Update: So treibt der Kanton Solothurn die digitale Transformation voran
Die Digitalisierung der Solothurner Kantonsverwaltung kommt voran. Dennoch zeigt ein Zwischenbericht des Regierungsrats, dass noch Optimierungspotenzial besteht. Deshalb stellt der Kanton die Organisation für die digitale Transformation neu auf.
Update vom 16.01.2026: Mit einer neuen Organisationsstruktur will der Kanton Solothurn die digitale Transformation vorantreiben. Der Regierungsrat stellte unlängst die neue Struktur vor.
Drei Organisationseinheiten nehmen dabei eine zentrale Querschnittsfunktion innerhalb der kantonalen Verwaltung ein. Das in der Staatskanzlei angesiedelte Kompetenzzentrum Digitale Verwaltung (CCDV) übernimmt die Rolle der Transformationskoordination, wie der Regierungsrat mitteilt: Es verbindet und berät, indem es Fachkompetenz einbringt, notwendige Vernetzung sicherstellt und relevante, neue Entwicklungen systematisch verfolgt.
Die Expertenrolle für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) übernimmt das im Finanzdepartement angesiedelte Amt für Informatik und Organisation (AIO): Es stellt aktuelle IKT-Kompetenz zur Verfügung und sorgt für technologische Grundlagen der digitalen Transformation. Für seine Aufgaben übernimmt das AIO 100 Stellenprozente vom CCDV.
Das Personalamt - ebenfalls im Finanzdepartement angesiedelt - kümmert sich schliesslich um die Personalentwicklung im Bereich der Digitalisierung. Es nehme eine zentrale Rolle in der Förderung zeitgemässer Arbeitsweisen und Kooperationsformen ein, schreibt die Verwaltung. 60 Stellenprozent des CCDV gehen dafür ans Personalamt.
Der Regierungsrat plant, die neue Organisation im Jahr 2028 zu überprüfen. In der Mitteilung verweist er auf die finanzielle Lage des Kantons. Angesichts dieser, schreibt er, werde die digitale Transformation in den nächsten Jahren in kleinen Schritten angegangen.
Originalmeldung vom 24.02.2025:
Kanton Solothurn will der digitalen Transformation Beine machen
Genügend, aber nicht überragend – so könnte man das Fazit der Solothurner Regierung zur digitalen Transformation in der Kantonsverwaltung zusammenfassen. Vieles läuft eigentlich gut, wie der Regierungsrat gestützt auf eine externe Evaluation feststellt. So bestehe in der kantonalen Verwaltung die Bereitschaft, die digitale Transformation anzugehen und die einzelnen Departemente trieben ihre Digitalisierungsvorhaben aktiv und erfolgreich voran, teilt der Regierungsrat mit.
Die gesamtkantonalen Digitalisierungsprojekte kommen dagegen "weniger gut" voran. Zu den Gründen gehören unter anderem eine zu wenig klare und komplexe Systemarchitektur und fehlende Steuerungsgrundlagen, wie die Regierung erklärt.
Damit es auch hier in Sachen Digitalisierung besser vorwärts geht, ergreift der Regierungsrat zwei Massnahmen: einerseits startet er ein Projekt zur Weiterentwicklung der Organisation der digitalen Transformation in der kantonalen Verwaltung. In diesem lässt er die Rollen und Zuständigkeiten aller Verwaltungseinheiten schärfen. Bis das Projekt abgeschlossen ist, hat der Regierungsrat bereits eine vorläufige Organisationsstruktur festgelegt, "um die digitale Transformation in der Zwischenzeit weiter vorantreiben zu können".
Zweitens will der Regierungsrat die gesamtkantonalen Digitalisierungsvorhaben neu priorisieren. Welche Projekte in den kommenden Jahren im Fokus stehen sollen, werde in einem nächsten Schritt festgelegt, schreibt der Regierungsrat. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Arbeiten entwickelt Solothurn dann die neue Mehrjahresplanung (Impulsprogramm "SO!Digital") ab 2026.
Derweil hat der Berner Regierungsrat für das Jahr 2025 insgesamt 33 Schwerpunkte im Bereich der Verwaltungsdigitalisierung gesetzt. Neu auf der Liste stehen neun Projekte, etwa zur Digitalisierung von Akten und zum Austausch von Daten, wie Sie hier lesen können.
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