GfK Trendanalyse

Smartphone-Markt soll 2020 zulegen, aber ...

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Die neue Trendanalyse zum Smartphone-Markt ist da. Die Experten des Marktforschungsinstitutes GfK schätzen den Markt 2020 gut ein, nur der Coronavirus macht Herstellern und Lieferanten zu schaffen.

(Source: Oleksiy Mark / Fotolia.com)
(Source: Oleksiy Mark / Fotolia.com)

Das Marktforschungsinstitut GfK hat seine Trendanalyse zum Smartphone-Markt 2020 veröffentlicht. Im Bereich der technischen Konsumgüter werden Smartphones voraussichtlich einen hohen Umsatz generieren. In Zahlen wird dies ungefähr 444 Milliarden Euro bedeuten, knapp die Hälfte der gesamten Verbraucherausgaben in dem Bereich. GfK-Experten schätzen, dass rund 1,37 Milliarden Smartphones weltweit über die Ladentheke gehen werden. Die Nachfrage werde 2020 stabil bleiben. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Lieferketten und Produktionskapazitäten könnten jedoch noch einen Einfluss auf diese Zahlen haben, die nicht abgeschätzt werden können.

Laut Luca Giuriato, GfK-Experte für Telekommunikation, sei es immer schwieriger, die Verbraucher zu beeindrucken. Smartphones seien längst über die ursprünglich gedachten Funktionen hinaus für viele Verbraucher der wichtigste Gegenstand. Die Erwartungen an Soft- und Hardware steigen ständig. Verbraucher würden aber noch immer dem Launch neuer Modelle entgegen fiebern. Gemäss GfK-Zahlen kamen vier von fünf Smartphones, die im letzten Jahr gekauft wurden, im vierten Quartal 2019 auf den Markt.

Innovationen für besseres Nutzererlebnis

Ausschlaggebend für den Smartphone-Markt waren Innovationen. Ganz nach dem Motto "Je mehr, desto besser" sollen neue Features bessere Nutzererlebnisse bringen. Gemäss Analyse haben rund 70 Prozent der 2019 gekauften Smartphones eine Displaygrösse von mindestens 6 Zoll. Im Jahr zuvor waren es nur 24 Prozent. Zusätzlich gibt die Mehrheit der Konsumenten laut GfK an, dass die interne Speicherkapazität das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines neuen Smartphones ist.

Die Verkaufszahlen unterstützen diese Aussage: 2019 hatten 37 Prozent der verkauften Smartphones eine Speicherkapazität von mindestens 128 Gigabyte. Ebenfalls ausschlaggebend ist die Akkulaufzeit. Gut die Hälfte der Konsumenten achtet darauf. Etwa 38 Prozent der verkauften Geräte haben eine Akkuleistung von mindestens 4000 Milliamperestunden.

Die Verbreitung von 5G hängt gemäss der Trendanalyse stark von der lokalen Telekommunikationsinfrastruktur ab. 2019 boten mehr als zehn Marken 5G-fähige Smartphones an, doch je nach Land schwankt die Verbreitung stark: In Südkorea war beispielsweise ein Drittel der verkauften Geräte 5G-fähig. In Grossbritannien und Australien hingegen nur knapp 2 Prozent. China holte im vergangenen Jahr auf, im Dezember waren 8 Prozent der verkauften Smartphones 5G-fähig.

Immer wichtiger werden auch Wearables. Schweizer Konsumenten haben im Jahr 2019 knapp 326'200 Stück gekauft, Earables noch nicht eingeschlossen – lesen Sie hier mehr dazu.

Die vorgestellte Trendanalyse basiert auf verschiedenen GfK-Methoden, unter anderem Point of Sales Tracking und Verbraucherforschung.

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DPF8_172947

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