Update: Toshiba verschwindet von der Börse
Nachdem die japanische Investorengruppe JIP den kriselnden Technologiekonzern Toshiba übernommen hat, nimmt sie die Toshiba-Aktien nun von der Börse.
Update vom 21.12.2023: Die Toshiba-Aktien sind nicht länger börsennotiert. Wie "Heise.de" schreibt, verschwindet Toshiba somit nach rund 75 Jahren vom öffentlichen Börsenparkett. Grund ist die Übernahme des kriselnden Technologiekonzerns durch die japanische Investorengruppe Japan Investment Partners (JIP). Demnach ist Toshiba mit dem neuen Eigentümer TBJH - einem JIP-Tochterunternehmen - fortan unter rein japanischer Kontrolle, wie es weiter heisst. Verbliebene Aktionäre sollen laut "Heise.de" in japanischen Yen abgegolten werden, "ob sie möchten oder nicht".
Update vom 22.9.2023:
Japanischer Private-Equity-Fonds übernimmt Toshiba
Der Toshiba-Verkauf ist vollzogen. Neu gehört der Konzern Private-Equity-Fonds Japan Industrial Partners (JIP), wie "Reuters" unter Berufung auf eine Mitteilung von Toshiba berichtet. JIP besitzt demnach mehr als 78 Prozent der Toshiba-Aktien. Die Investorengruppe lässt sich den Kauf an die 14 Milliarden US-Dollar kosten.
"Wir sind vielen unserer Aktionäre sehr dankbar für ihr Verständnis für die Lage des Unternehmens", zitiert Reuters Toshiba-Chef Taro Shimada. Das Unternehmen werde "nun einen grossen Schritt in Richtung einer neuen Zukunft mit einem neuen Aktionär machen".
Originalmeldung vom 30.3.2023:
Toshiba will sich verkaufen
Toshiba hat dem eigenen Verkauf zugestimmt. Eine Investorengruppe unter der Führung von Japan Industrial Partners will den Technologiekonzern für rund 15,2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Toshiba würde mit der Transaktion von der Tokioter Börse genommen und somit privatisiert, berichtet die Nachrichtenagentur "Reuters".
Rund 20 japanische Unternehmen würden den Deal finanzieren, darunter der Finanzdienstleister Orix und der Chiphersteller Rohm. Der Kaufpreis kann sich allerdings noch ändern: Das Angebot soll erst Ende Juli formal eingereicht werden.
Toshiba steckt seit langem in einer Krise, die 2015 mit einem Skandal um Bilanzfälschungen in mehreren Geschäftsbereichen ihren Anfang nahm. Die Aufdeckung des Betrugs führte zu einem Aktieneinbruch, dem Rücktritt des damaligen CEOs, hohen Verlusten und Abschreibungen sowie einem tiefgreifenden Umbau
2021 verkündete Toshiba den Plan, sich aufzuspalten. Damit wollte das Unternehmen auf den Druck von aktivistischen Aktionären reagieren. Das gesamte Aktionariat stellte sich jedoch gegen die geplante Abspaltung der Sparte mit elektronischen Geräten. Die Anteilseigner blieben daraufhin zutiefst zerstritten – und auch in der obersten Führungsriege gab es Streit um die strategische Neuausrichtung. Es folgte ein weiterer abrupter Führungswechsel. Auf CEO Satoshi Tsunakawa folgte der ehemalige Siemens-Manager Taro Shimada.
Fast 50 Prozent der Schweizer Smartphone-User nutzen ein iPhone
Metanet verlagert Infrastruktur in Rechenzentren von Green
Abraxas baut neue Steuerlösung für Graubünden
UZH und Algorithmwatch untersuchen, was KI mit der Gesellschaft macht
Der Funk von morgen, die KI-Pläne von heute und der Cyberangriff von gestern
Warum risikobasierte Governance der Schlüssel zur digitalen Souveränität ist
Tech-Konsortium steckt 12,5 Millionen US-Dollar in Open-Source-Sicherheit
Betrüger nehmen Swissquote-Kundschaft ins Visier
Staatsarchiv Luzern macht Geschichte digital zugänglich