert", zitiert die Werbewoche Guerraoui. Anstatt alle Akteure unter Generalverdacht zu stellen, setze der an der ETH Lausanne entwickelte Algorithmus namens "Byzantine Reliable Broadcast" auf die Unschuldsvermutung.

Die Idee dahinter: Die Sicherheit des Netzwerks lasse sich durch Kommunikation zwischen den Beteiligten sicherstellen. Anstatt sich als zentraler Kontrolleur mit allen zu verbinden, reiche der Austausch mit einer Stichprobe anderer Netzwerk-Teilnehmer. Der Energieverbrauch bei dieser Herangehensweise entspreche wenigen Gramm CO2. Zum Vergleich: Bei einer klassischen Bitcoin-Transaktion würden 300 Kilogramm CO2 produziert.

Was die Sicherheit der Transaktionen anbelangt, stehe das neue System dem klassischen Mining in nichts nach, schreibt die Werbewoche weiter. Allerdings sei es nicht für alle Anwendungen geeignet. So seien Transaktionen, wie es sie für Smart Contracts braucht, nicht möglich. Vergleichsweise einfache Use Cases wie etwa ein Bezahlsystem für Bike-Sharing-Angebote seien aber im Bereich des Möglichen. Guerraoui und seine Mitstreiter wollten den "Byzantine Reliable Broadcast" bis Ende 2020 als Open-Source-Code veröffentlichen.

(osc)

14:01 Uhr

Die Bürger Schaffhausens können im Rahmen eines Pilotprojekts den Betreibungsregisterauszug nun als PDF via Smartphone bestellen - auf Blockchain-Basis. Möglich macht dies laut einer Mitteilung die "eID+"-App des Start-ups Procivis auf Grundlage der Blockchain-Infrastruktur von Swisscom und der Schweizerischen Post.

Nach dem Download der App und der persönlichen Identifikation bei der Gemeinde, erhalten Nutzer Zugang zu Verwaltungsdiensten, beispielsweise denjenigen des Einwohneramtes. Um das Behörden-Zertifikat digital und fälschungssicher zu erstellen, komme eine Private-Blockchain-Infrastruktur – die sogenannte "Consensus as a Service"-Infrastruktur – zum Einsatz. Diese funktioniere wie ein digitales Geschäftsbuch: Die Transaktionen sind für alle Partner unter Wahrung der Vertraulichkeit in Echtzeit einseh- und überprüfbar. Die Daten blieben vollständig in der Schweiz, versprechen die Entwickler.

(osc)

14:27 Uhr

Die HSG will mit einer Blockchain-Lösung die Echtheit von Abschlüssen überprüfen. Die Universität reagiere damit auf die Zunahme gefälschter Zeugnisse in den vergangenen Jahren, sagte CIO Harald Rotter in einem Interview mit "CNN Money Switzerland". Ein entsprechendes Pilotprojekt soll die Überprüfung der Echtheit von Diplomen stark beschleunigen. Ein Vorgang, der zuvor mit einigem administrativem Aufwand verbunden war und mehrere Tage in Anspruch nahm. Die Umsetzung des Projekts geschieht in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Start-up Blockfactory.

Harald Rotter ist seit Oktober 2017 Herr über die IT an der Universität St. Gallen. Im Interview spricht er über die ­Herausforderungen der ersten Monate, die Digitalisierung der Hochschulen und darüber, warum er als CIO manchmal hartnäckig sein muss.

(osc)

20.09.2019 - Österreicher sind gegenüber Kryptowährungen am kritischsten

Die meisten Konsumenten haben noch kein vertieftes Wissen über Kryptowährungen, sind den neuen Zahlungsmethoden gegenüber aber positiv eingestellt. Zu diesem Schluss kommt der niederländische Finanzdienstleister ING in einer Studie. Gemäss Umfrage sind die türkischen Konsumenten die grössten Krypto-Fans. 62 Prozent gaben an, dass sie an die Zukunftsfähigkeit von Kryptowährungen glauben. Mit 44 Prozent landet Rumänien hier auf Platz zwei. Dahinter folgt Polen mit 43 Prozent. Das Schlusslicht bildet Österreich. Hier glauben nur 13 Prozent, dass Kryptowährungen sich als Zahlungsmittel durchsetzen werden. Zur Schweiz macht ING keine Angaben.

Source: ING

Laut ING zeigten sich Personen, die ein weniger breites Wissen über Bitcoin und Co. hatten, positiver eingestellt, was die Zukunft von Kryptowährungen angeht, als jene mit vertieftem Wissen. Die meisten Studienteilnehmer (33 Prozent) informieren sich über die Nachrichten oder via Onlinerecherche über Kryptowährungen. 13 Prozent gaben an, ihr Krypto-Wissen von Social-Media-Plattformen zu beziehen. 12 Prozent wissen dank Familie und Freunden Bescheid und 8 Prozent gaben an, nicht zu wissen, wo sie ihre Infos über Kryptowährungen her haben.

Auf die Frage, ob Banken Konten für Kryptowährungen wie Bitcoin anbieten sollten, antworteten 40 Prozent der Teilnehmer mit Nein. 27 Prozent sprachen sich für Krypto-Konten aus und 33 Prozent waren unentschlossen. Ausserdem sprachen sich die meisten Konsumenten für die Existenz von Bargeld aus. 54 Prozent würden es bevorzugen, wenn Bargeld auch zukünftig existieren würde. 22 Prozent hingegen wären froh, wenn es nur noch bargeldlose Zahlungsmethoden gäbe. Die restlichen 24 Prozent enthielten sich.

(lha)      

17.09.2019 - Facebook wehrt sich gegen Kritik an Libra

Facebook hat sich zur Kritik an seiner Digitalwährung geäussert. Libra greife nicht in die Hoheit der Notenbanken ein, sagte David Marcus. Das soziale Netzwerk könne die Geldmenge nicht einfach erhöhen, so wie es die Notenbanken tun. Libra sei zudem mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen gedeckt, schreibt derstandard.at.

Marcus betonte, dass er die Verwaltung der Digitalwährung der in der Schweiz ansässigen Libra Association überlassen wolle. Da die Schweizer Finanzmarktaufsicht Libra reguliere, seien die Hürden für eine regulatorische Zulassung hoch, sagte Marcus.

(mur)

11.09.2019 - USA empfiehlt strenge Regulierung von Krypto-Währungen

Die Skepsis rund um die Regulierung von Krypto-Währungen wie Libra besteht nach wie vor. An einer Medienkonferenz der US-Botschaft in Bern äusserte sich die oberste Verantwortliche für Terror und Finanzaufklärung zu dem Thema, wie das SRF berichtet. Die Schweiz bewerbe sich als innovativer Platz im Finanzbereich, so Sigal Mandelker. Daher liege es auch in ihrem Interesse, strenge Regulierungen zur Vermeidung von Risiken wie Geldwäscherei einzuführen.

Sigal Mandelker
Bild: Screenshot von srf.ch


Die Vertreter der USA betonten, dass Facebook ein US-Konzern sei. Libra unterstehe somit nicht nur dem schweizerischen, sondern auch dem US-Recht. Daher müssten die Regulierungen für Krypto-Währungen diesen Umstand widerspiegeln.

Die Schweizer Regierung sehe den Libra-Standort Genf als positives Zeichen für den Wirtschaftsstandort. Im Parlament äusserten sich vor allem linke Ratsmitglieder kritisch zu Libra, während die Ratsrechten die Entwicklung befürworteten.

(cwa)

27.08.2019 - US-Delegation besucht Bern, Libra-Skepsis bleibt

Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses haben am Freitag das Bundeshaus besucht, um mehr über Libra zu erfahren. Die Demokratin Maxine Waters führte die US-Delegation an. Sie sprach mit Vertretern des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma sowie mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten. Offenbar gelang es der Schweizer Seite nicht, die Skepsis der USA gegenüber Libra abzubauen. "Ich bin immer noch besorgt darüber, einem grossen Tech-Unternehmen zu erlauben, eine alternative und privat kontrollierte globale Währung zu schaffen", schreibt Maxine Waters auf financialservices.house.gov.

Der Bundesrat ist Libra gegenüber grundsätzlich offen. Er reagierte am 21. August auf eine Interpellation der SP-Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo. Sie fragte, welche Bewilligungen die Libra Association braucht. Der Bundesrat verwies auf das Bankengesetz, das Finanzmarktinfrastrukturgesetz, das Geldwäschereigesetz und das Bundesgesetz über den Datenschutz. Noch sei aber nicht klar, welche Tätigkeiten Libra in der Schweiz ausüben wolle. Die Finma werde darüber entscheiden, sobald ein Gesuch vorliege. Der Bundesrat sagte zudem, dass es für Libra keine Revision der rechtlichen Leitplanken brauche.

(mur)

26.08.2019 - Finma lizenziert erstmals Schweizer Krypto-Banken

In der Schweiz gibt es neu zwei lizenzierte Krypto-Banken: Seba Crypto und Sygnum. Die Finma hat ihnen eine Bewilligung erteilt. Sie dürfen jetzt Finanzdienstleistungen rund um Kryptowährungen und digitale Assets starten, wie finews.ch schreibt.

Screenshot von seba.swiss

Bild: Screenshot von seba.swiss

Seba will Firmen in der Blockchain-Branche nicht nur Konten anbieten, sondern auch die Aufbewahrung von Kryptowährungen und deren Handel ermöglichen. Die Bank will zudem Kreditgeschäfte mit digitalen Vermögenswerten in ihr Angebot aufnehmen.

Bild: Screenshot von sygnum.com

Bild: Screenshot von sygnum.com

Sygnum hat ähnliche Pläne. Die Bank unterhält Partnerschaften mit Swisscom und der Deutschen Börse und will neue Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte lancieren.

(mur)

24.08.2019 - Das Interesse an der Blockchain-Branche steigt

Die Zürcher Privatbank Maerki Baumann & Co. kämpft gemäss Swissinfo mit der verstärkten Regulierung des Bankensystems und dem erhöhten Margendruck. Laut CEO Stephan Zwahlen sucht das Unternehmen darum alternative Einkommensquellen - unter anderem in der Blockchain-Branche. Als die Öffentlichkeit von diesem Vorhaben erfahren habe, sei die Bank mit Anfragen überhäuft worden, so Zwahlen.

"Plötzlich wollten 400 Leute mit uns reden", sagte Zwahlen gegenüber Swissinfo. "Und es waren genau die Leute, um deren Aufmerksamkeit wir seit 10 Jahren kämpften, mit traditionellen Private-Banking-Angeboten." Die Interessenten seien typischerweise zwischen 30 und 40 Jahre alt, sehr gut gebildet und hätten eine unternehmerische Denkweise. Auch die Falcon Private Bank, Vontobel, Julius Bär, Zarattini, Swissquote und die Hypothekarbank Lenzburg buhlen vermehrt um Kunden aus der Blockchain-Branche.

(mur)

23.08.2019 - 10 Jahre Bitcoin im Zeitraffer

So entwickelte sich der Bitcoin-Kurs in den letzten zehn Jahren:

(mur)

22.08.2019 - EDÖB wartet auf Infos zu Libra

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat mit der Libra Association vereinbart, bis Ende August mehr Informationen zum geplanten Stablecoin von Facebook zu erhalten. Die Association habe versprochen, diese zu liefern, schreibt Inside-IT unter Berufung auf eine Sprecherin des EDÖB. Die Libra Association hat ihren Geschäftssitz in Genf. Sie will einen Stablecoin herausbringen, der an einen Korb von Währungen gebunden ist. Mehr über Libra erfahren Sie in diesem Artikel.

Facebook musste im Juli vor dem US-Kongress zu Libra aussagen. Der Konzern werde für die Einführung der Währung mit den Behörden und der Finma zusammenarbeiten, versprach Facebook damals. EDÖB Adrian Lobsiger hatte allerdings zu diesem Zeitpunkt noch keine solche Anfrage erhalten, wie Sie in diesem Artikel lesen können.

(mur)

21.08.2019 - So klappt es mit dem Firmenkonto für Blockchain-Unternehmen

Die Schweizerische Bankiervereinigung veröffentlichte im September 2018 einen Leitfaden, der Banken helfen soll, Firmenkonten für Kryptofirmen zu eröffnen. Mehr dazu können sie hier lesen. Nun hat der Verband die Publikation aktualisiert. Die Crypto Valley Association habe zur Weiterentwicklung des Leitfadens beigetragen und unterstütze dessen Umsetzung in der Praxis, schreibt die Bankiervereinigung in einer Mitteilung.

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen. Der Verband will ihn in den nächsten Wochen auch in italienischer, französischer und englischer Sprache veröffentlichen.

(mur)

20.08.2019 - Binance will mehr Stablecoins

Binance hat das Projekt "Venus" angekündigt, um die Entwicklung von Stablecoins zu vereinfachen. Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Preis zum Beispiel an den Euro oder den US-Dollar gekoppelt ist. Venus basiert auf Binance Chain, einer öffentlichen Blockchain, die Binance im April startete. Das Projekt soll es Firmen ermöglichen, lokale Stablecoins und Anlagen, die an nationale Währungen gebunden sind, zu entwickeln.

Ist Venus eine Konkurrenz zu Facebooks Libra? Nein, sagt Changpeng Zhao, Gründer und CEO von Binance, auf Twitter. "Gerne beide gleichzeitig. Das Projekt sollte Libra sogar helfen, wenn man darüber nachdenkt. Dabei möchte ich es bewenden lassen."

(mur)

19.08.2019 - Wer ist Satoshi Nakamoto?

Die Identität des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto ist nach wie vor unbekannt. Laut einer Mitteilung der Agentur Ivy McLemore & Associates wird sich das bald ändern. Satoshi werde seine Identität in drei Blogartikeln enthüllen, und der erste ist bereits online.

Der Artikel ist in der Krypto-Community auf grosse Skepsis gestossen. Dass Satoshi seine Identität über eine PR-Agentur aufdeckt, scheint äusserst unwahrscheinlich. Stattdessen könnte er einfach eine Message auf der Bitcoin-Blockchain mit dem Genesis Key verifizieren, schreibt etwa Litecoin-Erfinder Charlie Lee auf Twitter.

(mur)

16.08.2019 - Chinas Kryptowährung

Die Chinesische Volksbank steht laut Bloomberg kurz davor, eine eigene Kryptowährung zu lancieren. Angekündigt habe das Mu Changchun, der stellvertretende Direktor der Abteilung für Zahlungsverkehr. Wann es so weit sein wird, verriet Changchun nicht.

(mur)

15.08.2019 - Six verliert Chef seiner Kryptobörse

Martin Halblaub wollte bei Six als CEO die Kryptobörse SDX lancieren. Der Plan ist schiefgegangen. Halblaub wird das Unternehmen Ende August verlassen - nach nur 8 Monaten im Amt. Die Hintergründe zum Abgang lesen Sie in diesem Artikel.

(mur)

14.08.2019 - Samsung integriert Bitcoin in SDK

Samsung hat es für Entwickler vereinfacht, Bitcoin in seine Smartphones zu integrieren. Der südkoreanische Konzern ergänzte seinen "Blockchain Keystore" um Unterstützung für Bitcoin. So können Android-Anwendungen besser mit dem Keystore kommunizieren, den Samsung auf den Geräten Galaxy S10e, S10, S10+, S10 5G, Note10 und Note10+ einsetzt.

Quelle: Screenshot von developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Quelle: https://developer.samsung.com/blockchain/keystore/sdk

Der Samsung Blockchain SDK unterstützte bisher nur Ethereum und Klaytn. Er funktioniert in Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Spanien, Südkorea, den USA - und der Schweiz. Mehr über den Blockchain Keystore SDK erfahren Sie auf dieser Website von Samsung.

(mur)

13.08.2019 - IBM tüftelt an Blockchain-Browser

IBM hat ein neues Patent eingereicht. Es sieht laut coindesk.com vor, Webbrowser-Daten wie Bookmarks, Standortinfos und die Historie besuchter Websites in der Blockchain zu speichern. Unklar ist, wie IBM dabei die Privatsphäre der Nutzer schützen will.

Auch andere Firmen kombinieren die Distributed-Ledger-Technologie mit einem Webbrowser. Zum Beispiel das norwegische Unternehmen Opera, das in seinem Browser Opera Touch für Apples iOS eine Wallet für Kryptowährungen integriert hat.

(mur)

12.08.2019 - Binance.us ohne Tron?

Binance.com wird in einem Monat Nutzer aus den USA blockieren. Dafür soll noch dieses Jahr eine US-Version der Börse online gehen. Welche Kryptowährungen werden auf Binance.us handelbar sein? Laut einem Blogeintrag prüft das in Malta ansässige Unternehmen, folgende Coins anzubieten:

Diese Kryptowährungen könnten auf Binance.us handelbar sein (Quelle: medium.com/binance-us/exciting-developments-coming-soon-for-binance-us-f79f86bdd9c6)

Tron - laut Coinmarketcap die zwölftgrösste Kryptowährung der Welt - fehlt auf der Liste. Warum? Das ist unklar, aber Tron-Gründer Justin Sun versucht nun auf Twitter, besorgte Investoren zu beruhigen. Ob der Tweet reicht, um sie ruhig zu stellen? Wir werden wohl bald mehr wissen - Binance.us soll bereits diesen September starten.

(mur)

Webcode
5rLjPaf8

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