Kanton Genf sucht neuen Digitalchef
Alexander Barclay hat seine Funktion als Digitalbeauftragter des Kantons Genf abgegeben und wechselt nun in die Bundeskanzlei. Das Auswahlverfahren für seine Nachfolge läuft bereits. Bis zum Abschluss des Verfahrens übernimmt der stellvertretende Generalsekretär Nicolas Fournier ad interim.
Alexander Barclay, seit 2021 Digitalbeauftragter des Kantons Genf, hat sein Amt Ende Februar 2026 niedergelegt. In einer auf Linkedin veröffentlichten Mitteilung gab er bekannt, zur Bundeskanzlei zu wechseln, wo er im Bereich Digitale Transformation und IT-Governance tätig sein wird.
Während Barclays Amtszeit hat der Kanton Genf unter anderem seine Digitalpolitik im Zuge eines breit angelegten partizipativen Prozesses erarbeitet. Die Genfer Bevölkerung hat in dieser Zeit zudem für die Verankerung des Rechts auf digitale Integrität im kantonalen Recht gestimmt. Der ehemalige Beauftragte betont in seinem Linkedin-Post, auch zur Stärkung der interkantonalen Koordination in digitalen Fragen beigetragen zu haben, insbesondere durch die Lateinische Konferenz der Digitalen Delegierten (CLDN) und Arbeiten im Zusammenhang mit digitaler Souveränität.
Auf Anfrage teilte das Departement für Institutionen und digitale Technologie (DIN) mit, dass ein Nachfolger vorgesehen sei. Die Stelle des Digitalbeauftragten sei bereits ausgeschrieben und das Rekrutierungsverfahren laufe.
In der Zwischenzeit übernimmt Nicolas Fournier, stellvertretender Generalsekretär, die Funktion als Digitalbeauftragten ad interim, wie es heisst. Er ist insbesondere für die Politik des Kantonalen Amts für Informationssysteme und digitale Technologien (OCSIN), die Abteilung für kommunale Angelegenheiten und das LAVI (Gesetz zur Unterstützung von Verbrechensopfern) zuständig. Die Aufgaben als Interims-Digitalbeauftragten werde er parallel zu seinen regulären Aufgaben ausüben, um die Kontinuität der Aktivitäten bis zum Amtsantritt des definitiven Nachfolgers zu gewährleisten.
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