Nachwuchsförderung

CSS unterstützt ICT Campus Zentralschweiz

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von Joël Orizet und ebe

Die Krankenkasse CSS unterstützt das Projekt ICT Scouts / Campus für die kommenden drei Jahre. Ende Juni fällt der Startschuss für einen ICT Campus in Luzern. Das Ziel: ICT-Talente in der Zentralschweiz fördern.

Am Hauptsitz der CSS in Luzern werden künftig ICT-Jungtalente gefördert. (Source: CSS)
Am Hauptsitz der CSS in Luzern werden künftig ICT-Jungtalente gefördert. (Source: CSS)

Die CSS unterstützt in den kommenden drei Jahren den Förderverein ICT Scouts / Campus. Dessen Ziel ist es, in den 7. Klassen der Volksschulen junge ICT-Talente zu finden und diese zu fördern. In Luzern soll ein neuer ICT Campus entstehen – fünf bestehen bereits in Basel, Bern, Zürich, St. Gallen und Lenzburg. Der Startschuss für den Campus in Luzern fällt mit der Eröffnungsfeier vom 26. Juni, wie die CSS mitteilt.

Die Krankenkasse stellt die entsprechenden Räumlichkeiten an ihrem Luzerner Hauptsitz zur Verfügung und beteiligt sich finanziell am Projekt. Über die Höhe der Beteiligung macht man jedoch keine Angaben, teilt die CSS auf Anfrage mit.

Scouts schon auf der Suche

Die Suche nach Jungtalenten in der Zentralschweiz habe bereits begonnen, heisst es in der Mitteilung. Speziell ausgebildete ICT-Scouts würden derzeit sämtliche 7. Klassen auf allen Sekundarschul-Leistungsniveaus in der Region besuchen.

So entdeckte Talente – rund die Hälfte davon seien in der Regel Mädchen – würden dann eingeladen, bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit jeden zweiten Samstag am Luzerner Hauptsitz der CSS ihr Talent kostenlos zu vertiefen.

ICT-Basics vertiefen oder ein Projekt anpacken

"Zu Beginn bestreitet jedes Talent im Sinne einer Art Aufnahmeverfahren ein Basic-Programm", sagt Rolf Schaub, Geschäftsleiter des Fördervereins. Anschliessend könnten die Projekte frei gewählt werden. Es bestehe ein Grundangebot, darunter Kurse in Web- und Gamedesign, Programmierung, Robotik und Micro Computing. Teilnehmende im fortgeschrittenen Stadium könnten aber auch eigene Projekte angehen. "Am Schluss werden die Talente mit interessierten Lehrbetrieben und höheren Fach- und Hochschulen aktiv vernetzt", sagt Schaub.

Das Konzept des ICT Campus Zentralschweiz lehnt sich laut Mitteilung stark an das Modell der Nachwuchsförderung im Sport an, wo Talente bereits in jungen Jahren gezielt gesucht und gefördert werden. Zustande gekommen sei das Projekt auch dank ICT-Berufsbildung Zentralschweiz, heisst es weiter. Der Verband habe eine Vermittlerrolle gespielt zwischen dem Förderverein und den involvierten Volksschulstellen

"Ich freue mich, dass wir mit unserem Engagement in die berufliche Zukunft von jungen Menschen investieren und so etwas gegen den Fachkräftemangel unternehmen können", lässt sich Philomena Colatrella, CEO der CSS-Versicherung, in der Mitteilung zitieren. "Denn die Nachwuchsförderung im Bereich der Digitalisierung gehört zur Verantwortung und zur Daueraufgabe der Wirtschaft."

Noch bis zum 11. Juni führt übrigens die Initiative "IT-Feuer" eine Reihe von Workshops für den Schweizer IT-Nachwuchs durch. Der Fokus liegt insbesondere auf Mädchen und Frauen. An der Initiative sind unter anderem Digitalswitzerland, der Swico und die ETH Zürich beteiligt.

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