Softwareentwicklung auf Azure

VW, Bosch und Microsoft partnern für vernetzte Autos

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von Kevin Fischer und jor

Microsoft spannt mit Volkswagen und Bosch zusammen, um Software-Plattformen für vernetzte Autos zu entwickeln. In beiden Fällen geht es um das effizientere Entwickeln von Fahrzeug-Software. Bei Volkswagen steht das automatisierte Fahren im Vordergrund.

(Source: Julia Tim / Fotolia.com)
(Source: Julia Tim / Fotolia.com)

Microsoft engagiert sich stärker im Bereich Fahrzeugsoftware. Der Softwarehersteller beteiligt sich an der Entwicklung von zwei Software-Plattformen. Die eine entsteht im Rahmen einer Vereinbarung mit Bosch und soll die Kreation und Distribution von Software für Autos erleichtern. Die andere Plattform entsteht im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Volkswagen und soll es erleichtern, Software für das autonome Fahren zu entwickeln.

Bosch-Plattform bringt Software schneller ans Fahrzeug

Das Ziel der Kooperation von Bosch und Microsoft ist gemäss Mitteilung, Fahrzeugsoftware schneller und einfacher weiterzuentwickeln und über die Cloud auf die Steuergeräte und Fahrzeugrechner auszuspielen. Die angestrebte Softwareplattform basiert auf Azure und enthält Softwarebausteine von Bosch.

Ausserdem entwickeln die Unternehmen unter anderem Werkzeuge, welche die Softwareentwicklung effizienter gestalten sollen. Bestehende Tools würden weiterentwickelt. So soll die Plattform Innovationszyklen verkürzen und Entwicklungskosten für Fahrzeugsoftware reduzieren. In der Folge könnten Automobilhersteller Mobilitätsdienste für Nutzfahrzeuge schneller und in grösserem Umfang zur Verfügung stellen.

Volkswagen-Plattform will eine Automated Driving Platform

Zusammen mit dem Softwareunternehmen "Car.Software" von Volkswagen will Microsoft eine Automated Driving Platform (ADP) aufbauen. Sie soll Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen in Volkswagen-PKWs effizienter entwickeln, wie es in einer weiteren Mitteilung heisst.

ADP soll die Entwicklungszyklen für entsprechende Software von Monaten auf Wochen verkürzen. Um automatisierte Funktionen zu trainieren, simulieren und validieren, müssen gemäss Mitteilung Petabytes an Daten über Strassen- und Wetterbedingungen, Hinderniserkennung und Fahrverhalten verarbeitet werden. Dafür nutze "Car.Software" Cloud-, Daten- und Machine-Learning-Dienste von Azure sowie Microsofts Know-how für agile Softwareentwicklung.

Ausserdem soll es Technologiepartnern möglich sein, Werkzeuge und Dienste zu entwickeln, die in die Plattform integriert werden können. Das verbessere die Entwicklung assistierter und automatisierter Fahrfunktionen.

Auch Mercedes-Benz treibt die Entwicklung autonomer Fahrzeuge voran. Der Automobilhersteller setzt dafür auf Nvidia, wie Sie hier nachlesen können.

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DPF8_207686

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