Six gibt Börsenlizenz für Digitalbörse SDX zurück
Börsenbetreiber Six stellt den Handel auf seiner Blockchain-basierten Börse ein. Wegen mangelnder Akzeptanz im Markt gab Six die Lizenz für den Handel mit digitalen Wertpapieren bereits zurück.
Der Schweizer Börsenbetreiber Six hat die Lizenz für den Wertpapierhandel über seine Digitalbörse SDX zurückgegeben. Dies sagte ein Six-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP und bestätigte damit einen Bericht der "Handelszeitung".
Bereits im Mai informierte Six die Marktteilnehmenden darüber, dass die Geschäftstätigkeit der SDX Trading per 1. Januar 2026 in die Six Swiss Exchange überführt werde. Der letzte Handelstag fand dem Schreiben zufolge bereits am 30. Mai 2025 statt. In der Folge sollten sämtliche Geschäfte und Aktivitäten in den darauffolgenden Monaten eingestellt werden.
Damit endet ein 2018 gestartetes Prestigeprojekt. Die Vision war, Handel, Abwicklung und Verwahrung von tokenisierten Vermögenswerten auf einer einzigen Blockchain-Infrastruktur zu vereinen. Das Projekt lief jedoch von Anfang an harzig: Die Lizenz der Finanzmarktaufsicht Finma erhielt SDX erst 2021, nach mehreren Chefwechseln und erheblichen Verzögerungen.
Die Banken zogen nicht mit
Bei den Finanzinstituten fand das Projekt nicht den erhofften Anklang. "Unsere Kunden hätten einen sehr grossen Aufwand betreiben müssen, um ihre Infrastruktur so anzupassen, dass sie den Börsenhandel über die SDX abwickeln", sagte Six-CEO Bjørn Sibbern gegenüber der "Handelszeitung". Dieses Problem habe man "allenfalls unterschätzt".
Zudem hatten die Banken von Anfang an ein Verbot des Handels mit Kryptowährungen über die SDX durchgesetzt. "Im Nachhinein kann man sich fragen, ob das richtig war", fügte der CEO hinzu.
Auch nach der Rückgabe der Handelslizenz verschwindet SDX nicht vollständig. Six betreibt die Plattform als regulierte Infrastruktur für die Verwahrung (Central Securities Depository, CSD) und Abwicklung von digitalen Token weiter - jedoch ohne das eigentliche Handelsgeschäft.
Six-CEO Bjørn Sibbern übernahm seine Funktion übrigens im Januar 2025, als Nachfolger von Jos Dijsselhof, der die Geschäfte des Börsenbetreibers seit 2018 geführt hatte - mehr dazu lesen Sie hier.
Cyberkriminelle manipulieren Google-Suchergebnisse
Swisscom und Swisspower stärken die Cyberresilienz des Energiesektors
Wie man KRITIS absichert und mit Quantencomputern umgeht
Palantir-CEO warnt vor KI-Euphorie und sieht Fachkräfte im Vorteil
Wie die Umsetzung von UX und Barrierefreiheit gelingt
Globaler PC-Markt wächst um 9,1 Prozent
Wenn laut nicht laut genug ist
State of Cloud Security Report 2025: Wenn 25 Minuten über den Erfolg entscheiden
Bei OpenAI wächst der Umsatz mit der Rechenleistung