Six stellt sein SOC-Angebot ein
Der Finanzdienstleister Six zieht sich aus dem Markt für SOC-Services zurück. Das Unternehmen wolle sich auf das Kerngeschäft fokussieren. Zu Entlassungen soll es durch die Einstellung des Angebots nicht kommen.
Das SOC-Angebot des Finanzdienstleisters Six steht vor dem aus. Das Unternehmen bestätigt auf Anfrage eine entsprechende Meldung von "Inside-Channels". Demnach habe man Kunden und Reseller darüber informiert, dass das kommerzielle Security Operations Center (SOC) aufgegeben werde.
"Wir haben das Angebot während der letzten 2 Jahre aufgebaut", schreibt das Unternehmen. "Ziel war es, über die Six hinaus Firmen im Schweizer Finanzmarkt Angebote im Bereich Cyber Security zu machen. In diesen zwei Jahren hat sich der Markt für entsprechende Dienstleistungen sehr schnell weiterentwickelt. Es gibt mittlerweile viele leistungsfähige Anbieter in diesem Bereich."
Man sei nun zum Schluss gekommen, dass man die Kräfte auf das Kerngeschäft konzentrieren und das SOC von Six intern gezielt stärken wolle.
Das Ende soll aber nicht Knall auf Fall kommen: "Die bestehenden Verpflichtungen gegenüber den Kunden werden seitens Six erfüllt", schreibt das Unternehmen auf Anfrage. "Zusätzlich werden wir in individuellen Gesprächen mit den Kunden und unseren Partnern in der Leistungserstellung das weitere Vorgehen definieren."
Bis vor kurzem war Six noch dabei, das SOC-Angebot unter die Leute zu bringen. Dank einer Partnerschaft mit T-Systems konnten auch Kunden aus dem Ausland das Angebot nutzen. Erst vor wenigen Monaten wurden auch Ensec und Omicron zu Vertriebspartnern.
Künftig werde es Seitens Six keine kommerziellen SOC-Dienstleistungen mehr für Drittkunden geben. "Den Cyber Security Hub (nicht kommerziell) führen wir als Community Offering weiter." Der Cyber Security Hub soll es teilnehmenden Banken und Versicherern ermöglichen, Informationen über Schwachstellen und Attacken miteinander zu teilen, sagte Six bei dessen Lancierung.
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