Entwicklung und Vertrieb von Lusee

Hypi Lenzburg gründet eigene Firma für MR-Beratungsplattform

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von Fabian Kindle und lha

Die Hypothekarbank Lenzburg hat in Zusammenarbeit mit der UZH und FHNW eine Beratungsplattform entwickelt. Die Anwendung wurde erfolgreich getestet. Nun gründete die Bank über ihre Tochter HBL Finanz das Unternehmen Lusee für die weitere Entwicklung der Plattform.

Die MR-Anwendung Lusee wird im eigenem Unternehmen weiterentwickelt. (Source: Lusee)
Die MR-Anwendung Lusee wird im eigenem Unternehmen weiterentwickelt. (Source: Lusee)

Während der letzten fünf Jahre hat eine Vereinigung der Hypothekarbank Lenzburg, der Universität Zürich (UZH) und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eine Interaktionsplattform für Beratungssituationen. Die Plattform namens "Livepaper" wurde bereits im Bankenbereich angewendet, wie es in einer Mitteilung heisst. Nun gründete die Bank über ihre Tochtergesellschaft HBL Finanz ein neues Unternehmen namens Lusee. Dieses ist in Zukunft für die weitere Entwicklung und den Vertrieb der neu ebenfalls "Lusee" genannten Plattform verantwortlich.

"Mit einer einzigartigen Mixed-Reality-Lösung, die verschiedene Technologien zu einem neuen Kundenerlebnis verschmilzt, schafft Lusee für Beratungssituationen in verschiedenen Bereichen inhaltlichen Mehrwert. Das Kundenerlebnis wird intensiviert und die Beratung durchgängig digitalisiert", sagt Andreas Kunzmann, CEO von Lusee und Verwaltungsrat der Hypothekarbank Lenzburg.

Lusee nutzt Hard- und Software

Die Lusee-Technologie bestehe aus einem PC, einem Beamer sowie Sensoren für das Tracking von Bewegungen und Handschrifterkennung. Durch Interaktionselemente namens Tokens interagieren die Berater mit dem System, um auf den Kunden abgestimmte Inhalte zu projizieren. Dabei können verschiedene Medien für die Projektion verwendet werden. Als Beispiel nennt das neue Unternehmen eine Tischplatte oder ein Blatt Papier. "Durch die Verwendung verschiedener Medien können die Kunden komplexe Themen schneller und besser verstehen und die Ergebnisse länger im Gedächtnis behalten", sagt Mehmet Kilic, der als UX-Experte bei der Hypothekarbank Lenzburg das Lusee-Projekt begleitet.

Verschiedene Medien sollen bei der Darstellung komplexer Themen helfen. (Source: Lusee)

Zudem liefert Lusee das Software-Framework für die Integration verschiedener Endnutzeranwendungen. Die Hypi Lenzburg nutzt Lusee in einer App für die Hypothekarkreditberatung, aber auch Apps für unterschiedliche Services werden unterstützt. "Lusee kann in den verschiedensten Branchen in vielen Beratungssituationen eingesetzt werden", sagt Ulrike Schock, operative Chefin von Lusee. Die Technologie könne für Anwendungen in den Bereichen kollaborative Beratungssituationen und Self Service verwendet werden. Lusee soll auf lange Sicht auch in andere Dienstleistungsbranchen ausserhalb des Bankenwesens verwendet werden. Dazu können Drittanbieter ihre App über das Lusee-Framework integrieren.

Im August drängte die Hypi Lenzburg ins Tokenisierungsgeschäft. Über die Open-Banking-Plattform Finstar der Bank lassen sich nun digitale Vermögenswerte tokenisieren und aufbewahren. Für das Angebot spannte die Hypi Lenzburg mit der Genfer Taurus Group zusammen. Mehr darüber können Sie hier nachlesen.

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DPF8_200942

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