Mehrere Mitarbeitende verlieren Stelle

Ruag International lagert IT an globalen Provider aus

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Einer anonymen Quelle zufolge will Ruag International einen IT-Bereich outsourcen. Mehrere Mitarbeitende sollen in der Folge ihre Arbeit verlieren, wie Ruag auf Anfrage bestätigt. Von dem Vorgehen verspricht sich das Unternehmen unter anderem Kosteneinsparungen.

(Source: Jezper / Fotolia.com)
(Source: Jezper / Fotolia.com)

Wie eine anonyme Quelle per E-Mail mitteilt, will Ruag International den IT-Bereich "Infrastructure & Operations" an einen globalen IT-Provider auslagern. Als Beleg schickte der Whistleblower einen Screenshot einer internen Mitteilung mit. Demnach soll Ruag International per April 2021 den IT-Bereich auslagern. "Für die Kolleginnen und Kollegen in IT Infrastructure bedeutet dieser Entscheid, dass ihre Stellen ab Frühjahr 2021 wegfallen, wenn die Übergabe zum neuen Provider erfolgt", heisst es im Screenshot.

Drei Viertel verlieren Stelle

Auf Anfrage bestätigt Ruag International die anonyme Meldung. An wen das Unternehmen "Infrastructure & Operations" auslagern wolle, sei noch nicht entschieden, schreibt ein Ruag-Sprecher auf Anfrage. Das Unternehmen werde den Vertrag bis spätestens im November unterzeichnen und dann mit den Vorbereitungen für das Outsourcing beginnen. Der Prozess soll bis April 2021 abgeschlossen sein.

Im betroffenen IT-Bereich arbeiten gemäss Sprecher zurzeit 45 Mitarbeitende. Nach der Umsetzung der Pläne würden ungefähr ein Viertel - also rund 10 Mitarbeitende - verbleiben. "Wir haben die Mitarbeitenden frühzeitig informiert und sie werden in dem Prozess vom HR begleitet. Ruag International hat ein umfassendes Programm aufgesetzt, um gute Anschlusslösungen zu finden, sei es intern oder am Markt", sagt der Sprecher. Durch das Outsourcing würden auch neue Rollen entstehen, etwa im Application Management.

Vom Outsourcing verspricht sich Ruag International "eine weltweit einheitliche IT-Infrastruktur, effizientere, stabilere und sicherere Infrastrukturdienste wie auch Kosteneinsparungen". Das Unternehmen wolle sich in der IT auf die Kerndienstleistungen konzentrieren.

Konkret von der Auslagerung betroffen sind Service Desk und Enduser Services rund um PC und Smartphone sowie Netzwerk und Rechenzentren. Der Entscheid habe nichts mit Corona zu tun.

Hingegen leidet der Outsourcing-Markt tatsächlich unter Corona, wie Sie hier nachlesen können.

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DPF8_191089

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