KI-Boom befeuert die Schweizer Start-up-Szene
Nach einer mehrjährigen Flaute fliesst wieder deutlich mehr Geld in Schweizer Start-ups. Den grössten Anteil an diesem Aufschwung haben Start-ups, die auf künstliche Intelligenz setzen.
Das Schweizer Start-up-Ökosystem erlebt nach einer Phase der Abkühlung einen neuen Aufschwung. Zwar blieb die Zahl der Finanzierungsrunden im vergangenen Jahr mit 515 Abschlüssen stabil, doch das investierte Volumen stieg massiv an: Kapitalgeber investierten mit 3,3 Milliarden Franken eine Milliarde mehr als noch 2024, wie aus dem jüngsten "Startup Barometer" (PDF) von EY hervorgeht.
Den Aufschwung treibt vor allem der Boom bei künstlicher Intelligenz. Start-ups mit KI-Fokus sammelten im vergangenen Jahr knapp 1,1 Milliarden Franken ein - dreimal so viel wie im Vorjahr (+206 Prozent). Fast jede dritte Finanzierungsrunde (32 Prozent) ging 2025 an ein KI-Unternehmen. Zum Vergleich: Zwei Jahre zuvor machte dieser Anteil erst 10 Prozent aus.

Das Finanzierungsvolumen für Schweizer KI-Start-ups (hellgraue und gelbe Säulen) hat sich von 2024 auf 2025 verdreifacht und treibt das Marktwachstum an. (Source: "EY Startup Barometer 2026")
Software & Analytics legt kräftig zu
Der Technologiesektor zeigt ein gemischtes Bild. Während die Anzahl der Finanzierungsrunden im Bereich Software & Analytics leicht zurückging, explodierte das investierte Volumen mit einem Plus von 133 Prozent auf 924 Millionen Franken. Es gab also weniger, aber deutlich grössere Deals. Damit war der Sektor der zweitstärkste hinter dem Gesundheitswesen (1,5 Milliarden Franken). Fintech/Insurtech (295 Millionen) und Hardware (rund 230 Millionen) folgen auf den weiteren Plätzen.
Die grössten Finanzierungen im Tech-Bereich sicherten sich 2025 die Start-ups General Intuition (107 Millionen Franken), Auterion (84 Millionen) und Neural Concept (80 Millionen). Auch Toloka (62 Millionen), Flexion Robotics (40 Millionen) und Deepjudge (34 Millionen) zogen zweistellige Millionensummen an.

Die grössten Finanzierungsrunden 2025 gingen mehrheitlich an den Gesundheitssektor, doch mit General Intuition, Auterion und Neural Concept schafften es auch drei Software-Start-ups in die Top 10. (Source: "EY Startup Barometer 2026")
Mega-Deals sorgen für Schub - vor allem in Zürich
Für den kräftigen Anstieg des Gesamtvolumens sorgten vor allem die zurückgekehrten Mega-Deals. Die Zahl der Finanzierungsrunden über 100 Millionen Franken verfünffachte sich von nur einem im Jahr 2024 auf fünf im vergangenen Jahr. Allein diese fünf Transaktionen summierten sich auf 747 Millionen Franken.
Geografisch bleiben Zürich (213 Runden, 1,3 Milliarden Franken) und die Romandie (165 Runden, 909 Millionen Franken) die unangefochtenen Zentren der Schweizer Start-up-Szene. Besonders in Zürich legte das Finanzierungsvolumen mit einem Zuwachs von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.

Zwei Drittel für die Top 2: Die Regionen Zürich und Romandie zogen 2025 zusammen rund 2,2 Milliarden Franken und damit den Löwenanteil aller Start-up-Investitionen an. (Source: "EY Startup Barometer 2026")
Auch im DACH-Vergleich zeigt sich der Markt robust: Während das Investitionsvolumen hierzulande um 44 Prozent zulegte, wuchs es in Deutschland nur um 19 Prozent. In Österreich brach das Volumen sogar um 56 Prozent ein.
Der KI-Boom beflügelt übrigens auch die Neugründungen von Start-ups in der Schweiz - mehr dazu lesen Sie hier.
Diese 20 Digitalisierungs-Champions treten zu Zürichs Erneuerungswahlen an
Netcloud eröffnet Standorte in Kanada und auf den Philippinen
Abraxas baut neue Steuerlösung für Graubünden
Ihr Schweizer Microsoft Partner für digitale Verwaltung & Souveränität
Probelauf für die E-ID
Resilienz beginnt beim Netzwerk
"Digitale Souveränität entsteht nicht an einem einzelnen Punkt, sondern entlang der gesamten digitalen Kette"
Als ob Spinosaurus nicht schon speziell genug gewesen ist - jetzt ist er noch sonderbarer
Basel-Stadt digitalisiert Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen