Würenlos sträubt sich gegen Hitachi-Campus in Wettingen
Der Gemeinderat von Würenlos will sich gegen den möglichen Campus von Hitachi Energy in der Nachbargemeinde Wettingen wehren. Die Gemeinde droht, bis vor das Bundesgericht zu gehen. Das Projekt würde 3000 Arbeitsplätze schaffen.
Der japanische Industriekonzern Hitachi Energy hat Wettingen als möglichen Standort für einen neuen Campus auserwählt. Dazu beantragt der Aargauer Regierungsrat die Anpassung des Richtplans im Gebiet Tägerhardächer in Wettingen, wie es in einer Mitteilung heisst. Dies würde die benötigten 10,7 Hektar des Siedlungsgebiets festsetzen. Ausserdem stärke das Projekt die Wirtschaftsregion Limmattal, sichere 1000 bestehende und schaffe 2000 neue Arbeitsplätze.
Doch das Vorhaben stösst auf Widerstand seitens Würenlos. Der Gemeinderat bezeichnet das Projekt als "raumplanerischen Skandal" und werde "alle rechtlichen Mittel ausschöpfen - wenn nötig bis vor Bundesgericht". Denn 2012 hätten die Gemeinden Wettingen, Neuenhof, Killwangen und Würenlos den Sachplan "Sulperg-Rüsler" unterzeichnet, um das Gebiet zwischen Sulperg im Osten und Rüsler im Westen als letzten grossen grünen Siedlungstrenngürtel im Limmattal zu erhalten.
Da der Regierungsrat für das politische "Prestige-Projekt" die Richtplanänderung im Schnellzugtempo durchdrücken wolle, sei dies ausserdem eine "Hauruck-Übung", wie der Gemeinderat Würenlos weiter mitteilt. Dies würde normalerweise mehrere Jahre statt einige Monate dauern. "Damit werden relevante Hinweise nicht berücksichtigt, welche im Interesse der regionalen Bevölkerung, aber auch der Naturwerte und des Landschaftsschutzes sind und in einem ordentlichen Prozess beitragen, eine tragbare Lösung zu finden", schreibt Würenlos.
Würenlos beschuldigt zudem den Regierungsrat, keine alternativen Flächen in Betracht gezogen zu haben und somit seine raumplanerischen Verpflichtungen verletzt zu haben. Der Gemeinderat hält den Standort in Otelfingen für besser geeignet.
Auch der Umweltverband Pro Natura meldet sich zu Wort: "Wenn Hitachi Wettingen will, dann nur mit minimalem Bodenverbrauch, nachweislichem Biodiversitäts-Mehrwert und einem regionalen Nature-Positive-Investitionspaket für den Aargau - sonst ist der Eingriff nicht tragbar." Der Verband sei gesprächsbereit, um mitzuhelfen und Lösungen im Interesse der Natur und Bevölkerung zu entwickeln.
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