Moneyland.ch-Studie

Neobanken gegen Platzhirsche im Gebührenvergleich

Uhr

Eine Studie von moneyland.ch hat die Gebühren von Neo-Banken und klassischen Banken verglichen. Ein Schweizer Anbieter dominiert, doch nicht jede Smartphone-Bank eignet sich als Ersatz für das Schweizer Bankkonto.

(Source: Alex Ruhl / shutterstock.com)
(Source: Alex Ruhl / shutterstock.com)

Der Online-Vergleichsdienst "moneyland.ch" hat im Rahmen einer Studie vier Smartphone-Banken und fünf klassische Schweizer Banken, sowie vier Gratis-Kreditkarten-Anbieter unter die Lupe genommen. Dafür wurden Bargeldbezüge und Einkäufe in der Schweiz und im Ausland in verschiedenen Währungen untersucht.

Für den Vergleich der Banken wurden ein Wenig- und ein Vielnutzerprofil verglichen. Die Kosten verteilen sich dabei auf Einkäufe in Franken in der Schweiz, sowie in Euro, in US-Dollar und in thailändischem Baht im Ausland. Der Vielnutzer kauft dabei für umgerechnet 12'000 Franken pro Jahr ein. Anhand dieser Summe berechnete moneyland.ch die anfallenden Gebühren.

Die Schweizer Smartphone-Bank Neon schnitt hier am besten ab, Kunden zahlen nur Gebühren von knapp 35 Franken. Die erste klassische Schweizer Bank findet sich auf dem sechsten Platz wieder. Hier zahlen Kunden Gebühren von knapp 335 Franken für die Vielnutzer-Ausgaben. Schlusslicht ist die Credit Suisse mit anfallenden Gebühren von über 661 Franken.

"Die günstigsten Smartphone-Banken sind für Vielnutzer im Ausland mehr als 500 Franken pro Jahr günstiger als die teuersten klassischen Banken", fasst Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch, das Ergebnis zusammen.

(Source: moneyland.ch)

Im zweiten Vergleich geht es um den Bezug von Bargeld. Der Vielnutzer hebt hier umgerechnet 5000 Franken im Ausland in den verschiedenen Währungen ab. Die wenigsten Gebühren fallen beim Postfinance Privatkonto Plus an. Mit 75 Franken ist das Angebot der Post günstiger als das von Neon und Zak. Beim normalen Postfinance Privatkonto fallen allerdings 200 Franken Gebühren an.

(Source: moneyland.ch)

"Der Hauptvorteil der Smartphone-Banken Revolut, Transferwise und Neon sind die günstigen Gebühren und Wechselkurse für Einkäufe im Ausland", sagt Benjamin Manz. Weitere Vorteil der Smartphone-Banken seien die hohe Nutzerfreundlichkeit und Funktionen in der App, heisst es weiter.

Allerdings eigenen sich nicht alle Smartphone-Banken als vollwertiger Kontoersatz. Revolut und Transferwise verlangen noch ein Schweizer Bankkonto. Auch das Kontoguthaben sei nur bei den Angeboten von Neon und Zak bis je 100'000 Franken versichert, schreibt moneyland in der Studie.

Welche anderen Trends das Bankenwesen in den nächsten fünf Jahren beschäftigen, zeigt eine Studie der HSLU. Lesen Sie hier mehr über Cybersecurity, Data Analytics und digitale Identitäten.

Webcode
DPF8_171851

Kommentare

« Mehr