Bundesrat Rösti spricht sich für KI-Regulierung aus
Albert Rösti hält die Regulierung von KI-Anwendungen für notwendig. Das erklärt der Bundesrat in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Die Schweiz brauche ausserdem eine Art Beschwerdeinstanz.
Bundesrat Albert Rösti hat sich in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag" für die Regulierung von KI ausgesprochen. Zwar dürfe die Innovation der künstlichen Intelligenz nicht behindert werden, erklärte er, aber: "Ich bin klar der Meinung, dass die Schweiz eine KI-Regulierung benötigt".
Die Schweiz brauche so etwas wie eine Beschwerdeinstanz, erklärte Rösti. Sein Department arbeite an einer entsprechenden Auslegeordnung, die man bis Mitte 2024 dem Bundesrat vorlegen werde.

Bundesrat Albert Rösti. (Source: © Béatrice Devènes)
Rösti sagte ferner, dass KI-Tools die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten in Zukunft erschweren könnten. Er nannte etwa die Möglichkeit, Personen mit einer fremden Stimme sprechen zu lassen. Auch diesbezüglich diskutiere man derzeit über mögliche Lösungen.
Wie die Regulierung von KI genau aussehen soll, ist für Rösti noch offen. Er könne sich auch vorstellen, Regeln der EU oder der Vereinten Nationen zu übernehmen. Künstliche Intelligenz sei nämlich ein globales Thema.
Aus diesem Grund - um das Thema KI kooperativ anzupacken - haben sich Anfang November 28 Länder zum ersten AI Safety Summit getroffen. Dort unterschrieben sie die "Bletchley Declaration", wie Sie hier nachlesen können. Bundesrat Rösti war ebenfalls am Gipfel dabei.
Was den Schutz der Daten anbelangt, mit denen KI-Systeme wie ChatGPT gefüttert werden, gilt das Schweizer Datenschutzgesetz, wie der Eidgenössische Datenschutzbeautragte Adrian Lobsiger kürzlich betonte. Hier erfahren Sie mehr.
Kanton Zürich testet selbstfahrende Autos im ÖV
Zukunftsarena von T-Systems rückt KI und Souveränität in den Fokus
Bundesrat erteilt Auftrag für neues Cybersicherheitsgesetz
KI-Agenten greifen Hunderte Onlineshops an und stehlen Kreditkartendaten
Update: Nationalrat will eine souveräne Schweizer KI-Infrastruktur
Inventx ernennt neuen Leiter Banking
Freiburger Polizei deckt umfangreichen Onlinebetrug mit gestohlenen Bankdaten auf
Die Sensefrau und der Enshittificator
Wie sich Werte, Kultur und Technologie über M365 verbinden lassen