Im Tandem mit der Maschine: So gelingt die KI-Kollaboration
KI-Assistenten sind in der Arbeitswelt längst angekommen – nun steht ihre Beförderung bevor. Geht es nach den Anbietern von solchen Systemen, emanzipieren sie sich gerade von ihrer Funktion als Werkzeug und entwickeln sich zu veritablen Teammitgliedern. Sie stehen zwar auf keiner Payroll, agieren aber zunehmend autonom und übernehmen so die Routinen ihrer menschlichen Kolleginnen und Kollegen. Diese neue Partnerschaft stellt jedoch das klassische Verständnis von Führung, Teamwork und menschlicher Kompetenz auf den Kopf. Wie gelingt das Zusammenspiel von Code und Kultur, ohne dass der Mensch auf der Strecke bleibt?
Diese Frage ist umstritten. Denn was nach einer idealen Arbeitsteilung klingen mag, birgt ein kaum beachtetes Paradox: Je mehr uns die intelligenten Systeme abnehmen, desto mehr riskieren wir den Verlust jener Fähigkeiten, die wir für ihre Überwachung bräuchten. Dieses Phänomen, bekannt als "De-Skilling", ist eine der grössten schleichenden Gefahren der Automatisierung. Wer nicht mehr selbst Auto fährt, verlernt es. Genauso ergeht es Fachkräften, deren Erfahrungswissen durch den Einsatz von KI nicht mehr trainiert wird. Toni Wäfler von der FHNW erklärt in seinem Fachbeitrag, warum eine menschengerechte Arbeitsgestaltung diesem Kompetenzverlust entgegenwirkt und der Mensch eine aktive, sinnhafte Rolle im Zusammenspiel mit der KI behalten muss.
Während auf Mitarbeiterebene also der Kompetenzverlust droht, stehen Führungskräfte vor einem anderen Dilemma: Dem Druck, das Potenzial von KI zu heben, stehen gewaltige Risiken gegenüber – vom Verlust geistigen Eigentums bis hin zur Gefährdung des Geschäftsmodells. Viele Projekte starten mit hohen Erwartungen, scheitern aber an fehlender Governance und mangelnder Vorbereitung der Organisation. Erik Wirz von Wirz & Partners zeigt auf, wie Führungskräfte diesen Spagat meistern und wo die wahren Hebel für den Erfolg liegen.
Doch warum scheitern viele KI-Projekte trotz guter Strategie? Die Wurzel des Problems liegt tiefer als nur in der Technik: Die Systeme agieren zunehmend autonom und greifen in Prozesse ein, die bisher rein menschlich waren. Dieser "Agentic Shift" löst bei Mitarbeitenden eine neue, existenzielle Form von Kontrollverlust und Misstrauen aus. Klassische Change-Management-Modelle greifen hier zu kurz. Stefan Martin Häberling von BBV Software Services argumentiert, warum die KI-Transformation in erster Linie Organisationspsychologie ist und ein neues Führungsfundament aus Systemdenken und Lernkultur erfordert.
Ein neues Führungsfundament braucht also nicht nur ein tieferes Verständnis für Technik und Organisation, sondern vor allem für den Menschen. Doch was bedeutet das konkret für die Führungskraft von morgen? Wenn KI das Management übernimmt, was bleibt als unersetzbarer Kernauftrag? Und welche völlig neuen Kompetenzen müssen sich Leader jetzt aneignen, um in Zukunft noch relevant zu sein? Antworten auf diese und weitere Fragen zur Zukunft der Zusammenarbeit von Mensch und KI liefern Dietmar und Yannick Treichel vom Institut für Kommunikation & Führung im Interview.
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