Crealogix verkauft Digital-Learning-Geschäft
Der Zürcher Bankensoftware-Hersteller Crealogix veräussert seine Tochtergesellschaft Swiss Learning Hub. Das Geschäft mit E-Learning-Plattformen geht an eine Schweizer Investorengruppe.
Crealogix zieht sich aus dem Geschäft mit E-Learning-Plattformen zurück. Der Zürcher Hersteller von Bankensoftware verkauft die Mehrheit an seiner Tochtergesellschaft Swiss Learning Hub. Der neue Mehrheitsaktionär ist eine Schweizer Investorengruppe um die Firma blue8, wie es in einer Ad-hoc-Mitteilung von Crealogix heisst. Über den Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben.
Der Deal sei Teil eines Management-Buy-outs. Die neuen Mehrheitseigner übernahmen rückwirkend per 1. August 67 Prozent der Aktien von Swiss Learning Hub. Die Investorengruppe verfolge mit ihrem Investment eine "Buy & Build"-Wachstumsstrategie, heisst es in der Mitteilung weiter. Crealogix wolle sich derweil auf den Geschäftsbereich Digital Banking fokussieren.
Swiss Learning Hub beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 50 Mitarbeitende in Zürich. Deren Beitrag zum Geschäftsergebnis von Crealogix habe bisher rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes betragen.
Crealogix hatte die Tochtergesellschaft für das Geschäft mit Lernplattformen Ende 2019 gegründet. Zum Angebot zählen digitale Angebote für die Ausbildungs- und Lernplanung, und zwar für die berufliche Grundbildung, die betriebliche Bildung und für den tertiären Bildungssektor.
Anfang 2022 ist Crealogix übrigens in die roten Zahlen gerutscht. Die Umstellung vom Lizenzmodell zu Software-as-a-Service (SaaS) machte dem Unternehmen zu schaffen. Als Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbuchte der Bankensoftware-Hersteller ein Minus von 3,8 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode stand noch ein Plus von 1,2 Millionen Franken in den Büchern.
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