Kanäle, Daten, neue Technologien

So digital ist die neue Raiffeisen-Strategie

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Die Raiffeisen-Gruppe gibt sich für die kommenden fünf Jahre eine neue Geschäftsstrategie. Die Bank will sich wandeln – vom Produkt- zum Lösungsanbieter. Daten und neue Technologien sollen für ein besseres Kundenerlebnis sorgen. Kosten soll die neue Strategie vorerst 550 Millionen Franken.

(Source: raiffeisen.ch)
(Source: raiffeisen.ch)

Bis ins Jahr 2025 will sich die Raiffeisen-Gruppe strategisch neu ausrichten. Der Verwaltungsrat der Bankengruppe hat die entsprechenden Pläne am Wochenende vorgestellt. Dabei spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle. So sieht die Strategie vor, über digitale Kanäle Angebote zu vermarkten, die von Kooperationspartnern wie etwa Versicherungen stammen, wie "Finews" berichtet.

Man wolle sich vom Produkt- zum Lösungsanbieter wandeln, erklärt Raiffeisen Schweiz in einer eigenen Mitteilung. Dafür plant die Bankengruppe, die Bereiche privates Wohneigentum, Firmenkundengeschäft sowie Anlegen und Vorsorge auszubauen. Doch auch die Verbindung zu den Genossenschaftern soll sich verändern. Der Austausch mit den Mitgliedern werde über die digitalen Kanäle neu organisiert und intensiviert. Ihren Kunden verspricht Raiffeisen ein "ganzheitliches und durchgängiges Angebot" in den neuen Geschäftsfeldern. Das Kundenerlebnis werde durch die Nutzung von Daten und den Einsatz neuer Technologien wesentlich verbessert, verspricht die Bank.

Ein hybrides Geschäftsmodell

Neu soll das klassische Beratungsangebot durch digitale Anlage- und Vorsorgelösungen ergänzt werden. Ihrer Mitteilung zufolge setzt die Bankengruppe künftig auf ein hybrides Geschäftsmodell aus lokalen und digitalen Dienstleistungen. "Ein Mobil- und Multi-Banking-Ansatz sowie ein stark ausgebautes Kundenportal sollen dafür sorgen, dass für Privat- und Firmenkunden sämtliche relevanten Bankdienstleistungen 'auf einen Klick' verfügbar sind."

Schliesslich verspricht sich die Bankengruppe Effizienzgewinne durch Standardisierung und Digitalisierung. Die Effizienzgewinne sollten ohne Stellenabbau gelingen, sagte Verwaltungsratspräsident Guy Lachappelle gegenüber "Finews". Gelingt die Umsetzung der Strategie, verspricht sich die Bank jährliche Mehrerträge von 500 Millionen Franken. Für die Umsetzung investiert die Bankengruppe vorerst 550 Millionen Franken.

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