Software als Ursache

Swisscom erklärt den jüngsten Ausfall der Notrufnummern

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Silja Anders, ml

Swisscom hat die Ursache der Panne vom 8. Juli erklärt. Eine Software soll schuld sein. Die Analyse des Vorfalls sei noch im Gange.

Swisscom-CEO Urs Schaeppi (Source: Swisscom)
Swisscom-CEO Urs Schaeppi (Source: Swisscom)

Swisscom hat sich zum Ausfall der Notrufnummern am 8. Juli erklärt. In einem Interview mit der NZZ entschuldigt sich Swisscom-CEO Urs Schaeppi, der sich von der Panne sehr erschüttert zeigt, bei allen Betroffenen. "Wir führen jede Woche 4000 Wartungsarbeiten am Netz durch. Obwohl die Stabilität oberste Priorität hat, kann es vereinzelt zu Ausfällen kommen. Das lässt sich leider nicht vermeiden", sagt Schaeppi gegenüber der Zeitung

In einem Interview mit Le Temps räumt Christoph Aeschlimann, CTO und CIO der Swisscom, ein: "Wir haben unsere Pflicht nicht erfüllt, wir sind unseren eigenen Erwartungen nicht gerecht geworden." Bevor er erklärte, dass ohne die Massnahmen, die während der vorherigen Ausfälle im Jahr 2020 ergriffen wurden, der jüngste Ausfall umfangreicher gewesen wäre. "Wir analysieren immer noch, was vor einer Woche passiert ist. Es scheint, dass ein Software-Update auf einem unserer Systeme in einem Rechenzentrum den Ausfall verursacht hat. Einige der Anrufe konnten korrekt umgeleitet werden. Aber nicht alle", sagt Aeschlimann. Er verweist auch auf die Komplexität der Verwaltung des Systems hin, das aufgrund des föderalen Systems Dutzende von verschiedenen Alarmzentralen mit unterschiedlichen Verfahren umfasst. "Wir fordern eine Vereinfachung des Systems und eine klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten, um es robuster zu machen. Heute gibt es keine staatliche Gesamtaufsicht darüber", ergänzt Aeschlimann.

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