Nexthink sammelt 180 Millionen US-Dollar ein
Das Westschweizer Unternehmen Nexthink hat im Rahmen seiner letzten Finanzierungsrunde 180 Millionen US-Dollar eingenommen. Der Marktwert des auf Employee Experience spezialisierten Softwareherstellers beträgt nun 1,1 Milliarden Dollar.
Nexthink reiht sich ein in die Reihe der Einhörner, also der Start-ups, die mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden. In einer Series-D-Finanzierungsrunde sammelte das Spin-Off der EPF Lausanne 180 Millionen US-Dollar ein, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heisst.
Es ist ein Kapitalvolumen, das Schweizer IT-Firmen gerade in Krisenzeiten nur selten aufbringen können. Laut dem neuesten Swiss Venture Capital Report erreichte die erfolgreichste Finanzierungsrunde in der Schweiz letztes Jahr 120 Millionen Dollar.
Mit dem eingesammelten Geld will das Unternehmen die technologische Entwicklung seiner Plattform vorantreiben, heisst es weiter. Ferner will es die internationale Expansion, namentlich in die USA, beschleunigen.
Nexthink entwickelt eine native Cloud-Lösung, um die digitale Employee Experience zu verwalten, egal ob sie im Büro, unterwegs oder im Homeoffice sind. "Der Anstieg der Telearbeit hat die Nachfrage nach Lösungen für digitale Employee Experience dramatisch beschleunigt, da ein grosser Teil aller Interaktionen, die Mitarbeiter mit Unternehmen haben, jetzt virtuell erfolgen", lässt sich Pedro Bados, CEO und Mitbegründer von Nexthink, zitieren. "Wir sehen eine riesige Chance vor uns, die zukünftige Art und Weise, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern digitale Arbeitsplätze zur Verfügung stellen, neu zu definieren."
Die Finanzierungsrunde wurde von Permira Growth Opportunities angeführt, wie es in der Pressemiteilung weiter heisst. Bruce Chizen, vormals CEO von Adobe und heute Senior Advisor von Permira, tritt anlässlich der Finanzierungsrunde in den Nexthink-Vorstand ein.
Laut Angaben des Unternehmens beschäftigt Nexthink derzeit 700 Mitarbeiter weltweit. Bis Ende dieses Jahres sollen weitere 200 dazukommen. Nexthink erzielt jährliche Umsätze von über 100 Millionen Dollar, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Auch Tech-Gigant Microsoft hat sein Angebot im Bereich der Employee Experience aus gebaut. Das Redmonder Unternehmen stellte kürzlich die Plattform "Viva" vor, wie Sie hier nachlesen können. Viva soll mit vier Anwendungen die Zufriedenheit und den Erfolg von Mitarbeitenden und Unternehmen steigern.
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