Die olympischen Goldmedaillen haben ein Herz aus Handys
Die Medaillen der diesjährigen Olympischen Spiele bestehen aus recycelten Elektrogeräten. Dazu wurde in Japan über die vergangenen zwei Jahre beinahe 80'000 Tonnen Elektroschrott gesammelt.
Für die Olympischen Spiele in Tokio hat es rund 5000 Bronze-, Silber- und Goldmedallien gebraucht. Das entspricht einer ganzen Menge Edelmetall. Umso erstaunlicher ist es, dass alle diesjährigen Medaillen aus rezykliertem Elektroschrott bestehen - etwa aus alten Handys, wie "Insider.com" schreibt.
Um an genug Edelmetall für den sportlichen Grossanlass zu gelangen, sammelte das "Tokyo Medal Project" über zwei Jahre insgesamt 78'985 Tonnen ausgediente Elektrogeräte in ganz Japan. Unter den gesammelten Gütern befanden sich 6,21 Millionen Handys. Die Materialien wurden eingeschmolzen, um das gesuchte Metall zu extrahieren.
Die ersten rezyklierten Olympia-Medaillen überhaupt
Gemäss "Tokyo Games" ist es das erste Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele, dass die Medaillen aus rezykliertem Metall entstanden sind und dass Bürgerinnen und Bürger an der Herstellung beteiligt waren.
Die recycelten olympischen Medaillen sind laut "Insider" eines von mehreren Beispielen, mit denen Tokyo Games das Sportevent nachhaltiger zu gestalten versucht. Die berühmtesten Beispiele seien die Betten im olympischen Dorf, die aus recyceltem Karton bestehen. Es wurde gemunkelt, dass die Betten so designt wurden, um die Athleten und Athletinnen davon abzuhalten, miteinander zu schlafen. Diese Theorien wurden aber unterdessen verworfen.
Die Olympischen Spiele sind die vergangenen Jahre zunehmend in Kritik geraten, weil es an nachhaltigen Massnahmen gefehlt hat. Das olympische Stadion in Pjöngjang von 2018 wurde mit Kosten von 100 Millionen US-Dollar errichtet, nur um nach den Spielen wieder abgerissen zu werden.
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