Luzerner Stadtrat soll Open Source Software prüfen
Die grossen Parlamentsfraktionen der Stadt Luzern fordern, dass der Stadtrat den Einsatz von Open Source Software bei städtischen IT-Projekten prüft. Die Parlamentarier wollen deren Potenzial gezielt nutzen und den Umgang damit in einem Leitfaden festhalten.
Mitglieder der grossen Fraktionen im Luzerner Stadtparlament fordern, dass Luzern das Potenzial von Open Source Software (OSS) stärker nutzen soll. Konkret soll die Regierung also der Stadtrat gemäss dem Postulat "Chancen von Open Source Software nutzen" prüfen, wie OSS bei künftigen Softwareprojekten eingebunden werden kann und welche Ressourcen dafür bereits bestehen.
Ausserdem wird der Stadtrat beauftragt, aufzuzeigen, wie die städtische IT ihre Kompetenzen im Bereich OSS gezielt erweitern kann. Aus den gewonnenen Erkenntnissen soll ein strategischer Leitfaden zum Umgang und zur Förderung von OSS resultieren.
Gemäss Postulat sehen die Parlamentsmitglieder in der Nutzung von OSS Vorteile für Datensicherheit, digitale Souveränität und Effizienz. OSS ermögliche Behörden, Softwarelösungen eigenständig weiterzuentwickeln, Synergien mit anderen Verwaltungen zu nutzen und lokale IT-Kompetenzen aufzubauen. Auch kann demzufolge der Bedarf an kostenintensiven Sicherheitslösungen reduziert werden, wenn statt nicht standardisierter Produkte vermehrt auf Open Source gesetzt werde.
Auf nationaler Ebene nehme der Bund mit dem Embag-Gesetz, das OSS zum Standard macht, eine Vorreiterrolle ein - Luzern soll nun folgen.
Lesen Sie auch: Im Januar 2025 hat der Kanton Luzern den Startschuss für die Entwicklung einer neuen Schulsoftware gegeben. Mit der Plattform namens Stabilu wagt der Kanton nach dem gescheiterten Educase-Projekt einen Neuanfang, wie Sie hier lesen können.
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