ISE 2026: LG zelebriert koreanische Kultur mit Luxus-Displays
An der ISE zeigen die Hersteller im Bereich Pro-AV jedes Jahr, was sie zu bieten haben. Darunter auch LG. Der Hersteller hatte dieses Jahr unter anderem eine neue Ausführung von Magnit und ein gitterförmiges LED-Display im Gepäck.
Die ISE vereint jedes Jahr das Who's who der Pro-AV-Branche in Barcelona. Die diesjährige Ausgabe der Leitmesse für Pro-AV und Digital Signage fand vom 3. bis zum 6. Februar statt. Unter den 1751 Ausstellern war auch wieder LG. Der südkoreanische Hersteller beeindruckt die Messeteilnehmenden schon seit Jahren mit Lösungen, die Digital Signage und Luxus kombinieren.
Ein fast 6 Meter hoher Turm lockte die Besucher schon von weitem an den Stand. Die Medienfassade (wie LG die Installation nannte) hatte zwei Schichten an Screens. So waren einerseits die Seitenwände selbst komplett mit LED-Signage bestückt. Andererseits war darüber ein transparentes und bewegliches Mesh-LED-Display montiert; dieses fuhr von oben nach unten und ergänzte den dargestellten Content mit zusätzlichen Effekten und Inhalten.

Die Dioden eines Mesh-LED-Displays sind auf einer gitterförmigen Struktur montiert, durch die man hindurchschauen kann. (Source: Netzmedien)
Ein gitterförmiges LED-Display
Das Mesh-LED-Display ist eine neue Entwicklung aus dem Hause LG. Im Gegensatz zu herkömmlichen LED-Displays sind hier die Dioden auf einer leichten und flexiblen Gitterstruktur montiert. So kann es um andere Objekte herum montiert werden und dennoch den Blick darauf erlauben. Das Produkt ist vollständig staubdicht und gegen starkes Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt (IP66) und eignet sich somit auch für Anwendungen im Freien.
Es wird zu einem noch nicht genannten Zeitpunkt in drei Ausführungen auf den Markt kommen:
- 35 Millimeter Pixelpitch (Abstand zwischen den Dioden) und 7500 Nits (Helligkeit)
- 40 Millimeter Pixelpitch und 3000 Nits
- 55 Millimeter Pixelpitch und 3300 Nits

Auch LGs E-Paper-Displays hatten wieder einen Auftritt an der ISE. (Source: Netzmedien)
Lösungen für Luxus-Retail
Der Turm und auch der ganze Stand waren gemäss dem Hersteller darauf ausgerichtet, die koreanische Kultur zu repräsentieren und zu zelebrieren. Der auf dem Turm gezeigte Content war beispielsweise an Kunst aus dem Land angelehnt und auf dem Stand selbst imitierten die Installationen unter anderem koreanische Beauty-Shops oder Bäckereien.

LG zeigte an der ISE, wie die Display-Lösungen im Retail eingesetzt werden könnten. (Source: Netzmedien)
Hier lag auch der Hauptfokus des Herstellers: Lösungen für den Retail im höheren Preissegment. So kombinierte LG etwa traditionelle OLED-Displays mit transparenten, um Produkte in Szene zu setzen oder um potenziellen Kundinnen und Kunden zusätzliche Informationen dazu anzuzeigen.
In Zusammenarbeit mit Invisible Arts präsentierte LG auch einen KI-basierten, virtuellen Empfangsmitarbeitenden. Die Lösung nutzt ein transparentes Display des Herstellers, um den Avatar darzustellen. Wie Invisible Arts am Stand erklärte, kann der Mitarbeiter aus Bits und Bytes viel mehr als nur Gäste empfangen. Das Projekt sei in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Militär entstanden. Der virtuelle Avatar könne beispielsweise auch die Umgebung nach verdächtigen Gegenständen absuchen und darauf reagieren.

Ein virtueller Mitarbeitender im Empfang, der auch verdächtige Gegenstände erkennen kann. (Source: Netzmedien)
Neues Magnit-Micro-LED-Display vereinfacht Wartung
Anderswo am Stand präsentierte der Hersteller eine neue Ausführung seines Micro-LED-Displays Magnit. Eine neue schwarze Frontbeschichtung soll tiefere Schwarztöne ermöglichen und die Farbgenauigkeit verbessern, während sie zugleich auch vor Feuchtigkeit und Staub schützt.

Der neue Magnit von LG. (Source: Netzmedien)
Das Display unterstützt Content mit einer Auflösung bis 8k - kombiniere man mehrere Controller, könne man aber auch höhere Auflösungen erzielen. Diese Controller müssen nach Herstellerangaben nicht zwingend direkt neben dem Display montiert werden; sie könnten auch bis zu 10 Kilometer entfernt installiert werden.
Der Hersteller will auch die Wartung vereinfacht haben. Wie der Hersteller erklärte, integrierte er beim neuen Magnit-Screen eine neue Line-to-Dot-Technologie (LTD). "Während bei herkömmlichen LED-Displays ein einzelner Pixelfehler ganze Zeilen beeinträchtigen kann, begrenzt LTD mögliche Auswirkungen auf einzelne Punkte", schreibt der Hersteller. Dies soll sichtbare Störungen reduzieren und das Seherlebnis so ruhiger und konsistenter machen. Das Micro-LED-Display wird in Ausführungen mit Pixelpitches zwischen 0,78 und 1,25 Millimetern auf den Markt kommen.

LG zeigte an der ISE sein Lineup an LED-Produkten. (Source: Netzmedien)
Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Die ISE hat 2026 erstmals einen Cybersecurity Summit im Rahmen der Pro-AV-Messe veranstaltet. An der Konferenz erklärte ein ehemaliger Scotland-Yard-Detektiv, wo Schwachstellen in AV-Projekten entstehen und wie mit diesen umzugehen ist. Lesen Sie hier mehr zum Cybersecurity Summit an der ISE 2026. Alle weiteren News von der ISE 2026 finden Sie hier im Onlinedossier.
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