Technology Outlook von SATW

IoT und Big-Data-Analysen gehören zu den Schweizer Top-Technologien

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von Stefan Kyora, Startupticker

Im Technology Outlook der SATW beurteilen Fachleute das Potenzial von 45 vielversprechenden Technologien und Anwendungsgebieten. Die Top-Technologien aus volkswirtschaftlicher Sicht sind hierzulande Internet of Things, Connected Machines und Analyse von Big Data.

Grösstes Potenzial weisen gemäss dem Technology Outlook IoT, Connected Machines und Big Data auf. (Source: Zan/Unsplash)
Grösstes Potenzial weisen gemäss dem Technology Outlook IoT, Connected Machines und Big Data auf. (Source: Zan/Unsplash)

Die Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) hat den Technology Outlook veröffentlicht. Der Bericht beurteilt die volkswirtschaftliche Bedeutung von Technologien sowie die hierzulade vorhandene Technologie-Kompetenz. Der Bericht nimmt also eine Standortbestimmung vor, die für Führungskräfte, Politikerinnen und Politiker, Hochschulangehörige, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Verwaltungsmitarbeitende als Orientierung dient.

45 Technologien beurteilt

Die Früherkennung neuer und womöglich disruptiver Technologien, die für die Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden drei bis fünf Jahren von Bedeutung sein werden, ist ein Grundauftrag der SATW. Für das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erstellt sie dazu alle zwei Jahre einen Technology Outlook. Für die vierte Ausgabe der Publikation wurden insgesamt 45 Technologiefelder identifiziert. Die Auswahl wird für jede Ausgabe des Technology Outlook neu vorgenommen. In die aktuelle Publikation wurden zum Beispiel künstliche Photosynthese, Mikrobiota und Mikrobiome wie auch mobile Roboter neu aufgenommen.

IoT, Connected Machines und Big Data vorn

Diejenigen Technologien, die gemäss Technology Outlook aus volkswirtschaftlicher Sicht das grösste Potenzial aufweisen, sind Internet of Things, Connected Machines und Analyse von Big Data. Dahinter folgen mit wenig Abstand die Themen nachhaltige Lebensmittelproduktion, photonische Fertigung sowie alternative Antriebssysteme für Fahrzeuge.

Stark zugenommen hat laut Bericht in den letzten zwei Jahren die Bedeutung von maschinellem Lernen, photonischer Fertigung und Poin-of-Care-Diagnstik. Ganz am Ende der Bedeutungsskala stehen für die Experten das Recycling Seltener Erden, Bioplastik und alternative Energiequellen.

Die Akademie der Technischen Wissenschaften misst im Technology Outlook die volkswirtschaftliche Bedeutung mit den vier Indikatoren Umsatz 2019, Marktpotenzial in den nächsten fünf Jahren, rechtlich-regulatorische Rahmenbedingungen und Akzeptanz in der Schweizer Gesellschaft. Die volkswirtschaftliche Bedeutung ist eine Momentaufnahme mit Blick in die nahe Zukunft. Sie basiert auf Zahlen, die sich auf das Jahr 2019 beziehen. Da eine Schatzung zur Entwicklung des Marktpotenzials in die Berechnung einfliesst, macht sie auch eine Aussage über die kommenden drei bis fünf Jahre.

Neben der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Technologien untersuchte der Technology Outlook auch die wissenschaftliche Kompetenz der Schweiz in den einzelnen Feldern. Bei der vorhandenen Forschungskompetenz liegen maschinelles Lernen, Point-of-Care-Diagnostik sowie punktgleich auf dem dritten Rang 5G-Anwendungen und Photovoltaik vorn. Der Technology Outlook steht in einer deutschen, englischen und französischen Version auf der Webseite der SATW zum Download zur Verfügung.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Startupticker.ch.

Apropos IoT: Mehrere Sicherheitsunternehmen warnen vor Schwachstellen in IoT-Geräten. Diese sollen sich wie trojanische Pferde verhalten und Schadsoftware Eintritt gewähren, wenn die Malware über den Router kommt. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

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