Staatsarchiv Luzern macht Geschichte digital zugänglich
Das Staatsarchiv Luzern macht seine Bestände digital zugänglich. Seit dem 18. März stehen wichtige Quellen zur Luzerner Geschichte erstmals rund um die Uhr in einem virtuellen Lesesaal zur Verfügung.
Luzerner Geschichte wird erstmals rund um die Uhr und ortsunabhängig greifbar. Das Staatsarchiv Luzern hat am 18. März einen digitalen Lesesal eröffnet, wie Staatsarchivar Jürg Schmutz auf der Website des Kantons mitteilt.
Mit dem virtuellen Archiv zentraler historischer Quellen reagiere man auf ein wachsendes Bedürfnis nach zeitgemässen Recherche- und Nutzungsmöglichkeiten, teilt der Archivar weiter mit. Es erleichtere die Suche nach historischen Quellen und ermögliche einen niederschwelligen Zugang zum kulturellen Erbe des Kantons.
Der Kanton will mit dem digitalen Lesesaal auch gezielt neue Benutzergruppen ansprechen und zur Entdeckung des historischen Erbes von Luzern einladen. Die Optimierung für die Nutzung auf mobilen Endgeräten soll Recherchen zu jeder Zeit und von jedem Ort aus ermöglichen.
Der Persönlichkeitsschutz bleibe auch beim digitalen Lesesaal gewährleistet, betont der Kanton. Daher seien nur Dokumente öffentlich zugänglich, deren Schutzfristen abgelaufen sind.
Archiv startet mit grosser Auswahl
Zum Start umfasst das Angebot digitalisiertes Archivgut zu 20’000 Plänen über Jahrhunderte baulicher und räumlicher Entwicklung des Kantons, dazu 15’000 historische Fotografien über Alltag und bedeutende geschichtliche Ereignisse. 1100 Buchbände und 352 Filme stehen für vertiefte historische Recherchen und bewegte Bilder der Luzerner Vergangenheit zur Auswahl. Zudem lassen sich rund 740’000 analoge Archivalien aus dem physischen Archiv zur Einsicht im Lesesaal vorbestellen. Das Staatsarchiv plant zudem weitere Digitalisierungsprojekte und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform.

Jürg Schmutz, Staatsarchivar des Kantons Luzern. (Source: lu.ch)
"Mit dem digitalen Lesesaal machen wir das historische Gedächtnis des Kantons Luzern für alle Interessierten, unabhängig von Ort und Zeit, besser zugänglich", erläutert Staatsarchivar Jürg Schmutz. Dies erleichtere nicht nur die wissenschaftliche Forschung, sondern ermögliche auch einer breiten Öffentlichkeit einfachen Zugang zu historischen Quellen.
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