Finma eröffnet Konkurs über Swiss4.0
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht eröffnet den Konkurs über das Start-up Swiss4.0. Gleichzeitig betont sie, künftig die Gelder von Fintech-Kunden besser schützen zu wollen.
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat am 4. März 2025 den Konkurs über das Genfer Fintech-Start-up Swiss4.0 eröffnet. Der Finanzdienstleister mit rund 250 Kunden wurde 2020 gegründet und 2022 lizenziert. Als Grund für die Liquidation nennt die Finma in einer Mitteilung "begründete Besorgnis der Überschuldung sowie ernsthafter Liquiditätsprobleme". Swiss4.0 sei nicht in der Lage gewesen, "adäquate Massnahmen innert angemessener Frist erfolgreich umzusetzen". Die Wirtschaftskanzlei Valfor Avocats wurde zur verantwortlichen Konkursliquidatorin ernannt.
Weiter heisst es, dass die Finma aufsichtsrechtliche Anforderungen an Fintech-Bewilligungen absichtlich tief gehalten habe, um Zugangshürden für neue Geschäftsmodelle zu reduzieren. So könne sich eher zeigen, ob das entsprechende Modell erfolgreich ist oder nicht.
Kundengelder seien im Falle des Konkurses eines Fintech-Unternehmens nicht geschützt. Die Mitteilung betont hierzu, dass sich die Finma dafür einsetze, beim Ausfall eines Fintech-Unternehmens den Kundengeldern einen angemessenen Schutz zuzuweisen. Diese Massnahme soll im Rahmen des Regulierungsprojekts über die Anpassung des Finanzmarktrechts im Hinblick auf innovative Geschäftsmodelle der Finanzinstitute erfolgen.
Die Regulationen der Finma betreffen zunehmend auch neue Technologien wie etwa KI. Lesen Sie hier mehr darüber.
Das unbeschwerte Leben von Personen, die keine News lesen
Schwachstellen bedrohen Digital-Signage-Software Magicinfo
Betrüger locken mit gefälschten BAG-Rückerstattungen
Mehr Daten, mehr KI – und trotzdem keine besseren Entscheidungen?
Update: Nationalrat heisst digitale AHV-Dossiers gut
UMB stellt Serviceorganisation unter neue Leitung
AWS bringt generative KI auf den Desktop
Nationalrat fordert schweizerische Produktsicherheit von ausländischen Onlineshops
Effizienz frisst Datensouveränität – die Bilanz der Schatten-KI