Swisscom-Töchter partnern mit Mesoneer für digitale Kundenprozesse
Swisscom bündelt die Kräfte ihrer Tochterfirmen Ajila und Swisscom Trust Services mit dem Softwarehersteller Mesoneer. Gemeinsam integrieren sie digitale Formulare, Identitätsprüfung und E-Signaturen auf einer Plattform. Das Angebot soll Banken und Versicherungen einen medienbruchfreien Prozess vom Onboarding bis zum Vertragsabschluss bieten.
Zwei Tochterfirmen der Swisscom, nämlich Swisscom Trust Services und Ajila, spannen mit der Softwarefirma Mesoneer mit Sitz in Wallisellen zusammen. Das Ziel der drei Unternehmen ist es, ihre jeweiligen Technologien zu einer integrierten Lösung für digitale Kundenprozesse zu kombinieren. Diese richtet sich vor allem an Organisationen mit hohen regulatorischen Anforderungen wie Banken oder Versicherungen, wie Swisscom Trust Services mitteilt.
Konkret bindet sich Ajila mit seiner Lösung für die Digitalisierung von Formularen als Serviceprovider in die Digital-Trust-Plattform von Mesoneer ein. Auf dieser Plattform ist bereits Swisscom Trust Services für digitale Identitäten und qualifizierte elektronische Signaturen (QES) angebunden. So soll ein durchgängiger digitaler Prozess entstehen: Er beginnt mit einem Formular, führt über eine rechtskonforme Identitätsprüfung bis hin zur gültigen elektronischen Unterschrift und der Übergabe der Daten an interne Systeme.
Prozesseffizienz und eingebaute Compliance
"Digitalisierte Formulare schaffen in Kombination mit Vertrauensdiensten einen durchgängigen Informationsfluss", sagt Beat Steiner, CEO von Ajila. Die Partner versprechen, dass die Automatisierung manuelle Schritte reduziert, die Durchlaufzeiten verkürzt und das Risiko für Fehler oder Betrugsversuche senkt.
Ein zentraler Aspekt für die Zielgruppe ist die Compliance. Anstatt separate Kontrollen durchzuführen, bettet die Plattform die notwendigen Prüfschritte direkt in den digitalen Ablauf ein. "Sicherheit und Komfort sind kein Widerspruch", erklärt Ralf Jenzer, Head of Products bei Mesoneer. Man wolle damit zeigen, wie sich regulatorische Vorgaben erfüllen lassen, ohne das Kundenerlebnis zu beeinträchtigen.
Strategische Ausrichtung auf die EUDI-Wallet
Die Kooperation hat auch eine strategische Dimension. Die Partner positionieren ihre gemeinsame Plattform im Hinblick auf die kommende European Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet). Indem sie ihre Dienste bündeln, schaffen sie eine Grundlage, um zukünftige Standards für grenzübergreifende digitale Identitäten zu unterstützen.
"Damit ermöglichen wir Finanzinstituten und Unternehmen, Vertrauen als echten digitalen Mehrwert zu erleben", so Mario Voge, Head of Growth Management bei Swisscom Trust Services. Für Unternehmen bedeute dies vor allem, eine Lösung zu erhalten, die auf künftige europäische Regulierungen vorbereitet sein soll.
In der Schweiz bieten übrigens mehrere Firmen digitale Signaturlösungen an. Die Marktübersicht bietet einen Überblick über die gängigen Anbieter und ihre Lösungen, die sie bereitstellen.
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