Raiffeisen lanciert Multibanking-Lösung für Firmenkunden
Die Raiffeisen-Bank führt eine Multibanking-Plattform für Firmenkunden mit Buchhaltungssystem ein. Das Angebot ist allerdings nicht gratis: Ab 10 Franken pro Monat ist man dabei.
Raiffeisen KMU eServices – so nennt die Raiffeisen ihre neue Multibanking-Plattform für Firmenkunden. Unternehmen könnten damit ihren Zahlungsverkehr und ihre Liquidität auch bei Drittbanken mit nur einer Anwendung steuern, teilt die Bank mit.
Das Angebot besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen:
Das kostenlose Basismodul Payments bietet ein anpassbares Dashboard, das alle Kontoinformationen und Transaktionen über alle 219 Raiffeisenbanken hinweg übersichtlich darstellen soll.
Mit dem Modul "Multibanking" erhalten Unternehmen zusätzlich die Möglichkeit, Zahlungsverkehrskonten von Drittbanken zu integrieren und Zahlungsaufträge zu Lasten von Drittbankkonten auszulösen. Kostenpunkt: 10 Franken pro Monat.
Das Modul "Cash Management" bietet laut Mitteilung einen "ganzheitlichen Überblick" über die Liquidität eines Unternehmens sowie verschiedene Tools zur Liquiditätsüberwachung, -planung und -steuerung. Das Ganze für 40 Franken im Monat.
Die Angebote liessen sich auch über mobile Endgeräte und ohne zusätzliche Installation nutzen. Die KMU-Plattform werde mit dem Buchhaltungssystem eines Unternehmens verknüpft und verwende für den Datenaustausch die EBICS-Standardschnittstelle. EBICS steht für Electronic Banking Internet Communication Standard und hat sich laut Mitteilung im europäischen Raum als Industriestandard etabliert.
Das Prinzip hinter Multibanking, dass also Kundinnen und Kunden ihre Liquidität über mehrere Konten auf einer Plattform bewirtschaften können, soll unter anderem Firmengründungen erleichtern und die Effizienz im Betriebsalltag erhöhen. Die Raiffeisen-Bank ist mit dem Angebot allerdings längst nicht die erste: Beispielsweise brachten die Swisscom, die Bank Valiant und Contovista ihre eigene Multibanking-Lösung schon vor zwei Jahren auf den Markt. Und Crealogix hatte ein ähnliches Angebot bereits 2014 lanciert.
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