Digitalisierung in der Pflege

Spitex arbeitet an zentraler Datenbank für Pflegedaten

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Spitex-Organisationen arbeiten an einer zentralen Datenbank für Pflegedaten. Das Projekt nennt sich HomeCareData und soll für eine bessere Datenlage für die Pflege zu Hause sorgen. Die Datenbank ist noch im Aufbau.

(Source: truthseeker08 / pixabay)
(Source: truthseeker08 / pixabay)

HomerCareData (HCD) ist eine nationale Datenbank des Dachverbands für Spitex-Dienste. Mit der Datenbank sollen die Klientendaten der Spitex-Organisationen zentralisiert werden. Ein neuer Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums untersuchte die Einsatzmöglichkeiten dieser Datenbank in der Forschung und in der Gesundheitsversorgung.

Die Untersuchung bescheinigt der Datenbank ein hohes Potenzial, um bessere Daten für die Betreuung zu Hause zu liefern. Durch HCD liessen sich Informationen zu den betreuenden Angehörigen sammeln und detaillierte Auswertungen zur Dauer der Betreuung sowie Betreuungsprofile erstellen. Anders als bei der stationären Pflege gibt es im Bereich der Spitex-Pflege bislang keine zentrale Datenbank, mit der sich beispielsweise Vergleiche oder Prognosen anstellen lassen.

Das Projekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase. Bisher übermitteln 85 der rund 400 Spitex-Organisationen ihre Daten an HCD. Deswegen sind die Daten noch nicht statistisch auswertbar, wie das Schweizerische Gesundheitsobservatorium mitteilt. Zudem können sich private Organisationen und selbstständige Pflegefachpersonen noch nicht an HCD beteiligen.

Anhand des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPD) wird deutlich, dass man sich grosse Vorteile von besseren Patientendaten verspricht. Ambulante Pflegeeinrichtungen wie die Spitex-Organisationen sind nicht zur EPD-Einführung verpflichtet. Warum die Spitex trotzdem dazu bereit ist, das EPD freiwillig einzuführen, erklärt Rainer Endl, Professor für Wirtschaftsinformatik, in einem Fachbeitrag.

Webcode
DPF8_186774

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