Sunrise fürchtet Verluste wegen Huawei
In einem an Aktionäre gerichteten Papier hat Sunrise vor seinem Partner Huawei gewarnt. Sunrise betonte in dem Schreiben, dass das Unternehmen stark von Huawei abhängig ist und die von den USA verhängten Sanktionen gegen den Partner das Geschäft des Schweizer Telkos negativ beeinflussen könnten.
Sunrise gibt sich bei seinen Aktionären skeptisch gegenüber dem eigenen Partner Huawei. Seit 2012 arbeiten die beiden Unternehmen eng zusammen. Insbesondere was den Ausbau des 5G-Netzwerks angeht, verlässt sich der Schweizer Telko auf die Technologie von Huawei. In einem an die Aktionäre gerichteten Dokument warnt Sunrise seine Aktionäre nun vor dem Partner aus China. "Wir sind stark von unserem Technologiepartner Huawei abhängig, der ein wesentlicher Bestandteil unserer Infrastrukturstrategie und -leistung ist", heisst es im Schreiben. Das Dokument wurde bereits am 30. September herausgegeben und nun von der "NZZ" entdeckt.
Auch das kritische Verhältnis zwischen Huawei und den USA spricht Sunrise an: "Huawei wird von der US-Regierung eingehend auf mögliche Sanktionsverletzungen untersucht, die erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben könnten." Sunrise prüfe momentan, welche Auswirkungen die Sanktionen durch die USA auf den eigenen Betrieb haben könnten. Der Telko schliesst dabei nicht aus, dass kurzfristig ein anderer Partner hermuss, "was sehr schwierig, kostspielig und potenziell unmöglich sein kann."
Weiter warnt Sunrise vor potenziellen Imageschäden: Jeder Reputationsschaden von Huawei könne zu wesentlichen Veränderungen im Betrieb und Kundenverlust führen und zukünftige technologische Entwicklungen sowie das zukünftige Wachstum negativ beeinflussen.
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