Studie der FH Graubünden

Lediglich ein Drittel der Schweizer KMUs sind auf Social Media vertreten

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von Werbewoche

Grosse Teile der Schweizer Bevölkerung sind auf Social Media vertreten und nutzen diese Technologie regelmässig. Doch inwieweit betreiben auch Schweizer KMUs eigene Profile auf solchen Plattformen und welche Reichweiten werden durch diese generiert? Eine Erhebung der FH Graubünden zeichnet ein ernüchterndes Bild.

(Source: rvlsoft / iStock.com)
(Source: rvlsoft / iStock.com)

Nur knapp ein Drittel der kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) der Schweiz sind gemäss Analyse auf Social Media vertreten, wobei Facebook mit 29,3 Prozent, Instagram mit 16,1 Prozent und Linkedin mit 12,4 Prozent die dominierenden Plattformen sind.

21,3 Prozent der Schweizer KMUs betreiben Profile auf mindestens zwei Social-Media-Plattformen. Am häufigsten kombiniert werden dabei Facebook und Instagram, dies in 137 Fällen (14 Prozent). Eine Besonderheit zeigt sich auf dem zweiten Rang: In 9,8 Prozent (96 Fälle) der untersuchten KMUs wird ausschliesslich Facebook ohne eine weitere Plattform genutzt. Den dritten Rang belegt die Kombination von Facebook und Linkedin mit 8,8 Prozent (86 Fälle).

Hinsichtlich der Reichweite, welche die KMUs mit ihrer Social-Media-Präsenz erreichen, liegt Instagram an erster Stelle, und zwar mit einer durchschnittlichen Reichweite von 1193 Followern, gefolgt von Facebook mit 924 Followern.

(Source: FH Graubünden)

Einzelne Plattformen zurückhaltend genutzt

Sehr niedrige Reichweiten ergeben sich insbesondere auf Xing mit lediglich durchschnittlich 17 Followern. Betrachtet man die Reichweite von Schweizer KMUs über alle Plattformen hinweg, ergeben sich durchschnittliche Reichweiten von 1438 Followern.

"Die Zahlen weisen darauf hin, dass bezüglich eigener Social-Media-Profile für viele KMU die erwarteten Aufwände die erwarteten Erträge übersteigen. Genau an diesem Punkt setzen wir in unserem Projekt an, indem wir KMU dabei unterstützen, wertvolle Erträge zu identifizieren, indem sie Social Media effizient und sinnvoll nutzen", sagt Sebastian Früh, Projektleiter am Schweizerischen Institut für Entrepreneurship.

Neue Kunden ansprechen und bestehende an sich binden

Social Media bieten kleinen und mittelgrossen Unternehmen vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und Mehrwertpotenziale. Viele KMUs sind dabei insbesondere an einer nach aussen gerichteten Kommunikation (Outbound) interessiert, die ihnen neue Kunden bringen oder dabei helfen soll, bestehende Kunden besser an sich zu binden.

Etwas weniger intensiv werden von KMUs auf Social-Media-Plattformen Zwecke in Bezug auf eingehende Informationen (Inbound) und deren Analyse verfolgt. Durch Interaktionen mit potenziellen und aktuellen Kunden auf Social Media könnten KMUs auch Marktforschungsmethoden etwa bezüglich produktbezogener Präferenzen oder Preissensitivitäten anwenden. Eine Realisierung dieser Mehrwertpotenziale würde für die Unternehmen jedoch einen beträchtlichen Aufwand bedeuten, welcher neben der Bewältigung des Tagesgeschäfts aufgebracht werden müsste.

Bedeutung von Social Media steigt

Die Bedeutung der Nutzung von Social Media wird für KMU imdermer grösser, denn der Anteil der Schweizer Bevölkerung, der auf Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram aktiv ist, nimmt zu. Für KMUs ist es wichtig herauszufinden, inwieweit sich mögliche positive Beiträge auf ihr Geschäft tatsächlich zu vertretbaren Kosten und Aufwänden realisieren lassen.

Auf welchen sozialen Medien verbringt die Schweiz die meiste Zeit? Sind Influencer schon passé? Auf welchen Plattformen können Unternehmen ihre Zielgruppe am besten erreichen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Social-Media-Studie 2020 von Xeit.

Über die Studie

Die Fachhochschule Graubünden möchte mit dem Forschungsbericht "Nutzung von Social Media Plattformen durch Schweizer KMU" die Unternehmen bei Überlegungen zur Social-Media-Präsenz unterstützen. Der Bericht bietet eine erstmalige Übersicht zu der Nutzung und den Reichweiten von Schweizer KMUs auf Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Instagram, XING, LinkedIn, YouTube) und wurde im Rahmen eines vom Förderverein der FH Graubünden geförderten Projekts erstellt und beinhaltet eine Erhebung zu den Social-Media-Aktivitäten auf Basis einer Stichprobe von 976 Schweizer KMU.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Werbewoche.ch

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