Swiss Quantum Strategy

Wie die Schweiz ihre Position in der Quantentechnologie stärken will

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von Dylan Windhaber und jor

Die Schweiz soll ihre Position in der Quantentechnologie mit gezielten Investitionen ausbauen. Die neue Swiss Quantum Strategy empfiehlt dafür unter anderem den Aufbau eines Quantum-Hubs, der Talente anziehen soll.

(Source: geralt / pixabay.com)
(Source: geralt / pixabay.com)

In der Schweiz gibt es derzeit rund 200 Forschungsgruppen im Bereich Quantentechnologie sowie einzelne Start-ups, die sich ebenfalls mit dem Thema befassen. Um auch international bei der Entwicklung und Vermarktung eine führende Rolle einzunehmen, brauche es jedoch zusätzliche Impulse und Investitionen - über die akademische Forschung hinaus.

Vor diesem Hintergrund hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation die Swiss Quantum Commission der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (Scnat) mit der Ausarbeitung einer Strategie beauftragt. Die nun veröffentlichte Swiss Quantum Strategy zeigt auf, wie die Schweiz ihre Position in der Quantenforschung sichern und wirtschaftlich besser nutzen kann. Dafür braucht es laut den Autorinnen und Autoren koordinierte Massnahmen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Konkret empfiehlt die im Rahmen der Swiss Quantum Initiative entwickelte Strategie unter anderem den Aufbau eines internationalen Quantum-Hubs in der Schweiz. Dieser soll Einzelpersonen sowie Unternehmen anziehen und die Zusammenarbeit stärken. Zudem seien spezialisierte Infrastrukturen und Plattformen für Forschende und Firmen zentral. Den Investitionsbedarf schätzen die Expertinnen und Experten derzeit auf 200 bis 300 Millionen Franken.

Die Strategie fordert zudem gezielte Förderinstrumente für Start-ups. Öffentliche Mittel sollen dazu beitragen, das Risiko langfristiger privater Investitionen zu reduzieren. Ergänzend schlagen die Autorinnen und Autoren einen staatlich unterstützten Deep-Tech-Fonds vor, um langfristige Technologieentwicklungen - auch im Quantenbereich - zu ermöglichen.

Gleichzeitig empfehlen sie, den gesellschaftlichen Dialog über Chancen und Risiken von Quantentechnologien weiterzuführen, um deren Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft sicherzustellen.

 

Übrigens haben ID Quantique und Cisco in der Schweiz ein Netzwerk in Betrieb genommen, das als erstes des Landes quantensicher sein soll. Lesen Sie hier mehr dazu. 

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