Zwei neue Smartphones und ein Kopfhörer

Oppo möbelt Reno-Serie mit Telephoto-Porträtkamera auf

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von Leslie Haeny und cka

Oppo hat neue Handys in petto. Die Smartphones Reno 10 und Reno 10 Pro sind die ersten Geräte des Herstellers, die über eine Telephoto-Kamera für Porträtaufnahmen verfügen. Ausserdem präsentierte Oppo neue In-Ear-Kopfhörer mit einer Membran aus Bambusfasern.

Der chinesische Smartphone-Hersteller Oppo bringt die mittlerweile sechste Produktgeneration seiner Reno-Serie heraus. Mit den Modellen Reno 10 und Reno 10 Pro richtet sich Oppo an ein junges Publikum, das "ein stylisches und solides Phone will", wie der Chef von Oppo Schweiz, Daniel Meier, an einem Pressebriefing erklärte.

Als erstes dürfte einem das Design des neuen Kamerasystems an den Geräten auffallen. Zudem sind beide Smartphones optisch fast nicht voneinander zu unterscheiden. So verfügen sie denn auch beide als erste Geräte der Reno-Serie über eine Telephoto-Porträtkamera. Diese ist mit einem 2-fachen optischen Zoom ausgestattet, mit dem hochauflösende Fotos mit 47-Millimeter-Brennweite entstehen. Diese entsprechen laut Oppo Aufnahmen, die mit einem 50-Millimeter-Objektiv aufgenommen wurden. 

(Source: zVg)

Das neue Kamerasystem des Reno 10 Pro verfügt über eine Telephoto-Kamera für Porträts. (Source: Oppo)

50-Millimeter-Objektive gelten als Standard- oder Normalobjektive, da sie dem Blickwinkel des menschlichen Auges am ehesten entsprechen. Sie sind insbesondere in der Reise-, Porträt- und Street-Fotografie beliebt. Oppo verspricht mit dem neuen Kamerasystem denn auch "natürliche und unverzerrte Porträts mit verblüffendem Realismus". Zudem können Nutzerinnen und Nutzer im Porträt-Modus mit dem Bokeh spielen. Möglich machen das die Blendeneinstellungen zwischen f1.4 und f16. 

Autofokus für die Selfie-Kamera 

Das Reno 10 Pro wartet zudem mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera und einer 8-Megapixel-Ultra-Weitwinkelkamera auf. Beim Reno 10 sind eine 64-Megapixel-Hauptkamera und ebenfalls eine 8-Megapixel-Ultra-Weitwinkelkamera verbaut. Auf der Frontseite haben beide Ausführungen eine 32-Megapixel-Selfiekamera. Diese ist beim Pro-Modell mit einem Autofokus ausgestattet, der auch in der Lage sei, Gesichter in Gruppenaufnahmen zu erkennen. Die Frontkamera verfügt über einen 2-fachen Zoom und kann ab 15 Zentimetern Abstand scharfe Selfies schiessen. Videos in 4k-Auflösung produzieren beide Renos. 
 
Die Geräte sind mit einem 6,7 Zoll grossen Display ausgestattet - beim Reno 10 Pro handelt es sich um ein OLED-, beim Reno 10 um ein AMOLED-Display. Die Phones haben eine Bildwiederholrate von 120 Hertz, die sich beim Reno 10 Pro wahlweise auch auf 90 oder 60 Hertz drosseln lässt. "So können Sie die beste Balance zwischen flüssiger Darstellung und Stromverbrauch finden, je nachdem, was Sie gerade tun", schreibt der Hersteller dazu. Wie es weiter heisst, sind die Geräte in der Lage, bis zu 1 Milliarde Farben in einer maximalen Helligkeit von 950 Nits darzustellen. 

Geht dem 4600-Milliamperestunden-Akku des Reno 10 Pro einmal der Saft aus, soll es innert 28 Minuten wieder komplett geladen sein. Möglich mache das die 80-Watt-Supervooc-Schnelladetechnologie. Wer nur 10 Minuten Zeit an der Steckdose hat, erhält laut Oppo 48 Prozent Akkuladung. Nach 1600 Ladezyklen soll der Akku des Reno 10 Pro noch immer eine Kapazität von mindestens 80 Prozent haben. 

(Source: zVg)

Das Reno 10 Pro soll sich innerhalb von weniger als 30 Minuten komplett aufladen lassen. (Source: Oppo)

Beim Reno 10 dauert das Laden des 5000-Milliamperestunden-Akkus von 0 auf 100 Prozent mit der 67-Watt-Supervooc-Technologie 47 Minuten. 30 Minuten sollen zudem ausreichen, um den Akku zu 70 Prozent aufzuladen. Auch hier verspricht Oppo 1600 Ladezyklen mit einem maximalen Kapazitätsverlust von 20 Prozent. 

Dynamischer Speicher und Infrarot-Fernbedienung  

Das Herzstück des Reno 10 Pro bildet der Prozessor Snapdragon 778G 5G von Hersteller Qualcomm. Durch ihn soll das Gerät eine hohe Leistung liefern bei geringem Stromverbrauch. Damit das Smartphone auch bei längeren Gaming-Sessions nicht überhitzt, verbaute der Hersteller darin einen grossen VC-Flüssigkeitskühlbereich.

Die von Oppo und Google gemeinsam entwickelte Dynamic Computing Engine soll die Speicherzugriffsgeschwindigkeiten auf dem Reno 10 Pro dynamisch auf das bis zu 16-fache der vorherigen Kapazität anpassen. Dadurch kann das Gerät laut Hersteller mehr Daten übertragen und auch Anwendungen, die das Smartphone stark auslasten "reibungslos" ausführen. Es sei so möglich, bis zu 40 Apps gleichzeitig zu betreiben. 

Wie beim Vorgängermodell Reno 8 Pro können Nutzer und Nutzerinnen auch beim Reno 10 Pro den RAM-Speicher vorübergehend erweitern. Bis zu 12 Gigabyte zusätzlicher Arbeitsspeicher soll so zur Verfügung stehen. Das geht jedoch zu Lasten der 256 Gigabyte Nutzspeicher. Das zweite Smartphone der neuen Serie hat diese Funktion ebenfalls. Allerdings sind hier maximal 8 Gigabyte RAM zusätzlich möglich. Dafür lassen sich die 256 Gigabyte Nutzspeicher des Reno 10 - anders als beim Pro-Modell - mit einer SD-Karte erweitern. 

Als erste Oppo-Handys können die Modelle der Reno-10-Serie als Infrarot-Fernbedienung eingesetzt werden. So lassen sich Beispielsweise der Fernseher, die Klimaanlage, eine Set-Top-Box und weitere infrarotfähige Geräte direkt mit dem Smartphone steuern.  

Das Reno 10 Pro ist ab Ende Juli in den Farben Glossy Purple und Silvery Grey für 599 Franken (UVP) erhältlich. Das Reno 10 gibt es ebenfalls ab Ende Juli in Silvery Grey oder in Ice Blue zu einem UVP von 449  Franken. 

Bambus in den Ohren 

Zusätzlich zu den zwei neuen Smartphones hat Oppo auch neue In-Ear-Kopfhörer im Sortiment. Die Enco Air3 Pro sind mit einer Membran aus Bambusfasern ausgestattet. Diese sollen mehrere Vorteile gegenüber der sonst verwendeten Titanbeschichtung aufweisen. So ist die Bambusmembran laut Oppo 60 Prozent leichter, wodurch sie schneller auf Klangveränderungen reagiert. Weiter sei die neue Membran steifer und verformt sich so weniger schnell. Zudem sei die interne Dämpfung elastischer, was die Geräuschentwicklung reduziere. Weiter hebt der Hersteller das adaptive Active Noise Cancelling (ANC) hervor. Es sei für die meisten Alltagssituationen geeignet.

(Source: zVg)

Die Enco Air3 Pro gibt es in den Farbvarianten White und Green. (Source: Oppo)

Wie die Oppo-Handys sind auch die Enco Air3 Pro mit Schnelladefunktion ausgestattet. Nach 10 Minuten Ladezeit sollen die Kopfhörer zwei Stunden lang Musik liefern. Sind Kopfhörer und Ladehülle komplett aufgeladen, reicht der Akku der Kopfhörer für 7 Stunden und jener der Ladehülle für bis zu 30 zusätzliche Stunden Gebrauch.  

Wie die neuen Smartphones kommen auch die Enco Air3 Pro Ende Juli in den Handel. Oppo gibt einen UVP von 99 Franken für die in White und Green erhältlichen Kopfhörer an. 

Oppo macht übrigens auch Handys zum auf und zu "flippen". Wie sich das erste in der Schweiz erhältliche Klapphandy des Herstellers - das Find N2 Flip - im Hands-on geschlagen hat, können Sie hier nachlesen

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