Umfrage von Xing

So krempelt Corona das Schweizer Arbeitsleben um

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Alternative Lohnmodelle und eine neue Work-Life-Balance: Die Coronapandemie hat das Schweizer Arbeitsleben auf unterschiedliche Weise geprägt. Nicht nur die Arbeitsbedingungen haben sich verändert.

(Source: Monkey Business / Fotolia.com)
(Source: Monkey Business / Fotolia.com)

Die Coronapandemie hat die Wertvorstellungen und die Investitionen der Schweizer Bevölkerung beeinflusst. Das geht aus den Ergebnissen einer Umfrage hervor, die Xing im September 2020 durchgeführt hat. Verschiedene Trends wie etwa der Wunsch nach mehr Sicherheit und Sinn in der Arbeit waren bereits in der Umfrage ersichtlich, die Xing im Mai 2020 durchgeführt hat. Neu sind die Erkenntnisse zu Investitionen ins Homeoffice während Corona und zur Forderung der Erwerbstätigen nach neuen Lohnmodellen.

Sicherheit, Sinnhaftigkeit, Flexibilität und Work-Life-Balance

Für 22 Prozent der Befragten aus der Schweiz ist es gemäss Mitteilung wichtiger geworden, einen sicheren Job zu haben. Für 20 Prozent ist es ausserdem wichtiger geworden, einer sinnerfüllenden Arbeit nachzugehen. 18 Prozent arbeiten zwischenzeitlich ortsunabhängig überall dort, wo es eine gute Internetverbindung gibt. 67 Prozent haben ihre individuelle Work-Life-Balance neu definiert: Für knapp einen Viertel sind Familie und Freunde wichtiger geworden. Gegensätze finden sich bei der Trennung von Beruf und Privatleben: Bei 21 Prozent der Befragten gingen Arbeit und Freizeit heute selbstverständlicher ineinander über. Für 17 Prozent sei es hingegen noch wichtiger geworden, Arbeit und Freizeit voneinander zu trennen.

Investionen ins Homeoffice

73 Prozent haben gemäss Xing die letzten Wochen im Homeoffice verbracht. Dementsprechend investierten Berufstätige und Arbeitgeber mehr in passendes Equipment. Die Arbeitgeber unterstützten die Mitarbeitenden in rund 37 Prozent der Fälle bei der Ausstattung des Homeoffice. 54 Prozent der befragten Schweizer Xing-Mitglieder hätten selbst neue Hardware gekauft. Bei 31 Prozent dieser selbstgetätigten Einkäufe handelte es sich um technische Gadgets wie Headsets, Kopfhörer oder Webcams. 8 Prozent investierten in Computer oder Laptops und 9 Prozent in eine bessere Internetverbindung.

Von denjenigen Befragten, die in neue Hardware investiert haben, gaben rund 14 Prozent über 1000 Franken aus. Ein Fünftel zahlte zwischen 500 und 999 Franken, während ungefähr rund die Hälfte zwischen 100 und 499 Franken ausgab.

Neue Lohnmodelle sind erwünscht

85 Prozent der befragten Xing-Mitglieder aus der Schweiz wollen seit der Coronapandemie neue Lohnmodelle, die nicht mehr auf Arbeitszeit basieren, wie Xing mitteilt. 30 Prozent wollen nach ihrer Leistung und erreichten Zielen honoriert werden. Ein Drittel will komplett neue Modelle. 22 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, auch etwa mit Zeit oder Sachleistungen statt nur mit Geld vergütet zu werden.

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