Schweizer Armee komplettiert Kernstück ihrer neuen Digitalisierungsplattform
Um die digitale Transformation der Armee voranzutreiben, entwickelt der Bund eine Informations- und Kommunikationsplattform. Inzwischen ist das Kernstück der Plattform fertig. Bis die Armee die neue Digitalisierungsplattform einsetzen kann, dauert es aber noch.
"Eine robuste, sichere und resiliente Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Infrastruktur" - so umschreibt der Bund die neue Digitalisierungsplattform (NDP), die die Schweizer Armee auf die Beine stellt. Mit der Plattform verbessere sich die Führungs- und Einsatzfähigkeit der Schweizer Armee im Alltag und im Konfliktfall, heisst es in einer Mitteilung zum aktuellen Stand. Die NDP ermögliche die digitale Transformation der Schweizer Armee und gelte als entscheidender Erfolgsfaktor zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.
In der Mitteilung verkündet der Bund, einen "wichtigen Meilenstein" im Aufbau der NDP erreicht zu haben. Demnach ist das Kernstück der Plattform nun komplettiert. Etwas konkreter umfasst der Meilenstein insbesondere die Automatisierung der Bereitstellung und des Betriebs der Cubes. Dazu erklärt die Armee: "Ein Cube ist ein Mikro-Rechenzentrum, das autark oder im Verbund mit anderen Cubes eingesetzt werden kann. Sie sind in sich funktionierende Einheiten eines IKT-Rechenzentrums und bestehen aus sämtlichen Services, die für den Betrieb von einsatzkritischen Anwendungen notwendig sind. Mit den Cubes lässt sich die neue Digitalisierungsplattform standardisiert aufbauen und betreiben."
Go-Live am 1. Juli 2026
Das Kommando Cyber werde den Betrieb nun schrittweise hochfahren, teilt die Armee weiter mit. Insbesondere im Betrieb wird es vom technischen Partner Swisscom personell unterstützt. Laut dem Zeitplan soll die NDP am 1. Juli 2026 ab den teil- und vollgeschützten Landesknoten (Rechenzentren) live gehen. Umfassend testen wollen Kommando Operation und Kommando Cyber die Plattform dann im Rahmen der Verifikationsübung "EOS26" im Herbst 2026.
Im Herbst 2024 sorgte eine digitale Logistiklösung für die Armee für Schlagzeilen: Wie sich herausstellte, würde diese im Kriegsfall nicht unabhängig funktionieren können. Hier erfahren Sie, was die Armee dazu sagt.
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