So rüsten sich die Schweizer Hotels gegen Booking & Co.
Als Reaktion auf internationale Buchungsportale lancieren Schweizer Hoteliers eine eigene Onlineplattform. Das Projekt wird vom Bund subventioniert und soll demnächst online gehen. Für Touristen ändert sich jedoch vorerst nicht viel.
Mit einem neuen Onlinedienst reagieren Schweizer Hoteliers auf internationale Buchungsportale wie "Booking.com" oder "Expedia". Die Plattform heisst "Discover Swiss" und will sich als "elektronischer Concierge" verstanden wissen, heisst es auf "SRF.ch".
Hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig kritisiert, gegenüber SRF die hohen Gebühren der internationalen Portale. Zudem würden sie zunehmend die Touristenströme lenken. Gerade kleinere und mittlere Destinationen hätten Mühe, da noch mitzuhalten, heisst es im Bericht weiter. Auf "Discover Swiss" soll darum "ein eigener Marktplatz mit möglichst vielen und vielfältigen Angeboten entstehen". Der elektronische Concierge solle den Gästen helfen, durch die Schweiz zu reisen.
Der Bund beteiligt sich mit einer Million Franken am Projekt. "Es geht auch darum, dass nicht in jeder Ecke der Schweiz das Rad neu erfunden wird", erklärt Eric Jakob, Tourismus-Verantwortlicher beim Seco, das Engagement. Eine weitere Million sei privat gesammelt worden, heisst es weiter.
Erste Destinationen sollen schon 2020 die neue Plattform aufschalten. Allerdings werde sie vorerst lediglich im Hintergrund laufen und in bestehende Websites integriert, schreibt SRF. Für Touristen ändere sich entsprechend noch wenig. Künftig könne man Gästen aber mehr massgeschneiderte Angebote unterbreiten - jedenfalls dann, wenn sie dem Sammeln persönlicher Daten durch "Discover Swiss" zustimmen.
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