Stuart Levey

Libra holt Kämpfer gegen Geldwäscherei an die Spitze

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von Steve Wagner und Übersetzung: René Jaun

Stuart Levey, derzeitiger Chief Legal Officer der HSBC-Bank, ist neuer CEO der Libra Association. In seiner Vergangenheit war Levey für die USA als Spezialist im Kampf gegen illegale Finanzierung tätig.

Stuart Levey, der neue CEO der Libra Association. (Source: Libra)
Stuart Levey, der neue CEO der Libra Association. (Source: Libra)

Die Genfer Libra Association, die das von Facebook initiierte Libra-Kryptomoney-Projekt leitet, hat Stuart Levey zum CEO ernannt. Levey ist seit mehr als acht Jahren juristischer Direktor (Chief Legal Officer) der Bank HSBC, die er spätestens im Sommer verlassen wird. "Herr Levey bringt eine Fülle von Führungserfahrung im öffentlichen und privaten Sektor in die Vereinigung ein, die sich vom Bankwesen über die Regulierungspolitik bis zu Fragen der nationalen Sicherheit erstreckt", schreibt die Libra Association in einer Mitteilung.

Die Ernennung eines Spezialisten für die Bekämpfung der Geldwäscherei ermögliche es Libra, "technologische Innovation mit einem starken Regulierungs- und Compliance-Rahmen" zu verbinden". Letzterer dürfte eine Bedingung für die Finma-Lizenz sein, die die Libra Association am 16. April beantragt hatte.

Bevor er zu HSBC kam, war Stuart Levey der erste Unterstaatssekretär des Finanzministeriums, der in den Regierungen von George W. Bush und Barack Obama für Terrorismus und Finanzinformationen zuständig war. "Während seiner Amtszeit war Herr Levey massgeblich an der Entwicklung der US-amerikanischen und internationalen Politik zur Bekämpfung der illegalen Finanzierung beteiligt", sagt Libra. Vor seiner Ernennung durch das Finanzministerium hatte er mehrere leitende Positionen im US-Justizministerium inne, unter anderem als Principal Associate Deputy Attorney General.

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