Innosuisse und Armasuisse starten Projektwettbewerb im Bereich Dual-Use-Technologie
Die Innovationsagentur Innosuisse und das Bundesamt für Rüstung Armasuisse lancieren eine Projektausschreibung mit einem Budget von 20 Millionen Franken. Ziel ist die Entwicklung von Dual-Use-Technologien zur zivilen und sicherheitspolitischen Anwendung.
Die Schweizer Agentur für Innovationsförderung Innosuisse und das Bundesamt für Rüstung Armasuisse lancieren zusammen eine Projektinitiative zur Entwicklung von Dual-Use-Technologien. Diese sollen sowohl im Sicherheits- und Verteidigungsbereich als auch in der zivilen Wirtschaft zur Anwendung kommen, wie Innosuisse mitteilt. Das Budget betrage 20 Millionen Franken, die Innosuisse und Armasuisse gemeinsam beisteuern würden.
Die Initiative ist laut Mitteilung Teil des "Flagship"-Programms von Innosuisse. Dieses widme sich systemischen und transdisziplinären Innovationsprojekten sowie der rüstungspolitischen Strategie des Bundesrats. "Diese Initiative trägt direkt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität der Schweiz zu stärken und bringt gleichzeitig konkrete Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft", sagt Dominique Gruhl-Bégin, die Direktorin von Innosuisse.
Die Projektausschreibung trägt den Titel "Resilient and Secure Technologies for Defence and Mobility" und hat laut Mitteilung drei technologische Schwerpunkte. Der erste betreffe Technologien zur Ortung, Navigation und Zeitmessung (PNT), die auch bei Störungen oder Interferenzen funktionieren sollen. Beim zweiten Schwerpunkt handle es sich um Photonik, also lichtbasierte Technologien zur sicheren Übertragung von Informationen. Und dritte Bereich umfasse schliesslich die Ortung, Identifizierung und Neutralisierung von Drohnen.
Der Projektwettbewerb startet laut Mitteilung am 1. Juli 2026. Einreichungen würden nach den bestehenden Verfahren der Innovationsagentur bewertet und müssten Schweizer Forschungseinrichtungen sowie in der Schweiz tätige Industriepartner einbeziehen. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolge im Sommer 2027.
Ohne Innosuisse kommt hingegen das Schweizer Zentrum für digitale Souveränität aus, das kürzlich mit 31 Mitgliedern gestartet ist. Lesen Sie hier mehr dazu.
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