Biel sagt Ja zu zweisprachiger Werbung
In Biel müssen baubewilligungspflichtige Reklamen künftig zweisprachig sein. Die Stimmbevölkerung nahm eine entsprechende Vorlage mit 52,9 Prozent an.
Die zweisprachige Stadt Biel hat sich für neue Regeln für die Aussenwerbung ausgesprochen. Die Bieler Stimmbevölkerung stimmte dem totalrevidierten städtischen Reklamereglement mit 52,9 Prozent zu. Somit steht fest, dass baubewilligungspflichtige Reklamen in Biel künftig in den zwei amtlichen Sprachen Deutsch und Französisch ausgespielt werden müssen.
"Bielerinnen und Bieler setzen ein Zeichen für Zweisprachigkeit. Darauf bin ich stolz", sagte der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr (SP) gegenüber "SRF". Es sei ein emotionaler Abstimmungskampf gewesen.
Gegner der Vorlage – darunter die SVP, FDP, PLR und die GLP – hatten von einer "Diktatur der Zweisprachigkeit" gesprochen. Ihrer Ansicht nach könnten international tätige Unternehmen ihre englischsprachigen Werbesprüche in Biel nicht mehr präsentieren. Dadurch würden Werbeeinnahmen wegfallen.
Auch verschiedene Werbeverbände hatten sich gegen die Revision gestellt. "Wir sind enttäuscht, jetzt wird mit dem unsinnigen Artikel 5 in Biel ein Sprachzwang eingeführt", lässt sich Roland Ehrler vom schweizerischen Werbe-Auftraggeberverband von "SRF" zitieren.
Die Bieler Stadtregierung sah dies anders und warf der Gegnerschaft zwei Wochen vor der Abstimmung vor, Falschaussagen zu verbreiten. Denn laut Stadtpräsident Fehr müssen Eigennamen, Marken und Slogans nicht zwingend übersetzt werden. Das Reglement betreffe bloss Reklamen auf Werbeträgern, die einem Baubewilligungsverfahren unterliegen.
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