Asut, FDA und ICNIRP sind sich einig

Kein Grund zur Panik wegen 5G

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von Coen Kaat

Das US-amerikanische Gesundheitsministerium, die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung und der Schweizer Telko-Verband Asut sind sich einig: Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass 5G eine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Der Verband fordert nun den Bundesrat zum Handeln auf.

(Source: Netzmedien)
(Source: Netzmedien)

Befürchtungen und Bedenken zum Mobilfunk und insbesondere zur neuen 5G-Technologie haben sich durch die neuesten Bewertungen des Wissensstandes nicht erhärtet. Dies schreibt Asut in einer Medienmitteilung.

Der Schweizer Telko-Verband stützt sich dabei auf zwei unabhängig voneinander entstandene Bewertungen. Die erste wurde durch das US-amerikanische Gesundheitsministerium, die US Food & Drug Administration (FDA), erstellt.

Die FDA kam bereits am 10. Februar 2020 zum Schluss, dass die heutigen Grenzwerte zum Schutz der öffentlichen Gesundheit ausreichend sind. Es gebe bis heute keine konsistenten oder glaubwürdigen wissenschaftlichen Beweise für Gesundheitsprobleme aufgrund der Handyexposition.

Im März publizierte die ICNIRP, die Internationale Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung, ihren Bericht. Die Kommission teilt ebenfalls mit, dass die bisherigen Empfehlungen für Mobilfunkgrenzwerte im Wesentlichen unverändert weiter gelten - insbesondere auch für die Frequenzbereiche, in denen 5G in der Schweiz betrieben wird. Diese Richtlinien würden vor allen nachgewiesenen Gesundheitsauswirkungen durch elektromagnetische Felder von Mobilfunk schützen.

Noch nicht überzeugt? Hier können Sie nachlesen welche 23 Mythen zu 5G bereits widerlegt wurden.

Schweiz hat bereits strengere Grenzwerte

Die Empfehlungen der ICNIRP bilden die Grundlage der Schweizer Immissionsgrenzwerte (IGW). Diese gelten überall, wo sich Menschen aufhalten können, wie Asut schreibt. Obwohl die internationalen Empfehlungen darin bereits enthalten sind, gibt es in der Schweiz jedoch noch eine zusätzliche Verschärfung. Diese gemäss dem Telko-Verband 10-fach strengeren Grenzwerte gelten für alle Orte, wie Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Spitäler, ständige Arbeitsplätze und Kinderspielplätze.

Die Mobilfunkbranche erwarte nun, dass Kantone und Gemeinden Bewilligungsgesuche für den 5G-Ausbau zügig behandeln, schreibt Asut. Zudem fordert der Verband den Bundesrat auf, "gute Rahmenbedingungen zu schaffen und die regulatorischen Schritte für den Erhalt leistungsfähiger Mobilfunknetze in die Wege zu leiten".

Der Kanton Genf jedoch, hat dem Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G weitere Steine in den Weg gelegt. Wie Sie hier nachlesen können, beschloss der Kanton ein dreijähriges Moratorium für neue 4G+ und 5G-Antennen.

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