IOTA 2021 von Avixa

So wirkt sich Corona auf die Pro-AV-Branche aus

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von Maximilian Schenner und jor

Die Pandemie hat sich auch auf die AV-Industrie ausgewirkt. Analysen von Avixa zufolge ist der Umsatz der Branche 2020 um 17 Prozent gesunken. Die 5-Jahres-Prognose fällt jedoch positiv aus.

(Source: SeanPavonePhoto / iStock.com)
(Source: SeanPavonePhoto / iStock.com)

Die Covid-19-Pandemie hat auch in der AV-Industrie ihre Spuren hinterlassen. Gemäss Analysen von Avixa, der Audiovisual and Integrated Experience Association, sei der Umsatz der Branche im Coronajahr 2020 um 17 Prozent gesunken. Hatte die AV-Branche im Jahr 2019 an ihrem Höhepunkt noch 259 Milliarden US-Dollar umgesetzt, waren es im Jahr darauf "nur" mehr 214 Milliarden. Diese Entwicklung erkannte Avixa im Rahmen der AV Industry Outlook and Trends Analysis (IOTA) für das Jahr 2021. Darin untersucht der Verband die globalen Trends der Pro-AV-Branche und trifft Prognosen für die nächsten 5 Jahre.

"Zu Beginn des Jahres 2020 gab es viel Optimismus, dass die anfänglichen Lockdowns und andere Massnahmen den meisten Regionen helfen würden, das Schlimmste der Pandemie zu überstehen, so dass sich die Wirtschaft erholen und auch Pro-AV profitieren könnte", sagt Sean Wargo, Senior Director of Market Intelligence bei Avixa. In Teilen Asiens sei dies zwar eingetreten, im Rest der Welt jedoch nicht. Daher habe die Branche noch schlechter abgeschnitten als vom Verband erwartet.

Weltweite Umsatzeinbussen

Tatsächlich sei die AV-Industrie im Raum Asien-Pazifik am wenigsten stark betroffen gewesen. Der Gesamtumsatz von 78,8 Milliarden Dollar habe - trotz eines Minus von 16 Prozent - über ein Drittel der weltweiten AV-Ausgaben ausgemacht.

In Nord- und Südamerika sank der Umsatz ebenfalls um rund 16 Prozent auf 77,6 Milliarden Dollar. Avixa sagt für die Region 2021 ein starkes Wachstum auf 83,6 Milliarden Dollar voraus. Die EMEA-Region verzeichnete die stärksten Einbussen, ein Umsatz von 57 Milliarden Dollar entspricht laut Avixa einem Minus von knapp 20 Prozent. Einige Nationen seien bereits zu Beginn der Krise schlecht aufgestellt gewesen. "Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt eine deutliche Erholung sehen, und so dominiert das starke Wachstum unsere revidierten Prognosen für die Zukunft", gibt sich Sean Wargo zuversichtlich.

Homeoffices füllen die Kasse

Conferencing und Collaboration generierten im Homeoffice-Jahr 2020 die höchsten Umsätze. 2021 soll diese Lösung 43,5 Milliarden Dollar, im Jahr 2026 49,9 Milliarden Dollar an Umsatz generieren. Auch für Digital Signage sagt Avixa eine positive Entwicklung voraus. 2021 soll der Umsatz 32 Milliarden Dollar erreichen, 2026 gar knapp 45 Milliarden. Vor allem sinkende Display-Preise würden den Signage-Bereich vorantreiben, Medienserver sollen im Jahr 2021 mit 6,9 Milliarden den grössten Umsatz bringen. Dem Bereich Content-Management-Hardware (ehemals Streaming Media, Storage und Distribution oder SMSD) prognostiziert Avixa einen Umsatz von 62,3 Milliarden Dollar bei einer jährlichen Wachstumsrate von rund 10 Prozent.

Rückschlag gibt Live-Events Rückenwind

Während Lösungen für Fernarbeit und Distance Learning von der Krise profitierten, müssen jene für Live-Events und Performance-/Entertainment wenig überraschend einen Rückschlag hinnehmen. Die kombinierten Umsatzeinbussen betragen knapp 50 Prozent. Laut Avixa würden sich diese Bereiche auch am langsamsten erholen, da physische Veranstaltungen noch weiter eingeschränkt bleiben dürften. Glaubt man der Prognose von Avixa, werden die Lösungsbereiche nach dem Corona-Durchhänger jedoch Fahrt aufnehmen und sogar neue Rekorde erzielen. Bis 2026 sollen Live-Event-Lösungen einen Umsatz von 33,9 Milliarden Dollar und Performance/Entertainment 30,6 Milliarden Dollar generieren.

Anfang Juni 2021 fand die ISE in Barcelona statt - erstmals in hybrider Form. Zwar kamen deutlich weniger Besucher und Besucherinnen als in den vergangenen Jahren. Dafür setzte die Digital-Signage- und Pro-AV-Messe aber ein positives Zeichen: Messen können wieder stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

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