Umfrage von Trend Micro

Jede zweite Schweizer Firma will mehr für Cybersicherheit ausgeben

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von Joël Orizet und cla

Die Hälfte der Schweizer Unternehmen plant, ihre Budgets für IT-Security im Jahr 2023 zu erhöhen. Das geht zumindest aus einer Befragung des IT-Sicherheitsdienstleisters Trend Micro hervor. Der Umfrage zufolge gibt es jedoch weit verbreitete Missverständnisse zur Rolle der Cybersicherheit für Unternehmen.

(Source: makibestphoto / Adobestock.com)
(Source: makibestphoto / Adobestock.com)

Jedes zweite Schweizer Unternehmen will sein Budget für IT-Sicherheit 2023 aufstocken. Das gilt zumindest für jedes zweite hiesige Unternehmen, das bei einer Umfrage von Trend Micro mitmachte. 

Der japanische IT-Sicherheitsdienstleister will mit der Befragung herausgefunden haben, dass Firmen hierzulande zwar ihre Security-Budgets erhöhen möchten, aber dennoch die Bedeutung der Cybersecurity unterschätzen, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Security hat in der Schweiz ein schlechtes Image

So hätten fast zwei Drittel der Befragten angegeben, dass IT-Sicherheit ein notwendiger Kostenfaktor sei, aber nicht zur Umsatzgenerierung beitrage. Ein ähnlich hoher Anteil der Befragten (55 Prozent) habe argumentiert, ihr Wert beschränke sich darauf, Angriffe oder Bedrohungen abzuwehren. 

45 Prozent der Befragten würden IT-Security eher als Hindernis sehen und weniger als "Business Enabler". Das "negative Verständnis der Schweizer Unternehmensführungen" für Cybersecurity falle im internationalen Vergleich auf, stellt der IT-Sicherheitsdienstleister fest. Weltweit würden nur 38 Prozent der Befragten die Cybersecurity als "Verhinderer" ansehen.

Wichtig für die Kundschaft

Andererseits zeigten sich 79 Prozent der befragten Unternehmen in der Schweiz besorgt, dass mangelnde Cybersecurity die Gewinnung von Neukunden beeinträchtigen könnte. 22 Prozent gaben an, dass dies bereits der Fall sei. 

Ein Anteil von 69 Prozent räumte ausserdem ein, dass potenzielle Kunden und Lieferanten bei Verhandlungen nach dem IT-Security-Niveau fragen würden. 70 Prozent stimmten der Aussage zu, dass es einen Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Neukundengeschäft sowie Kundenzufriedenheit gebe. Weltweit liege dieser Anteil nur bei 57 Prozent. 

Trend Micro folgert daraus: Entscheiderinnen und Entscheider seien mit einem steigenden Druck von aussen konfrontiert, unter anderem durch die zunehmende Bedeutung von IT-Sicherheit in der Lieferkette und einer entsprechenden Zunahme von Compliance-Vorschriften.

Die Zahlen basieren auf einer Umfrage der britischen Marktforschungsfirma Sapio Research. Diese befragte im Auftrag von Trend Micro 2718 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden in 26 Ländern, davon 105 in der Schweiz. Die Umfrage fand im Januar 2023 statt. 

Mitte März verzeichnete Trend Micro übrigens einen Anstieg der Bedrohungsmeldungen. Diese seien im Jahresvergleich um 55 Prozent auf 146 Milliarden gestiegen. Lesen Sie hier mehr dazu

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