Kanton Bern fordert mehr Kontrolle bei IT-Projekten
Berns Finanzkommission will für den Kanton mehr Übersicht und Kontrolle bei IT‑Projekten. Dazu verfasste der Regierungsrat einen Bericht für den Grossen Rat zur besseren Steuerung der Digitalisierung und ICT in der Kantonsverwaltung.
Die Finanzkommission (FiKo) des Kantons Bern fordert in der Motion 228-2023 "Verbesserung der Aufsicht und Steuerung in der ICT" eine bessere Steuerung der Digitalisierung und ICT in der Kantonsverwaltung. Dazu sollte der Regierungsrat in einem Bericht (PDF) aufzeigen, wie die Übersicht und Kontrolle über die Fach- und Konzernapplikationen optimiert werden können, wie der Kanton Bern mitteilt.
Der Regierungsrat sieht laut Bericht wie die FiKo Optimierungspotenzial bei den gesamtstaatlichen Steuerungsinstrumenten. Dennoch ist er der Auffassung, dass kein Bedarf für zusätzliche Machtbefugnisse für die Finanzdirektion (FIN) oder für das Amt für Informatik und Organisation (KAIO) besteht.
Stattdessen setzt der Berner Regierungsrat auf klarere Prozesse und stärkeres Projektportfolio-Management, um IT-Projekte besser zu koordinieren und Risiken zu senken. Dazu seien in den Jahren 2024 und 2025 viele Schritte zur Weiterentwicklung des Reportings, des Monitorings, des Controllings und der Steuerung bei den DV- und ICT-Projekten und den entsprechenden Applikationen eingeleitet worden, schreibt der Regierungsrat weiter.
Um bei Bedarf frühzeitig eingreifen zu können, will sich der Regierungsrat zudem laut Bericht künftig regelmässig über Schlüsselprojekte informieren lassen. Dies sei bei der Bau- und Verkehrsdirektion bereits der Fall.
Ende 2025 habe die Konferenz digitale Verwaltung und ICT (KDI) die Arbeitsgruppe "Projektportfolio-Management" mit der Einführung eines verbindlichen Systems zur Definition, zur Steuerung und zur Überwachung von DV- und ICT-Schlüsselprojekten beauftragt. Abschliessend hält der Regierungsrat fest, dass die KDI die Einführung und Steuerung von Konzernapplikationen, die von allen oder mehreren kantonalen Behörden genutzt werden, künftig übernehmen soll.
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